Am gestrigen Fantalk im Vereinsheim Overtime des Fördervereins der Steelers nahmen sich ca. 70 Fans Zeit und hörten Geschäftsführer Volker Schoch sowie dem sportlichen Leiter Marc St-Jean aufmerksam zu. Wir haben den Fantalk für alle, die gestern nicht dabei waren zusammengefasst.

Rückblick auf die vergangene Saison:
Das Ende der Saison kam definitiv zu früh, was sich auch am geringeren Umsatz bemerkbar machte. Durch eine Reduzierung der Kosten (Personalkosten, Fahrzeuge, etc.) konnte man am Ende jedoch ein positives Ergebnis erwirtschaften.

Preisanpassung der Dauerkarten:
Insgesamt wurden bis zum 12.09. 1.433 Dauerkarten verkauft (davon 46 Sonn- und Feiertags Karten). Dies sind 114 Stück weniger als im Vorjahr. Nach der Saison hatte man ein Rückgang von 10% bei den Dauerkartenverkäufen eingeplant, am Ende waren es 7,7%. Durch die Preisanpassung erwirtschaftete man jedoch 3,7% mehr Umsatz bei den Verkäufen als in der letzten Saison. Hier dankt Volker Schoch allen Fans, die sich ein Saisonticket gekauft haben. In der Aufstiegssaison 2020/21 wird es keine Preiserhöhung für die aktuellen Dauerkartenbesitzer geben, die Preise bleiben gleich, was bei den anwesenden Fans sehr gut ankam.

Onlineshop:
Dieser ist seit zwei Tagen online und die ersten Bestellungen sind bereits angekommen. An diesem wird weitergearbeitet und Anpassungen werden vorgenommen. Er wird jedoch bislang sehr gut angenommen. In diesem Zug sprach Volker Schoch an, dass es sehr schwer ist, vor allem in den sozialen Medien, auch mal eine Anerkennung für die Arbeit der Organisation zu bekommen. Man hat das Gefühl, dass Fans zuhause sitzen und nur darauf warten bis ein Fehler oder ähnliches passiert, um diesen sofort anzuprangern. Wo Menschen arbeiten, passieren auch mal Fehler. Kritik ist immer willkommen und gewünscht, man sollte jedoch dabei immer fair bleiben.

Sponsoren:
Hier gibt es einen kleinen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Über die laufende Saison wird sich dies wohl wieder ausgleichen, da man im Moment in Verhandlungen mit neuen Partnern ist. Es wurden im Sommer 777 Firmen kontaktiert und eingeladen, die Rücklaufquote ist sehr gut und man verspricht sich hier neue Partnerschaften.

Kader:
Man hat bewusst auf einen vierten Ausländer verzichtet, als man die Chance hatte Lukas Laub zu verpflichten. Einen ausländischen Spieler unter der Saison zu verpflichten ist weitaus einfacher, als einen guten Deutschen Akteur. Eine gute Mannschaft definiert sich durch Qualität nicht durch Nationalität. Fabian Ribnitzky hat den von der Liga geforderten Förderlizenzvertrag bekommen. Der Kader wurde im Vergleich zur Vorsaison im Schnitt um zwei Jahre verjüngt. Bei den Kader-Kosten ist man im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Dennoch könnten viele unserer Spieler woanders mehr Geld verdienen, in Bietigheim kann man aber etwas erreichen. Auch das Umfeld wie die Stadt Bietigheim und die Region, sowie der familiäre Zusammenhalt in der ganzen Organisation ist ein Punkt, der für die Entscheidung für die Steelers eine Rolle spielt. Weiter wurde das Kapitänsteam bestimmt. Das „C“ trägt weiter Niki Goc, als Assistenten fungieren René Schoofs und Alexander Preibisch. Mit Andrew Hare wurde ein Torwarttrainer verpflichtet, der einmal die Woche mit den Goalies arbeitet. Die Zusammenarbeit läuft super und durch interne Sparmaßnahmen konnte man diese Verpflichtung kostenneutral umsetzt werden

 

Vorbereitung:
Diese verlief positiv, nur kann man sich davon nichts kaufen. Heute geht es los und da ist es egal wie man gespielt hat und gegen wen man gewonnen hat. Jetzt geht es um Punkte. Ein besonderer Dank ging an die Fans, welche die Steelers auf ihrer Europatour begleitet haben. Es war sehr schön über die heimischen Gesänge zu hören. Die Spieler aus Iserlohn haben überzeugt, da diese leider im Moment vom Verletzungspech verfolgt werden, muss man schauen wie es in den kommenden Wochen weitergeht. Hier wird jeweils kurzfristig entschieden wer wo spielt. Die Zusammenarbeit ist jedoch sehr gut. Auch in der neuen Saison soll es zu Beginn und zum Abschluss ein Heimspiel gegen einen sehr attraktiven Gegner geben.

 

Kooperation mit dem VfB Stuttgart:
Hier haben die Spieler die Möglichkeit in der VfB Akademie ein sportbegleitendes Studium oder eine Ausbildung zu absolvieren. Dies dient auch als Perspektive für potentielle junge Neuzugänge für den SC und die Steelers. Man zeigt den jungen Leuten auf, was auch während oder nach der Karriere alles möglich ist und unterstützt dabei. Weiter schreibt der VfB alle seine Mitglieder an und wirbt für die Steelers. Bei einem Heimspiel werden daher 1.000 Plätze für VfB-Fans reserviert. Die Steelers sind zudem bei einem Montagabend Heimspiel eingeladen. Bei diesem werden wir im Stadion auch Werbung machen und so den VfB´lern den Bietigheimer Eishockeysport näherbringen. Weitere Aktionen mit dem VfB sind in Planung.

 

Torprämie:
Für jedes Tor spendet die Bäckerei Clement 10 Brezeln und GM-Fleisch 10 Weißwürste. Nach dem Ende der Hauptrunde wird es zu einem Samstagtraining der Mannschaft ein großes Weißwurstfrühstück für die Fans geben.

Weiterhin spendet Bitburger 10 Liter Bier je Treffer, welches am Fanfest ausgeschenkt wird.

Dann ging es mit den Fragen aus der Runde weiter:

Stephon Williams ist derzeit ein überragender Rückhalt – gibt es Pläne in länger zu halten?
Stephon ist nach Deutschland gekommen um sich natürlich auch für die DEL attraktiv zu machen. Er fühlt sich gemeinsam mit seiner Frau und seinem Hund hier jedoch so wohl, dass diese Gedanken erstmals in den Hintergrund gerückt sind. Er ist ein super Torwart und ein toller Mensch. Jetzt muss er sich über die Saison weg beweisen und dann sehen weiter. Wir sind aber dran.

Wie ist der Stand beim Abschiedsspiel Justin Kelly?
Leider kann das Spiel nicht an einem Samstag stattfinden, da eine Tanzveranstaltung in der Arena stattfindet, daher der Donnerstag. Es spielen zwei Teams 4×15 Minuten gegeneinander. Unter anderem mit dabei sein werden David Wrigley und Archie Skalbeck. Als Schiedsrichter wird Bastian Steingroß zurückkehren. Weitere Namen werden noch bekannt gegeben. Nach dem Spiel wird es mit den Teams ein Fest im Umlauf der Arena geben. Justin ist es wichtig, gemeinsam mit den Fans zu feiern und nicht unter sich zu bleiben. Ein wenig enttäuschend ist, dass bisher nur 84 Tickets (ohne Dauerkarten) verkauft worden sind. Hier geht definitiv noch mehr!

Wie lukrativ ist der clever fit – Deal (Topscorer-Helm)?
Der geschlossene Vertrag ist sehr attraktiv. Die Einnahmen gehen an die Liga um kostendeckend zu arbeiten. Überschüsse kommen allen Clubs in welcher Form auch immer zu gute. Der Deal ist aber wirklich hervorragend.

Mit Willie Corrin wurde nicht verlängert  – warum?
Willie hat die Steelers es als Zwischenstation gesehen auf seinem Weg in eine erste Liga. In der Slowakei hat er dies nun und er kann dort weitaus mehr Geld verdienen. Er wäre gern geblieben aber das Geld war der ausschlaggebende Punkt.

Zufriedenheit Sprade?
Ohne Halbfinale und Finale hatten wir gleichviele Übertragungen wie in der Meistersaison. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Axel Becker und seinem Team, die das wirklich hervorragend machen. Sprade.TV für uns eine super Darstellung nach außen und auch eine zusätzliche Einnahmequelle.

Wie sollen mehr Zuschauer in der in der Aufstiegs-Saison in die Arena gelockt werden?
Wir machen so weiter und bauen die Aktionen mit dem VfB aus. Nur sportlicher Erfolg bringt die Zuschauer in die Arena. Wir werden aber auch den Weg über die Stadtgrenzen hinaus gehen und haben mit der Kooperation mit dem VfB den Grundstein gelegt. Darüber hinaus wird es für den Zuschauer ab der Saison 20/21 auch attraktiver, wenn es um den Aufstieg geht, allein deshalb wird der ein oder andere neu hinzukommen oder wieder in die Arena pilgern.

Zum Schluss wurde die sehr gute Zusammenarbeit zwischen dem SC Bietigheim und den Steelers erörtert. Gemeinsam ist man dabei, den fünften Stern für Ausbildung junger Spieler zu bekommen. Dies macht die gesamte Organisation noch attraktiver für junge Talente.

Nach 90 Minuten war der angenehme Fantalk zu Ende. Wir danken dem Förderverein für die Überlassung der Räumlichkeiten und die Bewirtung. Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht.