Am heutigen Sonntag standen sich im Rahmen des sechsten Spieltags die Bietigheim Steelers und die Löwen Frankfurt im Ellental gegenüber. Für das Team von Coach Daniel Naud war es das 2.Heimspiel an diesem Wochenende, am Freitag unterlag man mit 3:5 den Lausitzern Füchsen. Die Löwen aus der Mainmetropole kamen mit dem ersten 3-Punkte-Sieg im Rucksack an die Enz gereist. Das Tor der Grün-Weiß-Blauen hütete Jimmy Hertel.

Er war es auch, der am heutigen Abend als erster der beiden Goalies ins Spielgeschehen einschreiten musste, nach einem etwas leichtfertig gespieltem Rückpass von Matt McKnight war die Nummer 92 der Steelers hellwach. Eine Minute später verlagerte sich das Spielgeschehen mit durchschlagender Wirkung auf die gegenüberliegende Seite. Tim Schüle zog kurz nach der blauen Linie ab, Patrick Klein im Tor der Gäste konnte nur mit dem Schoner klären und der im Slot goldrichtig lauernde Benjamin Zientek verwertete den Rebound eiskalt zum 1:0. Eine Minute später öffnete sich erstmals die Strafbanktür in der EgeTrans Arena, Max Prommersberger musste wegen Beinstellens den Gang in die Kühlbox antreten. In den folgenden 2 Minuten ließ das Team aus der Mainmetropole den Puck zeitweise wie am Reißbrett durch die Steelers-Defensive zirkulieren, doch die dezimierten Schwaben konnten den Ausgleich verhindern, Bei Fünf gegen Fünf gab es in der Folge Chancen auf beiden Seiten, zuerst scheitere Eduard Lewandowski nach einem Zuspiel von Darren Mieszkowski an Jimmy Hertel, auf der anderen Seite blieb der Schuss von Bietigheims Kapitän Nicolai Goc in den Füßen eines Frankfurter Verteidigers hängen. Höchste Alarmstufe für den Kasten von Jimmy Hertel herrschte in der 11.Minute, als Frankfurts 2.Reihe im Zusammenspiel von Landon Ferraro und Sebastian Collberg für große Gefahr sorgte. In der 12. Spielminute zündete Alex Preibisch seinen Turbo, ließ über die rechte Seite angreifend seinen Gegenspiele Kyle Wood nur die Zuschauerrolle und schoss aufs Tor. Erneut musste Patrick Klein im Gehäuse der Löwen den Puck prallen lassen, der Rebound landete direkt vor den Füßen des mitgelaufenen Brett Breitkreuz, der sich nicht zweimal bitten lies und zum 2:0 einnetzte, 13 Minuten waren da gespielt. Glück hatten die Bietigheimer kurze Zeit später, als die Gäste einen Angriff starteten und Jimmy Hertel grenzwertig das Tor verschoben hatte, eine Situation bei der sich der Schlussmann sicherlich nicht hätte beschweren können, wenn die Unparteiischen dies mit 2 Minuten wegen absichtlichem Torverschiebens geahndet hätten. In der Schlussphase des ersten Spielabschnitts sollte sich die Torquote noch erhöhen. Zunächst stellte Tim Schüle mit einem Flachschuss von der blauen Linie im Powerplay auf 3:0 (16.), eine Minute vor Ertönen der Pausensirene verkürzte Darren Mieszkowski nach einer sehenswerten Eins gegen Eins Situation auf 3:1.

Einen Blitzstart ins 2.Drittel erwischten die Steelers Dank Norman Hauner, der nach exakt 12 Sekunden mit einem Schuss ins lange Eck das 4-1 erzielte. Dies war dann wohl auch der Grund, dass Frankfurts Coach Olli Salo sein Team per Auszeit an die Bande beorderte. In den folgenden 10 Spielminuten verlief die Partie relativ unspektakulär, keine Strafen, keine Highlights. Dies änderte sich jedoch in Minute 31! Nach einem Torschuss der Gäste blieb der Puck vor dem Tor der Steelers liegen, wo Frankfurts Martin Buchwieser als Schnellster reagierte und aus dem Gedränge heraus den Treffer zum 4:2 markierte. Doch dieser Spielstand hatte nicht lange Bestand. Benjamin Zientek sorgte mit seinem 2.Treffer an diesem Abend für eine erneute 3-Tore Führung, bis das 5:2 jedoch offizielle Anerkennung fand, war ein Videobeweis notwendig.

Der Schlussabschnitt spiegelte zunächst das Motto „Die einen mussten nicht, die anderen konnten nicht“ wider. Einer der wenigen Höhepunkte dieses Spielabschnitts war das Gerangel zwischen René Schoofs und Mike Mieszkowski, in dessen Folge der Frankfurter frühzeitig den Genuss einer warmen Dusche genießen durfte. Der Rest war Statistik, zunächst schraubte Brett Breitkreuz mit einer schönen Einzelleistung per Rückhandschuss das Ergebnis auf 6:2 (56.), ehe Max Prommersberger gut 2 Minuten vor Spielende den Endstand zum 7:2 markierte.

Das nächste Spiel bestreiten die Bietigheim Steelers am kommenden Freitag, den 27.11.20 um 20:00 Uhr. Dann sind erneut die Dresdner Eislöwen zu Gast, die Partie wird wieder live auf Sprade.tv übertragen.

Bericht: Sebastian Marjan

Bild: Timo Raiser / DEL2