Am heutigen Freitagabend stand das Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren auf dem Spielplan, die mit einem Auswärtssieg in Heilbronn im Rücken ins Ellental reisten. Die Steelers mussten mit Max Renner, Niki Goc, Benjamin Hüfner und Eric Stephan, gleich auf vier Verteidiger verzichten. Im Sturm fehlte weiter Benjamin Zientek. Doch die Mannschaft zeigte eine tolle Moral und gewann das enge Spiel mit 6:4.

Nur 14 Feldspieler und zwei Goalies standen auf dem Spielberichtsbogen auf der Bietigheimer Seite, beim ESVK waren es 18 Spieler und zwei Goalies. Cody Brenner kehrte ins Tor der Schwaben zurück und überzeugte gleich mit einer starken Leistung.  Bereits in der dritten Minute gingen die Steelers durch Riley Sheen in Führung. Kein gutes Omen eigentlich, denn immer wenn der Kanadier in der Anfangsphase traf, verlor man am Ende (Heilbronn und Ravensburg). Diesmal sollte es anders kommen – aber der Reihe nach. Die Hausherren dominierten die ersten Minuten und kamen zu guten Möglichkeiten. Mitten in diese Phase erzielte Branden Gracel den 1:1-Ausgleich. Die Joker kamen immer besser ins Spiel und der ehemalige Steeler Max Lukes traf mit einem starken Schuss in der 17. Minute zum 2:1 für sein Team. Dies war zeitgleich der Zwischenstand nach 20 Minuten.

Den besseren Auftakt in den Mittelabschnitt erwischten die Allgäuer, die da weitermachten, wo sie aufgehört haben – Druck auf das Tor der Steelers. Tyler Spurgeon traf in der 22. Minute zum 3:1 für Kaufbeuren. Die Ellentaler kämpften sich zurück ins Spiel und kamen zu guten Chancen. Doch bei diesen war entweder der gute Schlussmann des ESVK, Max Meier, Endstation oder man traf die Latte (Alex Preibisch) oder den Pfosten (Tim Schüle). Nichts desto trotz, erspielten sich die Mannen um Kapitän René Schoofs zurück ins Spiel. Lohn für die Mühen gab es in der 31. Minute. Tim Schüle wurde von Alex Preibisch und Matt McKnight kurz hinter der blauen Linie freigespielt. Der Verteidiger nahm Maß und traf zum 2:3-Anschlusstreffer. Sechs Minuten später war es Norman Hauner, der zum 3:3 traf. Seine Handgelenkrakete schlug unhaltbar ein. Der Auftakt zu den Hauner-Festspielen.

Das letzte Drittel war gerade einmal 36 Sekunden alt, da spielte C.J. Stretch trotz eines Fouls super Norman Hauner frei. Im Slot traf Hauner zum 4:3. Kaufbeuren drückte wieder aufs Gas und Markus Schweiger markierte das 4:4 in der 45. Minute. Das Spiel war kurz davor wieder zu kippen. Doch eine Strafe gegen Tyler Spurgeon viereinhalb Minuten vor Schluss entschied die Partie zugunsten der Schwaben. Im Powerplay war es wieder Norman Hauner, der mit seiner überragenden Schusstechnik zum 5:4 traf.  Kaufbeuren setzte im Anschluss alles auf eine Karte und Rob Pallin nahm seinen Goalie 55 Sekunden vor Ende vom Eis. Riley Sheen nutzte dies und traf zum 6:4-Endstand ins leere Tor.

Nach drei Niederlagen in Serie feiern die Steelers nicht nur einen Sieg, sondern durch die kurze Bank einen Sieg der Moral. Am Sonntag geht es nun gegen Bad Nauheim weiter, ehe am Dienstag die Heilbronner zum Derby ins Ellental kommen.

Bild: Timo Raiser / DEL2