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Steelers unterliegen trotz zahlreicher Torchancen
Spielbericht /
Gemischte Gefühle und verschiedenste Erinnerungen kamen am Freitagabend im Ellental hoch, denn erstmals in der laufenden Saison gastierte Ravensburg im Ellental. In der vergangenen Hauptrunde gingen aus Sicht der Steelers alle 4 Duelle verloren, allerdings konnte sich der SCB dafür in einer packenden Playoffserie mit 4:3 durchsetzen und ins Halbfinale einziehen. Am 11. Spieltag der DEL2 kam es also zum Wiedersehen in der EgeTransArena.
Bietigheim startete mutig in die Partie und hätte bereits in der 3. Minute in Führung gehen können und das obwohl sie heute auf die verletzten Uplegger, Preibisch und Fischer verzichten mussten. Marek Racuk tanzte den gegnerischen Torhüter aus, entschied sich daraufhin jedoch noch für einen Pass zum freistehenden Crnkic. Dieser konnte die Scheibe allerdings nicht annehmen, da sie ihm in den Rücken gespielt wurde. Das Geschehen auf dem Eis wurde zunächst kaum unterbrochen, sodass es flüssig hin und her gehen konnte. Die Steelers versuchten es immer wieder mit Pässen in den Slot, doch die Gäste machten die Räume vor dem eigenen Kasten eng. Die Towerstars konnten nach 20 Minuten mit einer 1:0-Führung in die Kabine gehen, da Sezemsky in der 17. Minute erfolgreich war. Einen strammen Schuss ins kurze, obere Eck hatte er abgegeben und Keanu Salmik kam rechts zu spät hoch. Aus Sicht der Steelers war das ein äußerst ärgerlicher Zwischenstand, da sie selbst das klare Chancenplus verzeichneten. In der 8. Minute war beispielsweise Dugan beim Breakaway an Sharipov gescheitert und auch Eckl nutzte seine 1-gegen-1-Situation knapp 10 Minuten später nicht. Immerhin konnte Tim Schüle im Gegenzug den Konter der Ravensburger entschärfen und so ein mögliches 0:2 verhindern.
Im Mitteldrittel legten die Oberschwaben los wie die Feuerwehr und konnten nach wenigen Minuten dann doch erhöhen. Gerg bediente Mrazek, der aus kürzester Entfernung netzte. Auf der anderen Seite wurde die Chancenverwertung nicht besser. Im Powerplay nahm Fonstad den Onetimer, doch Sharipov zeigte einmal mehr seine Klasse. Des weiteren waren die Towerstars immer wieder dazu in der Lage, Querpässe der Steelers abzufangen und sogar Konter einzuleiten. In der 28. Minute konnte sich Salmik bei einem Ravensburger Breakaway auszeichnen. Die Erleichterung war groß, als Grün-Weiss-Blau die Scheibe nach 31 Minuten endlich über die Linie bugsierte. David Cerny nutzte den von Sharipov zugelassenen Rebound. Wenige Angriffe zuvor hatte Racuk bereits den Pfosten getroffen. Ravensburgs Antwort ließ jedoch nicht lange auf sich warten. In einem 2-gegen-1-Konter spielten Struthers und Fonteyne den Doppelpass miteinander und ließen dem Goalie der Hausherren damit keine Chance. Fonteyne trug sich in die Torschützenliste ein, Salmik griff zum dritten Mal hinter sich. Zu allem übel verletzte sich Max Ziergebel in der Situation kurz vor dem Gegentreffer und konnte das Spiel nicht beenden. In der Folge bemühte sich der SCB um den erneuten Anschlusstreffer, doch das Problem mit der schlechten Chancenverwertung schien er nicht in den Griff zu kriegen. Außerdem musste Zientek zum Ende des 2. Drittels wegen Haltens in die Kühlbox. Goldhelm Russell zog aus halblinker Position schnörkellos ab und ließ dem Schlussmann des Schlittschuhclubs keine Chance. Mit einem 1:4 ging es in die zweite Pause.
Den letzten Abschnitt nahm Bietigheim mit Felix Noack in Angriff, nachdem Torhüter Salmik ausgewechselt worden war. Nach nur 150 Sekunden gab den nächsten Rückschlag für die Gastgeber, denn Racuk wurde wegen eines angeblichen Kniechecks des Eises verwiesen. Die Unterzahl überstand der SCB dank eines disziplinierten Penalty Killings. Mit einem Mann weniger kam er jedoch zu 3 Hochkarätern und musste sich dementsprechend darüber ärgern, nicht selbst getroffen zu haben. Die Towerstars markierten in der 52. Minute das 1:5. Latta fälschte den Schuss von Fonteyne unhaltbar ab. Im Gegenzug schloss Fonstad aus halblinker Position eiskalt ab und verkürzte nochmals. Der Ex-Steeler Sharipov war zum zweiten Mal überwunden und die zu dem Zeitpunkt angezeigte Strafe gegen die Gäste wurde aufgehoben. Der Schlittschuhclub wollte sich nicht aufgeben und erzeugte in der Folge mal wieder eine Druckphase. Tim Bender bekam die Scheibe von der Bande kommend ideal auf den Schläger. Trotzdem war er aus spitzem Winkel nicht dazu in der Lage, sie im Tor unterzubringen, worüber er sich sichtbar ärgerte. In der 58. Minute traf Fonstad per Onetimer mit roher Gewalt zum 3:5 im Powerplay. Bietigheim konnte das Geschehen auf dem Eis also kurz vor dem Ende nochmals spannend machen und den eigenen Goalie zugunsten eines weiteren Feldspielers auf die Bank holen. Dennoch fielen keine Tore mehr.
Vor heimischer Kulisse mussten sich die die Steelers in dieser Saison erstmals nach regulärer Spielzeit geschlagen geben. 3095 Besucher sahen eine eiskalte Mannschaft aus Ravensburg, die in den richtigen Momenten traf, und den Großteil ihrer Chancen zu nutzen wusste. Die Steelers waren zu Letzterem nicht in der Lage und verloren die Partie insbesondere wegen der verbesserungswürdigen Effizienz vor dem gegnerischen Kasten mit 3:5. Am Sonntag geht es für den SCB nach Landshut. Das Spiel wird um 17 Uhr beginnen!