Am heutigen Abend stand im Ellental das Baden-Württemberg-Duell gegen den Titelverteidiger auf dem Spielplan. Die Oberschwaben rangieren in der Tabelle derzeit auf Rang 4 und konnten an den 3 letzten Spieltagen jeweils die volle Punktzahl einfahren. Das Team von Trainer Tomek Valtonen verstärkte sich in der laufenden Hauptrunde zuletzt mit der Verpflichtung von Rob Flick und Michael Fomin. Die Steelers von Coach Hugo Boisvert blieben am vergangenen Wochenende hingegen punktlos und lagen vor dieser Begegnung mit 3 Punkten hinter den Towerstars. Trotz des weiterhin dezimierten Kaders standen die Vorzeichen bei den Gastgebern deutlich auf Wiedergutmachung.

Erstmals im Line-Up aus dem eigenen Nachwuchs war Simon Klatte und wieder zurück auf dem Eis Alex Preibisch, zwischen den Pfosten wurde mit Cody Brenner begonnen.

Nach dem Eröffnungsbully vor den 2886 Zuschauern nahmen beide Teams Fahrt auf und nach knapp einer Minute klingelte erstmals das Gestänge von Cody Brenner aufgrund einem Handgelenkschuss von Sören Sturm. Bei den Steelers bediente nur wenig später Brett Breitkreuz im Slot den freien Freddy Cabana, aber Olafr Schmidt auf dem Posten. Das Spiel im weiteren Verlauf recht schnell, jedoch die Defensivabteilungen auf beiden Seiten sicher und auch beide Torhüter fehlerlos. In der 13. Spielminute schnappte sich Beni Zientek das Spielgerät im eigenen Drittel, gab Gas und überwand Olaf Schmidt zum extrem wichtigen 1:0. Als Max Prommersberger wegen unnötiger Härte zuschauen musste, verteidigten die Hausherren clever. Kurz vor dem Ende der Strafe versuchte es Robin Just im Alleingang, aber Cody Brenner fuhr im letzten Moment seine Schoner aus. Kaum Vollzählig wurde aufgrund zu vieler Spieler auf dem Eis die nächste Strafe gegen die Schwaben ausgesprochen. Auch hier verteidigten die Steelers sehr gut ihr Drittel und erzeilten in Unterzahl fast den nächsten Treffer, aber Alex Preibisch verpasste nur knapp das Zuspiel von Rene Schoofs. Bei diesem Stand und 9 Sekunden verbleibende Überzahl für die Towerstars ging es in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt konnten zunächst die Steelers eine gute Chance verzeichnen und im Gegenzug streifte der Schuss von Jakob Svoboda die Latte des Steelergehäuses. Nach knapp fünf Minuten eine weitere Strafe gegen die Gastgeber, Max Prommersberger wurde wegen einem Stockschlag in die Box beordert. In Unterzahl verteidigen die Schwaben mit Leidenschaft und als es vor dem Tor von Cody Brenner richtig brenzlig wurde sicherte er souverän das Spielgerät und somit war ein Durchatmen möglich. Anschließend drückten die Towerstars auf den Ausgleich, jedoch die Tore fielen auf der anderen Seite. Erst drückte Dennis Swinnen den Puck nach guter Vorarbeit von Beni Zientek und Lukas Laub zur 2:0-Führung über die Ravensburger Torlinie und nur 11 Sekunden später versenkte Freddy Cabana die Scheibe unhaltbar in den Winkel zum 3:0 – nach diesem Treffer bebte die EgeTrans Arena. Die Towerstars reagierten und Tomek Valtonen nahm Olaf Schmidt vom Eis und brachte Marco Wölfl. Eine halbe Minute später bedankte sich Jakob Svoboda für ein Geschenk und vollendete zum 3:1. Die Oberschwaben suchten den Anschluss, aber die Defensive stand und Cody Brenner hielt mit starker Leistung seinen Kasten sauber. Auf der anderen Seite scheiterten Beni Hüfner, Chris Owens, Dennis Swinnen und Beni Zientek an Marco Wölfl, weshalb es beim Stand von 3:1 in die zweite Pause ging.

Das Schlussdrittel mit Chancen auf beiden Seiten und Cody Brenner musste immer wieder sein ganzes Können zeigen. Egal was die Ravensburger versuchten, er hielt sein Gehäuse sauber und war stets der unüberwindbare Fels in der Brandung. Tomek Valtonen nahm drei Minuten vor der Schlusssirene erstmals seinen Torhüter für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Nach einem Bully wiederholte er dies und hierauf chippte Dennis Swinnen die Scheibe aus dem Drittel. Beni Zientek beschleunigte nach vorne und versenkte die Scheibe nahezu unbehindert zum Endstand von 4:1 (57.) im verwaisten Ravensburger Gehäuse.

Spieler des Abends wurde bei den Ravensburgern Jakob Svoboda und unser bockstarker Cody Brenner.

Am Sonntag reisen die Steelers nach Bayreuth – Spielbeginn ist im Tigerkäfig um 17.00 Uhr.

Ralf Endres