Ein Playoff-Spiel, dass es so nicht oft gibt erlebten die 2.636 Zuschauer in der EgeTrans Arena am Freitagabend im Ellental. Das Team von Hugo Bosivert besiegte die Dresdner Eislöwen in einem spektakulären Spiel mit 9:6 und gehen mit 1:0 in der Serie in Führung.

Ohne Pascal Grosse und Fabjon Kuqi mussten die Hausheeren gleich zu Beginn des Spiels eine doppelte Unterzahl überstehen, da die beiden Hauptschiedsrichter Fynn-Marek Falten und Mischa Apel binnen 12 Sekunden Benjamin Zientek und Freddy Cabana in die Kühlbox schickten. Die Defensive um Torhüter Ilya Sharipov erledigten ihren Job herausragend. Doch in der siebten Minute spielte Eislöwen Goldhelm Jordan Knackstedt einen starken Pass auf Stefan Della Rovere, der zum 0:1 aus Sicht der Hausherren traf. Angestachelt von diesem Rückstand drehten die Schwaben auf. In Überzahl fälschte Shawn Weller einen Schuss von Bastian Steingroß zum Ausgleich in der zehnten Minute ab. Binnen zwei Minuten schraubten Willie Corrin und Freddy Cabana das Ergebnis auf 3:1 hoch, was zeitgleich der Zwischenstand nach 20 Minuten war.

Der zweite Abschnitt begann mit furios aufspielenden Sachsen. Kapitän Thomas Pielmeier traf nach 73 Sekunden zum Anschlusstreffer, ehe Nick Huard nur 66 Sekunden später das Ergebnis auf 3:3 stellte. Nur weitere 20 Sekunden später konnte Huard nur durch ein Foul gestoppt werden und die Schiedsrichter gaben Penalty. Der gefoulte lief an und scheiterte am starken Ilya Sharipov – eine Schlüsselsituation. In der 26. Minute wurde es kurios. Alex Preibisch konnte von Steve Hanusch nur durch ein Foul gestoppt werden. Der Steelers-Stürmer rutschte samt Scheibe ins Gehäuse. Die Schiedsrichter entschieden erst auf Tor, dann auf Videobeweis, dann auf Penalty. Nach Studium des Videomaterials stand jedoch fest, dass der Puck über die Linie rutschte und die Schwaben führten wieder mit 4:3. Lange freuen konnten sie sich jedoch nicht, denn in der 32. Minute traf Steven Rupprich zum erneuten Ausgleich ins Tor. Ein Überzahlspiel brachte kurz vor Ende des zweiten Drittels die Steelers wieder in Front. Tyler McNeely traf nach Pass von Marcus Sommerfeld und Matt McKnight zum 5:4 – zeitgleich der Zwischenstand nach intensiven und teils phänomenalen 40 Minuten.

39 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, da kassierte Nick Huard eine Strafe wegen Stockschlags. Freddy Cabana war im Powerplay zur Stelle und markierte das 6:4. Ein weiteres Powerplay nutzte Toptorjäger Norman Hauner in der 46. Minute zum 7:4. Wer dachte, dass die Messe gelesen war, der irrte. Die Eislöwen steckten nie auf und kamen wieder durch Stefan Della Rovere in der 54. Minute zum 7:5. Nur 32 Sekunden danach setzte Alex Preibisch nach einem Konter Matt McKnight in Szene und der Goldhelm traf zum 8:5. Vorausgegangen war ein Scheibengewinn des überragenden Benjamin Zientek. Eislöwen-Trainer Brad Gratton nahm bereits frühzeitig seinen Goalie Marco Eisenhut vom Eis und Timo Walther markierte das 8:6. Den Schlusspunkt in einer spektakulären und unterhaltsamen Partie markierte 38 Sekunden vor dem Ende Alex Preibisch, der zum Endstand von 9:6 ins leere Dresdner Tor traf.

Damit endete Spiel 1 der Viertelfinalserie beider Teams mit einem spektakulären Sieg der Schwaben. Am Sonntag geht es um 17:00 Uhr in Dresden weiter.

Die Highlights: Zusammenfassung Spiel 1

Patrick Jonza