Am heutigen Freitagabend stand Spiel 1 der Best-of-3-Serie der Pre Playoffs auf dem Programm. Die Steelers empfingen den ESV Kaufbeuren. Die Mannschaft von Trainer Marc St-Jean konnte fast mit voller Stärke antreten, lediglich Dennis Swinnen und Tim Schüle fehlten. Lukas Laub kehrte nach langer Pause zurück und im Tor startete Stephon Williams. Die 2.473 Zuschauer in der EgeTrans Arena bekamen ein immens spannendes Spiel zu sehen, bei dem die Joker am Ende mit 3:4 das glücklichere Ende für sich hatten.

Das Spiel hatte von Beginn an Tempo und Pfeffer drin und bereits nach 65 Sekunden wurde Alex Preibisch von den Hauptschiedsrichtern Kevin Salewski und Volker Westhaus wegen eines Beinstellens in die Kühlbox geschickt. Im Powerplay schnappte sich Joey Lewis die Scheibe von Eric Stephan und bediente Sami Blomqvist. Der Finne ließ es sich nicht nehmen und traf zum 0:1. Die Antwort der Schwaben ließ nicht lange auf sich warten. Matt McKnight schickte Brett Breitkreuz, der passte stark in die Mitte und Myles Fitzgerald traf in der fünften Minute zum 1:1. Eine weitere Strafe gegen Alex Preibisch blieb diesmal ohne Gegentreffer. Die Ellentaler spielten nun mutiger nach vorne und setzten das Tor von Ilya Sharipov mehr unter Druck. Norman Hauner und Myles Fitzgerald scheiterten noch an Ilya Sharipov, doch in der 15. Minute war es Matt McKnight, der auf Zuspiel non Myles Fitzgerald zum 2:1 traf. Dies war zeitgleich der Zwischenstand nach den ersten 20 intensiven Minuten.

Die Anfangsphase des zweiten Abschnitts glich dem des Ersten. Eine Strafe gegen Benjamin Zientek führte zum 2:2 durch Joseph Lewis. Direkt im Anschluss durften die Steelers erstmals im Powerplay ran und sorgten für guten Druck, doch die Scheibe wollte nicht über die Linie. In der 28. Minute fiel nach einem Bully die erstmalige Führung für die Gäste. Florin Ketter schoss einfach mal in Richtung Tor und die Scheibe fand den Weg vorbei an Freund und Feind ins Tor – 2:3. Erneut drängten die Schwaben auf den schnellen Ausgleich, doch diesmal wollte er nicht fallen. In der 18. Minute gab es einen Fight zwischen Benjamin Hüfner und Alex Thiel, den der Steelers-Verteidiger für sich entschied. Beide erhielten 2+2+10 Strafminuten. Kurz vor der zweiten Sirene bekam Lukas Laub einen Schuss ins Gesicht und musste blutend vom Eis. Aufgrund des Blutes wurde die Pause vorgezogen.

Acht Sekunden vor dem Seitenwechsel erhielt Ilya Sharipov eine 5 Minuten + Spieldauerstrafe wegen eines Schlages mit der Stockhand. Der junge Jan Dalgic musste zwischen die Pfosten und die Steelers begannen den Schlussabschnitt mit 4:52 Minuten Überzahl. In Unterzahl hatte Daniel Oppolzer bei einem Break die Chance auf den vierten Treffer, doch Stephon Williams hielt bockstark. Auf der anderen Seite ließ Jan Dalgic einen Schuss prallen und Matt McKnight stocherte den Puck zum 3:3 über die Linie. Die Spannung nahm immer mehr zu. Der Druck der Steelers nahm zu und in der 53 und 54. Minute lag die Führung in der Luft, doch Jan Dalgic hielt mehrfach stark. Dies sollte sich rächen, denn 32 Sekunden vor Schluss stocherte Calvin Pokorny die Scheibe zum Endstand von 3:4 über die Linie. Der Jubel bei den ca. 200 mitgereisten Joker-Fans war riesig.

Die Steelers liegen in der Serie mit 0:1 zurück und müssen am Sonntag in Kaufbeuren gewinnen um die Serie zurück ins Ellental zu holen.