Heute stand in der EgeTrans Arena das erste Saisonspiel gegen den EV Landshut auf dem Programm. Die Trainer Daniel Naud und Fabian Dahlem stellten im Tor um und Jimmy Hertel kehrte zwischen die Pfosten zurück. Leon Doubrawa nahm auf der Bank Platz. Bei dem 9:4-Heimsieg der Steelers gab es das ein oder andere kuriose Tor zu bestaunen.

Das Erste gab es bereits nach nicht mal zwei Minuten. Lukas Mühlbauer spielte einen Pass in den Slot vor Jimmy Hertel. Dort fand er zwar nicht seinen Kollegen Arturs Kruminsch aber die Scheibe war dennoch drin. C.J. Stretch wollte klären, doch von seinem Schläger prallte der Puck zum 0:1 über die Linie. Die schnelle Antwort verpasste Benjamin Zientek, der an Jaroslav Hübl scheiterte. Als Norman Hauner von den Hauptschiedsrichtern Ulpi Sicorschi und Alexander Singer hinausgestellt wurde, sollte das zweitbeste Powerplay der Liga zuschlagen. Doch es kam ganz anders. EVL Verteidiger Robin Weihager vertändelte im eigenen Drittel die Scheibe. René Schoofs war der Nutznießer und bediente Matt McKnight. Der Top Scorer schloss eiskalt zum 1:1 in Unterzahl. Die Schwaben kamen im Anschluss besser in die Partie und zu guten Chancen. In der 13. Minute fiel die Führung für die Hausherren. Max Prommersberger zog von der blauen Linie ab, Fabjon Kuqi hielt im richtigen Moment seinen Stock in die Schussbahn und fälschte zum 2:1 ab. Der erste Treffer in der DEL2 für den Youngster. Gegen Ende des ersten Abschnitts gab es Strafen gegen beide Teams, doch ein weiterer Treffer wollte keiner Mannschaft gelingen.

Im zweiten Abschnitt war es ein Spiel auf Augenhöhe mit Chancen für beide Teams. Die beste für die Gäste verpasste Phillip Messing, der an Jimmy Hertel scheiterte. In der 29. Minute war es dann soweit. Direkt vom Bully weg zog Max Gläßl an der Bande stehend ab. Der Puck schlug hinter Jimmy Hertel zum 2:2 ein. Die Antwort der Schwaben ließ nur 29 Sekunden auf sich warten. Nach Zuspiel von Riley Sheen und Matt McKnight traf Yannick Wenzel zum 3:2. Als sich wohl schon beide Teams in der Kabine haben sitzen sehen, schlug zweimal Norman Hauner zu. 43 Sekunden vor dem Ende traf der Stürmer nach Pass von Max Renner zum 4:2. Kurios fiel das 5:2 drei Sekunden vor der Sirene. Jaroslav Hübl sicherte zuerst die Scheibe. Er wollte sie dann für Max Gläßl freigeben, der diese jedoch liegen ließ. Norman Hauner nutzte es aus und schnürte seinen Doppelpack binnen 40 Sekunden.

Im Schlussabschnitt hielten die Steelers die Scheibe gut vom eigenen Tor weg und setzten vorne Nadelstiche. Doch den ersten Treffer des Drittels erzielten doch die Niederbayern. Robin Weihager zimmerte den Puck von der Seite aus unter die Latte zum 5:3. Der Auftakt zu verrückten zehn Minuten. Nur 15 Sekunden später war es C.J. Stretch, der Jaroslav Hübl zum 6:3 überwinden konnte. Wiederrum nur 73 Sekunden später stand es 7:3. Fabjon Kuqi setzte energisch nach und klaute die Scheibe. Calvin Pokorny nahm diese auf und traf mit einem strammen Schuss ins lange Eck. Der EVL gab sich jedoch keineswegs auf und Zach O´Brien ließ fünf Minuten vor Schluss das 7:4 folgen. Ein wenig Hoffnung für den EVL kam auf, als René Schoofs wenige Sekunden auf die Strafbank musste. Doch diese erstickten die Steelers im Keime. In Unterzahl erzielte Alex Preibisch binnen 31 Sekunden seinen Doppelpack. Beide Male wurde er mustergültig von Benjamin Zientek freigespielt. Beide zeigten, dass sie wohl die gefährlichsten Unterzahlspieler der Liga sind. Das 9:4 markierte den Schlusspunkt dieser durchaus kuriosen Partie.

Doppelpack Norman Hauner binnen 40 Sekunden. Doppelpack Alex Preibsich binnen 31 Sekunden – wohl einmalig in der DEL2 Geschichte. Jetzt heißt es Akkus aufladen und volle Konzentration auf den kommenden Freitag. Dann kommt es in der EgeTrans Arena zum Topspiel gegen den Tabellenführer aus Kassel. Auch dieses Spiel gibt es live bei Sprade.TV.

Bild: Timo Raiser / DEL2