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Endspurt im Visier
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Nach dem umjubelten Sechs-Punkte-Wochenende haben sich die Bietigheim Steelers auf Tabellenplatz fünf vorgearbeitet – doch zum Jubel gesellt sich auch Sorge. Joshua Rust und Tyler McNeely fallen mit Unterkörperverletzungen voraussichtlich mehrere Wochen aus. Ausgerechnet jetzt, wo das Feld eng zusammengerückt ist und jeder Punkt Gold wert wird. Umso wichtiger wird die Rolle von Kapitän Alexander Preibisch, der nicht gesperrt ist und die grün-weißen Jungs mit Energie und Präsenz anführen wird.
Sechs Spiele sind es noch bis zum Ende der Hauptrunde. Sechs Gelegenheiten, um sich die bestmögliche Ausgangsposition für die Playoffs zu sichern. Am Freitag (19.30 Uhr) steigt in der EgeTrans Arena das drittletzte Heimspiel der regulären Saison gegen die Eispiraten Crimmitschau, ehe es am Sonntag zu den Blue Devils nach Weiden geht. Fasching ist vorbei – die närrische Zeit auf dem Eis beginnt jetzt erst richtig. Das Angreiferfeld ist dicht gedrängt, die Konkurrenz lauert – jeder Shift zählt.
Am Freitag gastieren die Eispiraten Crimmitschau in der EgeTrans Arena. Zehnter Tabellenplatz, aber rechnerisch noch mit Blick Richtung Rang sechs – die Sachsen reisen mit Ambitionen an. Vor allem die Sturmreihe um Goldhelm Corey Mackin, Adam McCormick und Dylan Wruck bringt Offensivqualität mit. Mackin zählt zu den Topscorern der Liga. Auch wenn Crimmitschau zuletzt deutliche Niederlagen gegen Regensburg und Düsseldorf hinnehmen musste, wäre es fahrlässig, diesen Gegner zu unterschätzen.
Zwischen den Pfosten könnten Kevin Reich oder Christian Schneider den Unterschied ausmachen. Davor arbeitet eine robuste Defensive um Rayan Bettahar, Ole Olleff und Mirko Sacher, die den Steelers das Leben schwer machen will. Bietigheim hingegen kann bislang auf eine makellose Bilanz gegen die Eispiraten in dieser Saison blicken – eine Serie, die es mit Leidenschaft und Struktur zu verteidigen gilt.
Am Sonntag wartet dann auswärts die nächste Herausforderung. Bei den Blue Devils Weiden hat am 15. Februar Alan Letang das Kommando übernommen und direkt mit einem 3:1-Erfolg gegen Bad Nauheim ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Oberpfälzer stehen aktuell auf Rang zwölf und kämpfen verbissen darum, die Playdownplätze zu verlassen. Motivation wird also reichlich vorhanden sein. Die Steelers konnten zwei der bisherigen drei Duelle in dieser Saison für sich entscheiden. Doch ein viertes Aufeinandertreffen in dieser Phase der Spielzeit hat seine eigenen Gesetze. Das Goalie-Trio um Felix Noack, Michael McNiven und Simon Wolf will Sicherheit ausstrahlen, während die Defensive mit Fabian Ribnitzky, Calvin Pokorny und Manfred Edfelder – zwei davon mit Bietigheimer Vergangenheit – die blaue Linie dichtmachen soll. Offensiv ruhen die Hoffnungen auf Tyler Ward, Luca Gläser und Alex-Olivier Voyer.
Für die Steelers wird es darauf ankommen, trotz der Ausfälle Tempo, Tiefe und Konsequenz aufs Eis zu bringen. Disziplin, Special Teams und ein kühler Kopf in engen Phasen könnten den Ausschlag geben. Die Mannschaft von Headcoach Alexander Dück weiß, was auf dem Spiel steht – und sie hat zuletzt gezeigt, dass sie mit Druck umgehen kann.
Das Wochenende verspricht Emotionen, Intensität und Playoff-Atmosphäre. Am Freitag fällt um 19.30 Uhr der Puck in der EgeTrans Arena. Jetzt gilt es, alles in die Waagschale zu werfen. Auf geht’s, Steelers!