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Drei Punkte verdient, einen bekommen
Spielbericht /
Beim Aktionstag „Karriere trifft Eishockey“ lockte die Ausbildungsmesse angehende Azubis und ihre Begleitung 3.394 Zuschauer in die Ege-Trans-Arena. Nach der Auswärtsniederlage wollten die Steelers Vertrauen tanken und die Heimbilanz von bislang zwei Siegen ausbauen. Felix Noack rückte zwischen die Pfosten, Jack Dugan kehrte nach seiner Sperre in die erste Angriffsreihe zurück, und Nolan Ritchie sah als überzähliger Kontingentspieler von der Tribüne zu. Gegner waren die Kassel Huskies, die in der vergangenen Saison die Traumsaison der Steelers im Halbfinale beendet hatten. Die Revanche war also angerichtet, doch auch die Gäste wollten nach der Niederlage vom Freitag nicht ohne Punkte aus dem Doppelspieltag gehen.
Nach einem temporeichen Beginn mit leichtem Übergewicht für den SCB und Chancen auf beiden Seiten rettete Felix Noack kurz vor dem Powerbreak mit einem starken Save die Null. Im zweiten Powerplay jubelte David Cerny scheinbar über die Führung, doch wegen eines Handpasses im Vorfeld blieb dem Treffer die Anerkennung verweigert. Die Steelers blieben dran, doch ausgerechnet auf der Gegenseite fiel das Tor: Ein verunglückter Schuss landete zufällig bei einem Kasseler Stürmer, der quer auf Jimmy Martinovic legte, und der schob wenige Sekunden vor der ersten Pause zum 0:1 ein, obwohl Cole Fonstad und Cerny zuvor beste Gelegenheiten liegen gelassen hatten.
Im zweiten Drittel zeigten die Steelers dann, wer hier das Spiel machen wollte. Schon kurz nach Wiederbeginn zwangen sie die Huskies in Unterzahl, und was folgte, war eine Belagerung. Marek Racuk traf mit einem lauten „Pling“ den Pfosten und scheiterte wenig später ein zweites Mal am Pfosten, Cole Fonstad bekam den Puck aus kurzer Distanz nicht über die Schoner von Philipp Maurer, und Jack Dugan setzte kurz vor der Pause noch die Latte obendrauf. Die Schüsse prasselten im Sekundentakt auf den Kasten der Gäste, wobei die Schussbilanz von 15:5 für den SCB die Überlegenheit gut widerspiegelte. Selbst in der eigenen Unterzahl blieben die Steelers mit aggressivem Penaltykilling Herr der Lage. Dass es dennoch beim 0:1 blieb, hatte mit Schussglück nichts zu tun, denn das fehlte vollständig. So viel Pech wie in diesen 20 Minuten erleben andere Mannschaften nicht einmal in einer ganzen Saison.
Auch im Schlussabschnitt blieben die Steelers am Drücker. Einen Alleingang der Kasseler entschärfte Felix Noack cool, danach setzte Cerny im Powerplay den Puck knapp am Pfosten vorbei, und eine seiner Direktabnahmen parierte Maurer stark. Dann folgte endlich die verdiente Belohnung: Jack Dugan gewann das Bully und legte mit der Rückhand auf Cole Fonstad ab, der den Puck mit einem trockenen Handgelenkschuss im oberen linken Eck zum 1:1 versenkte. Beim letzten Powerplay in den Schlussminuten verpasste Fonstad den Siegtreffer nur knapp, der bei 38:22 Torschüssen für den SCB mehr als verdient gewesen wäre.
In der Verlängerung ging der Krimi im Drei-gegen-Drei los. Hier hatten die Gäste die besseren Chancen, trafen zunächst das Gehäuse und übernahmen danach die Initiative, doch Felix Noack hielt die Steelers mit mehreren starken Paraden im Spiel. Im Penaltyschießen scheiterten zunächst die ersten vier Schützen beider Teams, auch Jack Dugan traf nur den Pfosten. Den Versuch des dritten Kasseler Schützen stoppte Noack auf der Linie, und der Videobeweis bestätigte: kein Tor. Erst der fünfte Huskies-Schütze Matt White traf als Erster, Dugan scheiterte im Anschluss, und der Extrapunkt wanderte nach Kassel.
Am Ende bleibt ein Punkt, der sich nach zu wenig anfühlt. Über 60 Minuten waren die Steelers das klar bessere Team und hatten Chancen für zwei Spiele, dreimal Metall und ein aberkanntes Tor inklusive. Nur in der Verlängerung gehörte der Vorteil den Gästen. Mit dieser Leistung wäre bei etwas mehr Glück im Abschluss der volle Ertrag drin gewesen.
Weiter geht es am Freitag, 09.10.2026, um 19:30 Uhr mit dem nächsten Heimspiel in der Ege-Trans-Arena gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim. Tickets gibt es wie gewohnt im Ticketshop. Am Sonntag, 11.10.2026, um 17:00 Uhr kämpfen unsere Jungs bei den Eispiraten Crimmitschau um den ersten Auswärtssieg.