Gestern begann im Ellental die lang ersehnte Eiszeit. Zum Auftakt der Vorbereitung war der DEL-Vertreter aus Schwenningen zu Gast in der EgeTrans Arena. Beim neu formierten Team von Steelers Coach Hugo Boisvert fehlten Tim Schüle und Alexander Preibisch. Mit von der Partie waren vom Kooperationspartner aus Iserlohn Tim Fleischer und Tobias Schmitz. Im Tor spielte Neuzugang Stephon Williams 60 Minuten durch und hinterließ einen starken ersten Eindruck.

Die Arena war zum Auftakt mit 2.750 Zuschauern sehr gut besucht. Unsere Gäste brachten mit ca. 600 Fans eine beachtliche Anzahl mit. Die Partie wurde von den Hauptschiedsrichtern Christian Oswald und Marcus Brill geleitet und begann in der zweiten Minute mit einer Strafe gegen Lukas Laub. In Unterzahl hatte Freddy Cabana bei einem Konter die Chance zur Führung, er scheiterte jedoch an Dustin Strahlmeier im Tor der Wild Wings. In der restlichen Unterzahl präsentierte sich die Defensive inklusive Goalie sehr sattelfest und ließ nichts zu. Die Steelers spielten mit dem DEL-Club munter mit und Norman Hauner verpasste knapp die Führung. In der achten Minute mussten mit Boaz Bassen und Alex Weiß gleich zwei Schwenninger auf die Strafbank. Kurz darauf konnten die Ellentaler bei angezeigter Strafe gegen die Schwäne sogar kurzzeitig in dreifacher Überzahl spielen. Die Scheibe lief gut und Norman Hauner hatte bei seinem Pfostentreffer leider das Glück nicht auf seiner Seite, so dass die Schwarzwälder diese heikle Situation überstanden. Als Lukas Laub das zweite Mal auf die Kühlbox musste und die Gäste wieder komplett waren, nutzte man die kurze Überzahl zur Führung. Einen schönen Spielzug schloss der Schwede Andreas Thuresson zum 0:1 ab – keine Chance für Stephon Williams im Tor. Die Führung dauerte jedoch nur 98 Sekunden an, denn in der 14. Minute ließ Tim Fleischer die Scheibe für Max Lukes liegen und der Stürmer traf trocken zum 1:1-Ausgleich. Als Eric Stephan in der 19. Minute wegen Haltens hinausgestellt wurde, war es Jamie MacQueen, der 35 Sekunden vor der ersten Pause die erneute Führung für die Wild Wings erzielte.

Zu Beginn des Mittelabschnitts war es Stephon Williams zu verdanken, dass die Schwarzwälder nicht den nächsten Treffer erzielten. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe und kamen zu guten Möglichkeiten. Die beste für die Bietigheimer vergab im Powerplay Benjamin Zientek, der in Dustin Strahlmeier seinen Meister fand. Im Anschluss an diese Aktion war sein Arbeitstag beendet und der ehemalige Steelers-Goalie Ilya Sharipov nahm den Platz zwischen den Pfosten ein. Die Gäste wollten zur Mitte des Spiels das Zepter in die Hand nehmen, doch die Defensive der Steelers stand sehr gut und vorne setzte man immer wieder Nadelstiche. Ein Treffer fiel auf beiden Seiten nicht mehr, so dass es mit dem 1:2-Rückstand aus Bietigheimer Sicht in den Schlussabschnitt ging.

Hier hatte Julian Kornelli zu Beginn den dritten Schwenninger Treffer auf der Kelle, doch Stephon Williams machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Das Spiel war weiter ausgeglichen. Zehn Minuten vor dem Ende nutzten die Steelers einen Scheibenverlust der Gäste zum Ausgleich. René Schoofs und Tim Fleischer erkämpften sich die Scheibe und setzten Max Lukes in Szene, dieser bleib erneut eiskalt und schnürte seinen Doppelpack – 2:2! Im Anschluss drängten die Schwarzwälder auf den Siegtreffer, der in der regulären Spielzeit aber nicht mehr fiel. Nach 60 Minuten stand es leistungsgerecht 2:2.

In der Overtime dauerte es gerade einmal 35 Sekunden, ehe Andreas Thuresson nach einem Alleingang Stephon Williams überwand und zum 2:3-Siegtreffer einschoss.

Die Steelers hinterließen einen tollen ersten Eindruck und der Auftritt kann als sehr gelungen angesehen werden. Weiter geht es Freitag mit dem Auswärtsspiel bei den Zeller Eisbären in Österreich.