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Württemberg-Derby mit Playoff-Erinnerungen

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Württemberg-Derby mit Playoff-Erinnerungen

Wenn am Freitag die Ravensburg Towerstars in der EgeTrans Arena gastieren, werden bei vielen Fans die Erinnerungen an den vergangenen Frühling wach. Im Playoff-Viertelfinale ging es über die volle Distanz, und im entscheidenden siebten Spiel setzten sich die Steelers am 31. März vor 3418 Zuschauern mit 4:2 durch. Tim Schüle traf dabei doppelt. Gewonnen wurde damals auf fremdem Eis in der Ravensburger CHG Arena, eine Kunst, die in dieser Saison noch auf ihre Wiederentdeckung wartet: Nur ein Sieg aus fünf Auswärtsspielen bei 13:19 Toren steht bislang zu Buche.

Die Towerstars bieten derzeit viel Spektakel und noch mehr Verlängerungen. Nach zehn Spieltagen stehen sie mit 14 Punkten und 33:34 Toren auf Platz sieben, nur einen Zähler vor den Steelers. Lediglich zwei Siege holten sie in der regulären Spielzeit, dazu kommen drei nach Overtime und einer nach Penaltyschießen. Zuletzt gelang am Sonntag ein 5:4 nach Verlängerung gegen Crimmitschau, obwohl die Towerstars schon 4:1 geführt hatten. Mark Rassell entschied dabei zum dritten Mal in dieser Hauptrunde ein Spiel in der Overtime. Zu Hause gewann Ravensburg vier von fünf Partien, auswärts stehen zwei Siege und drei Niederlagen zu Buche, zuletzt in Weiden (3:4) und Landshut (3:6).

Dazu reisen die Gäste geschwächt an. Topstürmer Odeen Tufto fällt nach einem Check gegen Crimmitschau mit einer Unterkörperverletzung bis auf Weiteres aus, und Verteidiger Florin Ketterer pausiert, weil sich eine Oberkörperverletzung vom Saisonbeginn wieder verschlimmert hat. Hinter der Bande steht mit dem Schweden Johan Pennerborn ein neuer Headcoach. Im Tor wartet ein bekanntes Gesicht: Ilya Sharipov hütete in den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 das Steelers-Tor und spielt seit 2023 in Ravensburg. In dieser Saison hält er bei sieben Einsätzen einen Gegentorschnitt von 3,23 und eine Fangquote von 88,95 Prozent.

Landshut hat die Towerstars übrigens gerade erst 6:3 geschlagen, und das passt ins Bild einer Mannschaft in Topform. Der EVL hat drei Spiele in Folge gewonnen, in Memmingen (7:3, mit je einem Doppelpack von Trevor Gooch und Tor Immo), gegen eben jene Ravensburger und zuletzt in Kassel (4:2). Mit 19 Punkten und 36:35 Toren steht er auf Rang vier. Auswärts läuft es für die Niederbayern mit vier Siegen aus fünf Partien bestens, zu Hause gab es dagegen nur zwei Siege bei drei Niederlagen und 16:20 Toren, und das trotz eines Zuschauerschnitts von über 4000. Ein Team, das auf fremdem Eis glänzt, trifft also auf eines, das dort hadert. Die Steelers würden dieses Verhältnis gerne zurechtrücken.

Nach Platz acht in der Hauptrunde und dem Aus im Viertelfinale gegen Krefeld soll es für Landshut diesmal der direkte Playoff-Einzug sein. Der Kader wurde im Sommer gezielt verstärkt, das Trainerteam um Uwe Krupp blieb nahezu unverändert. Aus der Vorsaison nehmen die Steelers immerhin ein 5:1 in Landshut mit, das sie im Januar trotz dünner Personaldecke feierten. Ende Februar revanchierte sich der EVL allerdings mit einem 6:3 in Bietigheim.

Wiedersehen gibt es auch personell. Bei den Gästen stehen mit Paul Mayer und Kapitän Andreas Schwarz zwei Spieler, die schon das Steelers-Trikot trugen. Umgekehrt kennen Benjamin Zientek und Bastian Eckl den Weg nach Niederbayern, denn beide haben bereits für den EV Landshut gespielt.

Der 11. Spieltag startet am Freitag, 23. Oktober, um 19.30 Uhr in der EgeTrans Arena. Am Sonntag, 25. Oktober, geht es um 17 Uhr in der VR-Bank Arena in Landshut weiter. Die Steelers freuen sich in beiden Spielen auf zahlreiche Unterstützung!