Nur zwei Tage nach der Niederlage in Kassel hatten die Steelers im Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen die Chance diese wettzumachen. Gelingen musste dies ohne Kapitän Niki Goc, Eric Stephan, Fabian Ribnitzky und Cody Brenner. Aus Iserlohn war erneut Tim Fleischer mit dabei. Im Tor begann Stephon Williams, Youngster Anton Palmer saß als Backup auf der Bank. Zur Feier des 30. Jubiläum des Mauerfalls liefen die Ellentaler in speziell angefertigten Trikots auf.

Die Steelers legten vor den 2.157 Zuschauern mit jeder Menge Druck los und beschäftigten die Dresdner Defensive um Torwart Florian Proske mit jeder Menge Arbeit. Die dickste Chance hatte Chris Owens, der in der fünften Minute an Proske scheiterte. Die Ellentaler spielten auch in den Folgeminuten gut nach vorne, doch belohnen konnte man sich für den Aufwand in den ersten neun Minuten nicht. Das erste Mal gefährlich vor Stephon Williams wurde es kurz darauf, doch er behielt gegen Christian Kretschmann die Ruhe und hielt. Zum ersten Mal eingreifen mussten die Schiedsrichter Eugen Schmidt und Goran Noeller, als Tim Schüle einen Stockschlag beging und auf die Strafbank musste – Überzahl Dresden. Doch dies machte den Steelers nichts aus, denn ein Missverständnis der Sachsen nutzte Matt McKnight und machte sich auf und davon. Im Nachschuss traf er in Unterzahl zum 1:0! Wenige Sekunden darauf verpasste Benjamin Zientek den Doppelschlag. 44 Sekunden vor der ersten Sirene gab es die erste Strafe gegen die Gäste, es traf Dale Mitchell wegen Stockschlags. Die Chance zum zweiten Treffer war da, doch Florian Proske hielt stark und es ging mit dem 1:0 in die Kabinen.

Mit 1:16 Minuten Powerplay für Bietigheim auf der Uhr begann der zweite Abschnitt. Es dauerte nur 17 Sekunden, da spielten Matt McKnight und Lukas Laub die gesamte Eislöwen-Defensive schwindelig und Lukas Laub traf zum 2:0 – ein toller Treffer. Die zweite Strafe gegen Tim Schüle nur wenige Sekunden später nutzte Mario Lamoureux mit einem strammen Schuss zum 2:1-Anschlusstreffer. Die Antwort der Schwaben folgte prompt, denn es ging weiter mit einem Powerplaytor, als Elvis Biezais für Dresden draußen saß. Dennis Swinnen traf nach Zuspiel von Freddy Cabana und Norman Hauner zum 3:1. Bietigheim spielte weiter stark nach vorne und Florian Proske hatte alle Hände voll zu tun um den vierten Treffer zu verhindern. Bei Angriffen der Gäste stand die Defensive der Hausherren um Stephon Williams gut. Ein weiteres Powerplay für die Steelers gab es in der 36. Spielminute, da Toni Ritter wegen Behinderung raus musste. Hier war es erneut Dennis Swinnen, der mit seinem zweiten Tor des Abends auf 4:1 erhöhte. Der Treffer konnte nur fallen, da er sich zuvor in Basketball-Manier in die Höhe schraubte und die Scheibe abfangen konnte. Dies war zeitgleich der Zwischenstand nach dem zweiten Abschnitt.

Auch zu Beginn des letzten Drittels ließen die Schwaben nicht locker und allein Florian Proske war es zu verdanken, dass das Ergebnis nicht nach oben geschraubt wurde. Beide Mannschaften ließen noch Powerplaymöglichkeiten verstreichen, doch am Endergebnis von 4:1 änderte sich nichts.

Die Steelers zeigten sich gut erholt von der Mittwochs-Niederlage und tankten gutes Selbstvertrauen für das nächste schwere Spiel am Sonntag in Weißwasser.