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Hauchdünne Niederlage in Kassel
Spielbericht /

Playoff Time – das heißt, keine 48 Stunden nach dem letzten Spiel in der Egetrans Arena haben sich die Jungs vom Ellental wieder in Richtung Kassel aufgemacht, um das dritte Spiel der Halbfinale Serie zu spielen.
Kapitän Alexander Preibisch stand nach seinem Ausfall am Samstag wieder auf dem Eis. Einen Wechsel gab es im Tor, Florian Mnich startete heute für Olafr Schmidt.
Die Devise der Steelers lautete heute: Wegbleiben von der Strafbank, weil dies am Samstag unter anderem auch zur Heimniederlage führte.
Die Frage des Tages lautete heute: Wird es wieder Overtime geben der wird es ein Team schaffen in der regulären Spielzeit zu gewinnen?
4765 Zuschauer in der Probonio Arena sahen wieder ein hart umkämpftes Spiel, welches die Hausherren kurz vor Ende der regulären Spielzeit für sich entscheiden konnten.
Die Schlittenhunde aus Kassel starteten wie entfesselt ins erste Drittel und kaum war die Partie angepfiffen, stand es auch schon 1:0 für die Gastgeber durch Luca Münzenberger nach Vorlage von Hunter Garlent und Bode Wilde. Florian Mnich musste das erste Mal hinter sich greifen, weil die Steelers keinen Zugriff bekamen. Dann wechselte die Scheibe zwischen den Teams hin und her und es waren zwei Minuten und zwölf Sekunden gespielt, als Florian Mnich im Tor der Gäste nicht gut aussah. Die Scheibe flog wie eine Bogenlampe ins Tor. Torschütze war Tristan Keck nach Vorlage von Darren Mieszkowski. Die Steelers kamen nun besser ins Spiel und überstanden zweimal Unterzahl. In der 19. Minute war es Jack Dugan, der von der blauen Linie einen harten Distanzschuss abgab und zum 2:1 Anschlusstreffer ins Tor der Huskies traf. Vorlagengeber war Tim Schüle. Nun war viel Verkehr vor dem Tor von Philipp Maurer, der aber die Schüsse gut abwehren konnte. So ging es mit einem 2:1 für die Gastgeber in die erste Drittelpause.
Gleich zu Beginn des zweiten Drittel zeigte der Goalie der Bietigheimer eine starke Parade gegen Tristan Keck. Im ersten Powerplay kam Cole Fonstad zu einer großen Chance. Umgehend nachdem die Kasseler wieder vollzählig waren, gab es das nächste Powerplay für die Ellentaler, aber auch dieses konnte nicht genutzt werden. Im Gegenteil, es kam zu einer brenzligen Situation, als die Huskies fast zu einem Tor in Unterzahl kamen. Jack Dugan konnte eine Chance nicht verwerten, weil die Hessen ein gutes Stellungsspiel zeigten. Weitere Schüsse der Schwaben konnte Philipp Maurer mit guten Saves abwehren. Philipp Nuss hatte heute seinen zweiten Playoff Einsatz für die Bietigheimer. Dann kam es zum dritten Powerplay für die Steelers, in der die Jungs aus dem Ellental gute Spielzüge zeigten und was Jack Dugan, Alex Dostie und Brett Kemp viel Eiszeit bescherte. Nun war wieder richtig Feuer in der Partie und es kam zum ersten Faustkampf am heutigen Tag zwischen Hans Detsch und Mike Fischer. In der 30. Minute nahm Kapitän Alexander Preibisch Fahrt auf und schoss die Scheibe aus der Distanz, welcher noch abgefälscht wurde, zum Ausgleich von 2:2. Die Vorlage kam von Luis Ludin. Die Steelers waren nun wieder dran und hätten das Spiel durch eine Großchance von Cole Fonstad fast komplett gedreht.
Das letzte Drittel begann mit einem Powerplay, in dem Hunter Garlent und Dominic Turgeon eine große Chance hatten den Puck im Bietigheimer Tor unterzubringen, aber Florian Mnich behielt die Übersicht. Bei einem Stand von 2:2 wanderten die Bullys automatisch in den Vordergrund. Alexander Preibisch ging heute mit einer sehr guten Leistung voran. Alex Dostie kam zu einem gefährlichen Schuss, der jedoch am langen Pfosten landete. Brett Kemp gab einen Querpass auf Alex Dostie, der sich aber gegen die Abwehr der Schlittenhunde nicht durchsetzen konnte. Die Partie war nun vogelwild und die Pässe kamen auf beiden Seiten nicht gut an. Keiner der beiden Teams wollte in dieser heißen Phase des Spiels Fehler machen. Es roch bereits wieder nach Overtime im dritten Spiel des Halbfinales. Das nächste Tor würde das Spiel entscheiden. Bei jedem Anspiel kam es nun zu Psychospielchen. Dann kam Alexander Preibisch wieder zu einer Chance, zielte aber knapp am Tor vorbei. Die Ellentaler spielten taktisch gut und vor dem Tor der Hessen war nun wieder viel los. In dieser Phase machten die Schwaben mehr, um das nächste Tor zu erzielen. Die Kasseler waren nervös und zitterten das nächste Heimspiel zu verlieren. Die Jungs aus Bietigheim hingegen blockten gut und verkauften sich teuer. Nach diesem Saisonverlauf scheinen die Steelers zu alten Glanzzeiten zurückzukehren. 37 Sekunden vor Schluss war es wieder Hunter Garlent, der zur Führung von 3:2 für die Gastgeber traf. Die Schlussphase war nun sehr hitzig und es kam Sekunden vor Schluss noch zu Strafen auf beiden Seiten.
Eine sehr gute Leistung der Steelers wurde leider nicht belohnt und so gehen die Huskies in der Halbfinale Serie 2:1 in Führung.
Die Ellentaler stecken aber nicht den Kopf in den Sand, sondern kämpfen am Mittwoch um 19.30 Uhr in der EgeTrans Arena um den Ausgleich in der Serie.
Die Jungs freuen sich auf ein zahlreiches Erscheinen und auf die Unterstützung ihrer Fans.
Foto: DEL2 / Jan Diekmann