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Next to the Game – Die Stimmen hinter den Steelers-Kanälen
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Wenn bei den Steelers ein Tor fällt, dauert es meist nur wenige Minuten, bis die ersten Bilder, Videos oder Storys auf den Social-Media-Kanälen erscheinen. Für viele Fans gehört das mittlerweile ganz selbstverständlich zum Spieltag dazu. Doch was heute wie ein eingespielter Automatismus wirkt, ist das Ergebnis eines Teams, das Woche für Woche viele Stunden investiert, plant, diskutiert, gestaltet und manchmal auch improvisiert.
Denn hinter jedem Post, jeder Story und jedem Reel stehen Menschen, die eines gemeinsam haben: Sie wollen die Steelers für die Fans erlebbar machen – weit über die 60 Minuten auf dem Eis hinaus.
Der Spieltag beginnt dabei deutlich früher als viele vermuten würden. Bereits morgens um 9 Uhr erscheint der Gameday-Post mit allen wichtigen Informationen rund um das kommende Spiel. Öffnungszeiten, Aktionen, Gegner, Ticketinfos – alles wird zusammengetragen und aufbereitet. Doch das ist nur der Anfang.
Etwa zwei Stunden vor Spielbeginn trifft das Storyteam in der Arena ein. Während die ersten Fans langsam in Richtung EgeTrans Arena aufbrechen, laufen hinter den Kulissen bereits die Kameras. Das Ziel ist klar: Die Fans sollen möglichst nah am Team sein. Einblicke in die Vorbereitung, Eindrücke aus der Halle, Emotionen rund um den Spieltag und Szenen, die sonst verborgen bleiben.
Dabei arbeiten die Steelers mittlerweile mit einem Team aus neun Personen, das sich auf unterschiedliche Bereiche spezialisiert hat. Während sich ein Teil um die Berichterstattung an Spieltagen kümmert, sorgen andere dafür, dass auch unter der Woche Inhalte veröffentlicht werden, Kommentare beantwortet werden und die Kanäle aktiv bleiben.
Was viele nicht wissen: Hinter den Beiträgen steckt eine enorme Planung. Der Redaktionsplan reicht oft bis zum Saisonende. Heimspiele, Geburtstage, Aktionen, Sponsorentermine oder Vereinsveranstaltungen werden dort lange im Voraus eingeplant. Trotzdem bleibt Social Media ein Bereich, in dem ständige Flexibilität gefragt ist.
Denn nicht alles lässt sich planen.
Manchmal verzögert sich eine Freigabe. Manchmal ändern sich Informationen kurzfristig. Und manchmal entstehen Situationen, auf die man innerhalb weniger Minuten reagieren muss. Genau dann zeigt sich, wie wichtig Erfahrung und schnelle Kommunikation sind.
Die Ziele sind dabei klar definiert. Natürlich soll Social Media unterhalten. Gleichzeitig spielt die digitale Präsenz eines Vereins heute eine wichtige Rolle bei der Vermarktung. Reichweite schafft Sichtbarkeit – für den Verein, für Sponsoren und letztlich auch für den Ticketverkauf.
Dass die Steelers-Kanäle in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen sind, kommt nicht von ungefähr. Das Team beobachtet Trends, sammelt Ideen und lässt sich von anderen Vereinen inspirieren. Gleichzeitig legt man großen Wert darauf, die eigene Identität nicht aus den Augen zu verlieren.
Besonders deutlich wird das bei der unterschiedlichen Nutzung der Plattformen. Während auf TikTok auch Trends und humorvolle Inhalte ihren Platz haben, stehen auf Instagram und Facebook die Steelers als Marke im Mittelpunkt. Hier geht es um Informationen, Emotionen und die Verbindung zu den Fans.
Welche Inhalte besonders gut funktionieren, überrascht dabei kaum. Siege sorgen fast immer für hohe Reichweiten. Noch besser funktionieren Inhalte, die die Spieler von einer anderen Seite zeigen. Ein Blick hinter die Kulissen, ein Kabinenmoment oder ein gemeinsames Siegerfoto schaffen Nähe und geben den Fans das Gefühl, Teil der Mannschaft zu sein.
Doch genau hier ist Fingerspitzengefühl gefragt.
„Wenn man solche Inhalte zu oft zeigt, verlieren sie ihren besonderen Charakter“, erklärt das Team. Deshalb wird bewusst darauf geachtet, besondere Momente auch besonders zu behandeln.
Wie viel Arbeit tatsächlich hinter einem Beitrag steckt, wird oft unterschätzt. Während ein Bildbeitrag relativ schnell erstellt werden kann, verschlingen aufwendige Videoformate viele Stunden Arbeit. Highlight-Videos werden gefilmt, geschnitten, vertont und bearbeitet. Allein hierfür können inklusive Spieltag acht bis zehn Stunden zusammenkommen.
Besonders intensiv werden die Spieltage, wenn auf dem Eis viel passiert. Tore müssen dokumentiert werden, Spielstände aktualisiert werden und gleichzeitig sollen die Emotionen eingefangen werden. In torreichen Spielen kann das schnell zur Herausforderung werden.
Hinzu kommt, dass die Arbeit nicht immer nur aus positiven Nachrichten besteht. Siege lassen sich leicht kommunizieren. Niederlagen hingegen verlangen oft deutlich mehr Fingerspitzengefühl. Wie formuliert man einen Beitrag nach einem enttäuschenden Abend? Wie reagiert man auf Kritik? Welche Kommentare verdienen eine Antwort?
Gerade nach Niederlagen wird deutlich, wie wichtig Community Management geworden ist. Das Team liest sämtliche Nachrichten, Kommentare und Erwähnungen. Viele Anliegen werden intern weitergegeben, Fragen beantwortet oder Probleme geklärt.
Dabei begegnen den Verantwortlichen immer wieder dieselben Namen. Einige Fans melden sich nur dann zu Wort, wenn es nicht läuft. Auch das gehört mittlerweile zum Alltag.
Trotzdem betont das Team, dass konstruktive Kritik wichtig ist. Sie hilft dabei, die eigene Arbeit zu verbessern und die Bedürfnisse der Fans besser zu verstehen.
Besonders wichtig ist dabei die klare Trennung zwischen persönlicher Meinung und Vereinskommunikation. Wer für die Steelers spricht, spricht nicht als Privatperson. Diese Verantwortung begleitet jede Veröffentlichung.
Vertrauen spielt deshalb eine zentrale Rolle. Gerade bei Inhalten aus der Kabine oder in unmittelbarer Mannschaftsnähe müssen sich alle Beteiligten darauf verlassen können, dass sensibel mit diesen Einblicken umgegangen wird. Erfahrung hilft dabei zu erkennen, wann man filmen darf – und wann man besser einen Schritt zurücktritt.
Interessanterweise begann die heutige Social-Media-Struktur eher zufällig. Nach dem zweiten Abstieg wurde Unterstützung gesucht. Aus ersten Gesprächen entstand ein Team, das sich über die vergangenen anderthalb Jahre kontinuierlich weiterentwickelt hat.
Heute blickt man auf zahlreiche erfolgreiche Projekte zurück. Dazu gehören kreative Kampagnen ebenso wie virale Inhalte. Ein TikTok-Video mit den Rückennummern der Spieler erreichte beispielsweise mehr als eine Million Aufrufe. Andere Beiträge wurden zu echten Fan-Lieblingen und zeigen, wie kreativ die Arbeit mittlerweile geworden ist.
Den größten Entwicklungsschritt sehen die Verantwortlichen jedoch nicht in einzelnen Posts, sondern im Team selbst. Die Mischung aus Kreativität, Organisation, Technik und Leidenschaft macht die Arbeit besonders.
Und genau das würden vermutlich auch die meisten Fans überraschen.
Nicht die Reichweiten. Nicht die Likes.
Sondern die vielen kleinen Entscheidungen im Hintergrund.
Welches Bild wird verwendet? Welche Geschichte erzählt ein Foto? Welcher Spieler steht stellvertretend für einen Spieltag? Welche Botschaft sendet ein Beitrag vielleicht unbewusst?
Fragen wie diese beschäftigen das Team täglich.
Die Zukunft von Social Media im Eishockey bleibt schwer vorhersehbar. Plattformen verändern sich ständig. Neue Formate entstehen, andere verschwinden wieder. Klar ist jedoch: Die Bedeutung digitaler Kommunikation wird weiterwachsen.
Für Vereine bietet sie die Möglichkeit, Fans zu erreichen, Sponsoren sichtbar zu machen und die eigene Marke weiterzuentwickeln.
Für die Fans schafft sie Nähe.
Und genau darum geht es letztlich.
Denn hinter jedem Post, jeder Story und jedem Video stehen Menschen, die mit viel Leidenschaft daran arbeiten, die Steelers jeden Tag ein Stück näher zu ihren Fans zu bringen.