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Steelers verlieren torreiche Begegnung
Spielbericht /
Spieltag 42 – die Saison biegt langsam auf die Zielgerade ein. Die Steelers wollten ihren Play-off-Platz gegen den Tabellenvorletzten verteidigen. Gegen den EHC Freiburg hatten unsere Jungs vor diesem Spieltag eine negative Bilanz: Beide Spiele im Breisgau gingen verloren, das Heimspiel wurde gewonnen. Dieses Kunststück wollte der SCB wiederholen.
Am Tag der Nachhaltigkeit in der DEL2 war die Defensive der Steelers eher löchrig als nachhaltig. Unsere Jungs legten los wie die Feuerwehr. Joshua Rust spielte Alexander Preibisch frei (1:18), der aus kurzer Distanz seinen Schuss knapp neben das Tor setzte. Kurz darauf ine Kopie dieses Spielzugs, dieses Mal mit Cole Fonstad (3:36), der am Goalie scheiterte. Mitten in diese Drangphase schlugen die Freiburger dreimal zu. Zuerst überwand Christian Kretschmann Olafr Schmidt mit einem Schuss von der blauen Linie. Der abgewehrte Schuss prallte unglücklich vom Rücken des Goalies ins Tor. Ein kapitaler Stockfehler in der eigenen Verteidigungszone brachte Christian Billich unverhofft in Puck Besitz, und dieser verwandelte eiskalt zum 0:2 (8:07). Die erste Strafzeit gegen den SCB dauerte nur sieben Sekunden, dann vollendete Fabian Ilestdt zum 0:3.
Das Spiel nahm eine verrückte Wende. Innerhalb von knapp drei Minuten glichen unsere Jungs die Partie aus. Im ersten Überzahlspiel wurde Jack Dugan vor dem Tor freigespielt und erzielte den Anschlusstreffer zum 1:3 (13:04). Die Steelers machten mächtig Druck und nahmen das Tor der Breisgauer unter Beschuss. Einen Schuss aus der Halbdistanz von Mark Racuk konnte der gegnerische Goalie nur nach vorne abprallen lassen. Den Abstauber verwertete Sören Sturm zum 2:3 (14:03). Den Ausgleich besorgte dann Marek Racuk. Plötzlich funktionierten die Passstafetten, die den Stürmer vor dem Tor fanden, und dieser konnte in ein nahezu leeres Tor einnetzen. Die Wölfe waren jedoch keineswegs geschockt. Mit viel Glück und gemeinsamen Anstrengungen konnte eine Kopie des ersten Tores verhindert werden (17:26).
Das zweite Unterzahlspiel brachte die Ellentäler erneut in Rückstand. Louis Majher konnte aus kurzer Distanz zum 3:4 einnetzen. Sekunden vor Ende des Drittels scheiterte Tyler McNeely mit einem Tip-in am Gästekeeper Fabian Hegmann.
Zu Beginn des Mitteldrittels kamen die Steelers mit großem Elan zurück aufs Eis, aber leider auch mit Unkonzentriertheiten. Ein kapitaler Fehlpass im eigenen Drittel führte zum Scheibengewinn der Breisgauer. Eero Elo nutzte diese unverhoffte Chance und erhöhte auf 3:5. Die Bietigheimer reagierten mit druckvollem Eishockey und erspielten sich Chance um Chance. In zwei Überzahlsituationen schnürten sie den Gegner im eigenen Drittel ein. Das Tor war wie vernagelt, der Puck wollte einfach nicht über die Torlinie. Kurz vor Ende des Drittels war es dann Brett Kemp, der aus halbrechter Position abzog und den Puck hoch in die Maschen hämmerte. Der längst überfällige Anschlusstreffer zum 4:5 war gefallen.
Die 3.816 Zuschauer erwartete ein spannendes Schlussdrittel. Trotz der kurzen Bank zeigten die Grün-Weiß-Blauen keine Ermüdungserscheinungen. Neben den Langzeitausfällen fehlten zusätzlich Justin Scheck und Tamas Kanya, der bei der rumänischen Nationalmannschaft im Einsatz ist. Das Drittel lebte nun von der Spannung, nachdem beide Teams defensiv stabiler wurden. Die dritte Überzahl für die Wölfe nutzte Eero Elo zum Ausbau der Führung auf 4:6 (50:24). Er zirkelte den Puck aus spitzem Winkel über die Schulter von Olafr Schmidt ins kurze Toreck. Die Steelers vergaben kurz hintereinander gute Torchancen, und die Zeit schien davonzulaufen. Doch dieses Spiel war noch lange nicht aus. Marek Racuk fälschte einen Schuss von Mike Fischer zum Anschlusstreffer ab und brachte die Halle zum Beben. Auszeit SCB, Olafr Schmidt vom Eis. Alle Kontingentspieler plus Arne Uplegger standen für unsere Farben auf dem Eis. Doch auch dieses Powerplay brachte nicht den Ausgleich. Es blieb bei der knappen Niederlage – Freiburg liegt uns nicht.
Nun geht es Schlag auf Schlag dem Ende der Hauptrunde entgegen. Am Sonntag gastieren unsere Jungs bei den Ravensburg Towerstars, einem direkten Konkurrenten im Kampf um einen Play-off-Platz. Eröffnungsbully in Ravensburg ist um 18:30 Uhr (live auf Sportdeutschland.TV). Bereits am Dienstag, den 10.02., kommt ein echtes Eishockey-Urgestein ins Ellental: Die Steelers empfangen um 19:30 Uhr die Düsseldorfer EG.