News
Unermüdliche Steelers scheitern an effizienten Starbulls
Spielbericht /
Mit dem Rückenwind des zweiten Heimsiegs vom Freitag reisten die Steelers am 4. Spieltag nach Oberbayern, wo mit den Starbulls Rosenheim ausgerechnet das bis dato punktlose Schlusslicht der DEL2 wartete, während die Bietigheimer mit fünf Zählern auf Platz 7 angereist waren. Tim Kehler setzte dabei auf Kontinuität und nahm lediglich eine Änderung vor, sodass Ritchie Nolan für Marek Racuk ins Lineup rückte und Felix Noack erneut zwischen den Pfosten stand. Vor 3106 Zuschauern gewannen unsere Jungs das Eröffnungsbully, mussten jedoch bereits in der 3. Minute das erste Unterzahlspiel überstehen, als Justin Büsing auf die Strafbank wanderte. Diese Aufgabe meisterten die Steelers ohne Gegentreffer, zumal die Starbulls in Überzahl noch Luft nach oben erkennen ließen und nur eine nennenswerte Chance herausspielten. Beim zweiten Versuch in der 10. Minute zeigten sich die Hausherren dann allerdings eiskalt, als Ryan McKiernan nach Zuspiel von Lukas Laub und Samir Kharboutli per Onetimer zum 1:0 traf. Nur eine Minute später, die Gäste waren längst wieder vollzählig, staubte Scott Feser zum 2:0 ab, ehe die Steelers vor dem Rosenheimer Tor brandgefährlich wurden und Felix Noack auf der Gegenseite mit einer starken Parade Schlimmeres verhinderte. Kurz vor der Pause kassierten dann erstmals die Gastgeber eine Strafe.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Steelers deutlich wacher aus der Kabine, und obwohl die verbleibende Überzahl ungenutzt verstrich, gelang Mike Fischer in der 21. Minute nach Vorlage von Topscorer Jack Dugan der Anschlusstreffer zum 2:1. Fortan nahm die Offensive der Bietigheimer richtig Fahrt auf, schnelle Kombinationen liefen durch das Rosenheimer Drittel und der Ausgleich lag förmlich in der Luft. Doch auch ein weiteres Powerplay, in dem die Steelers mächtig Alarm vor dem Kasten der Starbulls machten, blieb ohne Ertrag, während Scott Feser auf der anderen Seite nur knapp über Noacks Schulter am Gehäuse vorbeizielte. In dieser offenen Phase, in der die Steelers aggressiv forecheckten, war Felix Noack in der 32. Minute beim 3:1 durch Lukas Laub nach Vorarbeit von Fabian Dietz und Erik Ullmann machtlos. Noch ehe der Treffer verdaut war, erhöhte Samir Kharboutli in der 34. Minute, bedient von Lewis Zerter-Gossage und Erik Ullmann, auf 4:1, wodurch sich Rosenheim im Angriffsdrittel festsetzte und das Mitteldrittel zerfahren ausklingen ließ.
Im Schlussabschnitt kam es in der 45. Minute knüppeldick, als Jack Dugan nach einem Check gegen den Kopf mit fünf Minuten plus Spieldauer vorzeitig unter die Dusche musste. Die doppelte Überzahl nutzte Ryan McKiernan in der 47. Minute nach Zuspiel von Lukas Laub und Tomas Rubes zum 5:1, weitere Gegentreffer ließen die Steelers in der langen Unterzahl jedoch nicht zu. Im folgenden eigenen Powerplay entschärfte Felix Noack mit einer unglaublichen Parade eine Rosenheimer Kontermöglichkeit, und quasi im Gegenzug verkürzte Lois Spitzner in der 53. Minute per Abpraller nach Vorarbeit von Mike Fischer und David Cerny auf 5:2. Unsere Jungs steckten nicht auf und kamen in der 57. Minute durch Steven Raabe, erneut bedient von Mike Fischer sowie Bastian Eckl, auf 5:3 heran. Trotz hohem Pressing bis zur Schlusssirene reichte es nicht mehr zur Aufholjagd, sodass die Punkte in Rosenheim blieben. Ein Sonderlob verdient sich an diesem Abend Felix Noack, der mit einer herausragenden Leistung eine deutlichere Niederlage verhinderte.
Weiter geht es für die Steelers am Freitag, 02.10.2026, mit dem Auswärtsspiel beim Absteiger Dresdner Eislöwen.
Foto: DEL2 / David Löffler