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Hohe Hürden am Wochenende
Preview /
Los geht es im Allgäu und das ist ein Termin mit Ansage. Memmingen ist als Aufsteiger das Überraschungsteam der Saison, steht nach acht Spielen auf Platz 5 und hat mit 27:25 Toren mehr geschossen und weniger kassiert als die Steelers mit ihren 24:27. Dazu kommt die Heimbilanz: Die Indians sind das beste Heimteam der Liga, die Steelers das schlechteste Auswärtsteam. Mehr Gegensatz passt auf keinen Spielbericht. Zuletzt hakte es allerdings: Auf zwei Niederlagen nach Verlängerung gegen Ravensburg und in Kassel folgte am Sonntag ein 3:7 gegen Landshut. Bester Scorer ist Matteo Gennaro mit zehn Punkten, Verteidiger Jamal Watson legte schon neun Treffer auf. Im Tor steht Michael Bitzer mit einer Fangquote von 91,28 % und zwei Shutouts. Er stand sogar schon einmal für die Steelers auf dem Eis, im Januar 2022 beim DEL-Auswärtsspiel in Wolfsburg. Zudem trifft Joshua Rust, gebürtiger Bietigheimer, auf seinen Heimatverein. Wer in Memmingen punkten will, muss vor allem die Strafbank in den Griff bekommen, denn mit zwölf Strafminuten im Schnitt ist Bietigheim alles andere als ein Vorbild an Benimm.
Am Sonntag geht es zuhause gegen die Düsseldorfer EG weiter und die Aufgabe wird nicht kleiner. Die DEG ist mit acht Siegen aus acht Spielen ungeschlagener Tabellenführer und stellt die beste Offensive, die beste Defensive sowie das beste Überzahl- und das beste Unterzahlspiel der Liga. Eine Übermannschaft in bestechender Form also. Die interne Scorerliste führen die Kontingentspieler Carter Turnbull, Erik Bradford und Corey Mackin an. Dazu kommen Leon Niederberger und Ville Järveläinen, der schon zweimal den entscheidenden Penalty verwandelte. Auch hinten ist die DEG überragend besetzt, unter anderem mit DEL2-Dauerbrenner Maximilian Faber, dreimal Verteidiger des Jahres der Liga, und Ex-NHL-Spieler Andrew Bodnarchuk. Im Tor fehlt zwar mit Jonas Langmann ein starker Keeper verletzt, doch der statistisch bessere Niklas Lunemann ist nicht nur fit, sondern auch in Topform. Zusätzlich lizenzierte die DEG Nico Pertuch aus Ingolstadt. Brett Kemp trug letzte Saison noch das Steelers-Trikot und läuft nun für Düsseldorf auf. Umgekehrt haben die Steelers-Profis Preibisch, Fischer und Schüle früher selbst für die DEG gespielt.
Die Tabelle spricht für die DEG, die Bilanz der vergangenen Saison für die Steelers, denn alle vier Duelle gingen an Bietigheim. Auf dem Eis zählt weder das eine noch das andere, aber ein bisschen Selbstvertrauen im Gepäck hat noch keinem geschadet.
Die Steelers freuen sich am Sonntag um 17 Uhr auf zahlreiche Unterstützung.