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Fonstads Doppelpack reicht erneut nicht
Spielbericht /
Am 12. Spieltag der DEL2 mussten die Bietigheimer Jungs die Reise nach Niederbayern zum EV Landshut antreten. Um 17 Uhr ging das Spiel in der VR-Bank Landshut Arena los. Die Niederbayern gingen als Tabellendritter mit 20 Punkten in die Partie, hatten aber zwei Tage zuvor einen Dämpfer in Bad Nauheim kassiert: Sie unterlagen 1:2 nach Penaltyschießen.
Die Steelers reisten mit noch schlechterer Stimmung an. Am Freitag verloren sie das Duell gegen Ravensburg in der heimischen EgeTrans-Arena mit 3:5. Wie bereits am Freitag mussten die Schwaben auf Kapitän Alexander Preibisch, Arne Uplegger und Mike Fischer verzichten. Dazu kam die Auswärtsschwäche der Bietigheimer. Mai Crnkic rotierte aus der Aufstellung, für ihn rückte Nolan Ritchie ins Lineup.
Die 4.022 Zuschauer sahen einen nie gefährdeten Sieg der Hausherren.
Die Gäste kamen in den ersten Minuten sehr gut ins Spiel, dann brach jedoch Martin Has auf Landshuter Seite den Bann. Auf Vorlage von Ladislav Zikmund und Seonwoo Park traf er bei gleicher Spieleranzahl zum 1:0. Nur 86 Sekunden später legte Neuzugang Marc-Olivier Roy im Alleingang ohne Vorlage das 2:0 nach.
Danach rückte ein Torschütze des EVL in den Mittelpunkt, allerdings nicht im positiven Sinne. Wegen Beinstellens und später wegen unsportlichen Verhaltens musste er zweimal auf die Strafbank. Die Ellentaler konnten beide Überzahlspiele aber nicht nutzen. Besser machten es die Gastgeber: Nachdem Marek Racuk und Cole Fonstad kurz hintereinander bestraft wurden, schlugen die Landshuter zu. 22 Sekunden vor der Pausensirene erhöhte David Elsner im Powerplay auf 3:0, vorbereitet von David Stieler und Tor Immo.
Für Bietigheim bedeutete das, dass sie, wie bereits am Freitag gegen Ravensburg, einem Rückstand hinterherlaufen und im Mittelabschnitt deutlich effizienter werden mussten.
Das Mitteldrittel begann holprig für die Hausherren. Gleich zweimal hintereinander kassierten sie eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Die Steelers nutzten die doppelte Überzahl prompt: Nur fünf Sekunden nach der zweiten Strafe verkürzte Cole Fonstad in der 23. Minute auf 3:1, die Assists kamen von Tim Bender und Jack Dugan. Die Hoffnung der Gäste hielt aber nicht lange. Nachdem auch Bietigheim mit Dominik Klein auf die Strafbank musste, stellte Tobias Lindberg im Powerplay in der 32. Minute den alten Abstand wieder her (4:1), assistiert von David Elsner und Tor Immo. Nur 39 Sekunden später erhöhte Fabian Voit nach Zuspiel von Colton Jobke und Finn Serikow auf 5:1. Die Ellentaler antworteten schnell: Marek Racuk traf in der 34. Minute auf Vorlage von Bastian Eckl zum 5:2.
Bei den Torschüssen behielt Landshut auch im zweiten Drittel die Oberhand. Auffällig waren die zahlreichen Strafen, insgesamt 18 Minuten nach zwei Dritteln, dazu drei Strafen allein wegen zu vieler Spieler auf dem Eis.
Die Steelers gingen mit einem Drei-Tore-Rückstand ins Schlussdrittel.
Dort bot sich ihnen zunächst die Chance, heranzukommen. Finn Serikow musste in der 43. Minute wegen Haltens auf die Strafbank. Doch Bietigheim konnte das Powerplay wieder nicht nutzen und schwächte sich später selbst, als Luca Franzese wegen Beinstellens bestraft wurde. In der 46. Minute ging es dann hitziger zu, als Jakob Mayenschein wegen Stockschlags und Matthias Pape wegen übertriebener Härte gleichzeitig in die Kühlbox mussten. Auch eine weitere Strafe gegen die Steelers brachte keine Veränderung mehr.
Erst knapp vier Minuten vor dem Ende gelang den Gästen durch Goldhelm Cole Fonstad noch ein Treffer zum 5:3. Damit ist er nun führender Torschütze der DEL2. Der EV Landshut ließ nichts mehr anbrennen und verteidigte seinen Vorsprung souverän. Der letzte Abschnitt war deutlich ruhiger als die ersten 40 Minuten, beide Teams kamen nur noch auf wenige Abschlüsse.
Der EV Landshut feiert einen Heimsieg gegen die Schwaben, für die es an diesem Wochenende zwei deutliche Niederlagen gab und damit ein Platz in der Play-Down-Zone eindeutiger wurde.
Weiter geht es am kommenden Freitag in Freiburg und am Sonntag zuhause gegen den Tabellenzweiten Regensburg.
Foto: DEL2 / Thomas Heide