Begleitet von ca. 200 Fans ging es für die Steelers ins Spiel 2 gegen den ESV Kaufbeuren. Die Vorzeichen waren dabei einfach – bei Sieg kehrt die Serie ins Ellental zurück, bei einer Niederlage wäre die Saison zu Ende. Beim Team von Marc St-Jean kehrte Dennis Swinnen zurück in den Kader und im Tor startete wie am Freitag Stephon Williams. In der ausverkauften erdgas schwaben arena wurde der Joker Max Schmidle vor dem Spiel für sein 500. Spiel im Trikot des ESVK geehrt.

Die Schwaben starteten gut in die Partie und Benjamin Zientek setzte nach nur wenigen Sekunden den ersten Schuss nur knapp am Gehäuse von Jan Dalgic vorbei. Die beiden Hauptschiedsrichter Marcus Brill und Michael Klein gaben in der vierten Minute eine Strafe gegen Matt McKnight wegen Beinstellens. Die Joker spielten druckvoll, doch ein Treffer wollte ihnen auch nicht gelingen. Diesen besorgte Sami Blomqvist in der siebten Spielminute. Sein Schuss schlug zum 0:1 aus Sicht der Steelers ein. Die Ellentaler reagierten gut und spielten gut nach vorne, nur der Ausgleich fiel nicht. Als man in Überzahl ran durfte lag er in der Luft, doch Jan Dalgic hielt seinen Kasten sauber. Als Freddy Cabana die letzten zwei Minuten auf der Strafbank saß hatte Lukas Laub den Ausgleich auf der Kelle, doch sein Schuss knallte gegen die Latte. Dann war Pause.

Das Tempo im zweiten Abschnitt war von beiden Mannschaft hoch, ein Treffer fiel nicht. Auch nicht als Freddy CAbana in der 30. Minute zum zweiten Mal in der Kühlbox saß. Hier war es Stephon Williams der sein Team im Spiel hielt. Man war kaum komplett, da landete die Scheibe bei Mychal Monteith zentral vor dem Tor. Der Verteidiger schoss und der Puck rutschte Jan Dalgic durch die Schoner zum 1:1-Ausgleich. Nur wenige Minuten später erwischte es Mark Ledlin wegen eines hohen Stocks und die Steelers mussten erneut in Unterzahl ran. Jubilar Max Schmidle traf in Überzahl zum 1:2. Doch nur 36 Sekunden später setzte Matt McKnight Brett Breitkreuz in Szene und es stand 2:2 – sein Schuss war für Jan Dalgic nicht zu halten. Dies war zeitgleich der Zwischenstand nach 40 Minuten.

Im letzten Abschnitt waren beide Teams fokussiert keine Fehler zu machen. Die Schwaben hatten optisch gesehen ein wenig mehr vom Spiel, doch die Joker waren jederzeit brandgefährlich. Turbulent wurde es in der 52. Minute, als ein Schuss von Sami Blomqvis gegen die Latte klatschte. Im Anschluss gab es wilde Szenen im Torraum der Steelers und die Fans des ESVK sahen die Scheibe bereits hinter der Linie. Doch nach Studium des Videobeweises hatte der Puck die Torlinie nicht im vollen Umfang überquert. Drei Minuten vor dem Ende hatte Alex Preibisch den dritten Treffer vor Augen, doch sein Schuss flog am Tor vorbei. Als sich die eigentlich fast alle in der Arena auf die Verlängerung einstellten, schlugen die Joker nochmals zu. Ein langer Pass erreichte Joey Lewis, der sich auf und davon machte. Vor Stephon Williams blieb er cool und schoss 11 Sekunden vor Schluss zum Endstand von 2:3 aus Sicht der Steelers ein.

Durch den Sieg zogen die Allgäuer ins Viertelfinale ein und treffen ab Freitag auf Kassel. Für die Steelers ist die Saison vorbei und der Fokus richtet sich auf die Spielzeit 2020/21.

Bild: Benjamin Lahr / DEL2