Eislöwen – STEELERS
Dresdner Eislöwen
0:4
Bietigheim Steelers

Spielbericht

Am heutigen Sonntagabend fand in der Dresdner EnergieVerbund Arena Spiel 4 der Viertelfinalserie zwischen den Steelers und den Eislöwen statt. Die Sachsen wollten den Schwung aus dem Auswärtssieg vom Freitag mit in die Partie nehmen, die Schwaben waren mit dem Plan angereist, den Heimvorteil wieder mit ins Ellental zu nehmen. Bei den Steelers fehlte weiter Kapitän Niki Goc und auch Norman Hauner musste passen. Im Tor wechselte Trainer Hugo Boisvert wieder zu Ilya Sharipov.

Vor den 3.561 Zuschauern erwischten die Steelers einen Start nach Maß. Nach 1:11 Minuten traf Marcus Sommerfeld im Slot zum 1:0-Führung. Vorausgegangen war ein Schuss von Matt McKnight, welchen Marco Eisenhut nur nach vorne hat prallen lassen können. Der Jubel bei den ca. 70 mitgereisten Schwaben natürlich groß. Die Hausherren drängten im Anschluss auf den Ausgleich, doch die Ellentaler spielten clever und ließen wenig zu. Wenn doch was durchkam, war Ilya Sharipov zur Stelle. Glück hatten die Sachsen in der achten Minute, als ein Check gegen den Kopf von Sebastian Zauner gegen Tyler McNeely ungeahndet blieb. Der kanadische Stürmer spielte zwar weiter, musste aber bereits sechs Minuten vor Drittelende in die Kabine. Vier Minuten später ließen Pascal Grosse und Steven Rupprich die Handschuhe fallen und die Fäuste fliegen. Das Strafmaß war wie der Fight – ausgeglichen. Beide erhielten 2+2+10 Strafminuten. Das erste Powerplay pfiffen die Schiedsrichter Carsten Lenhart und Patrick Gogulla in der 14. Minute für die Eislöwen, da Matt McKnight wegen Behinderung in die Kühlbox geschickt wurde. Die Schwaben verteidigten jedoch geschickt und überstanden diese Situation schadlos. Eine knappe Minute vor der ersten Pause verpasste Dennis Swinnen nach Pass von Marcus Sommerfeld den zweiten Treffer nur knapp, er scheiterte an Marco Eisenhut. Mit der knappen Führung für die Steelers ging der erste Abschnitt zu Ende.

Zu Beginn des Mitteldrittels kehrte Tyler McNeely zurück aufs Eis. Doch dies änderte sich nur drei Minuten später. Nach dem der Steelers-Angreifer einen Pass gespielt hat, wurde er von Tim Heyter sehr hart gecheckt. Mit dem Kopf prallte er gegen Bande und aufs Eis! Wir wünschen Tyler an dieser Stelle alles erdenklich Gute – komm schnell aber vor allem kerngesund wieder! Danke an das Dresdner Publikum, die zusammen mit den Steelers-Fans Tylers Namen skandierten – großartig. Mit Fünf gegen Fünf ging es weiter. Freddy Cabana hatte kurz nach dieser Aktion den zweiten Treffer auf der Kelle, doch nach tollem Pass von Alex Preibisch scheiterte er an Marco Eisenhut. Durch den Ausfall von McNeely musste Hugo Boisvert die Reihen erneut umstellen und es ging auf. Sein Team ließ weiter wenig zu und konnte sich auf Ilya Sharipov verlassen. Ab der 32. Minute wurden binnen 84 Sekunden Max Prommersberger und Bastian Steingroß hinausgestellt. Die Sachsen spielten 36 Sekunden in doppelter Überzahl, doch gegen die sehr gutstehenden Schwaben war nix zu holen. Als Max Prommersberger wieder auf dem Eis war, entschieden die Hauptschiedsrichter plötzlich auf Videobeweis – warum wird wohl ein Rätsel bleiben. Ein Schuss der Dresdner ging klar am Tor vorbei, dies sahen auch dann nach längerer Beratung die beiden Unparteiischen und es konnte weitergehen. Diese heikle Situation überstand man auch noch die letzten Sekunden. 55 Sekunden vor der zweiten Sirene fiel der zweite Bietigheimer Treffer. Dennis Swinnen setzte sich in der Ecke stark durch und traf per Schuss ins lange Eck zum vielumjubelten 2:0 für sein Team. Dies war zeitgleich der Zwischenstand nach 40 Minuten.

Das letzte Drittel begann furios. Bereits nach wenigen Sekunden hatten die Eislöwen den Torjubel auf den Lippen, doch im direkten Gegenzug flog Freddy Cabana an seinen Gegenspielern vorbei uns tunnelte Marco Eisenhut zum 3:0. Nur 32 Sekunden später steckte Dennis Swinnen die Scheibe wunderbar weiter auf Matt McKnight und der Goldhelm schob den Puck mit der Rückhand ebenfalls durch die Hosenträger des Eislöwen-Schlussmanns – 4:0 für Bietigheim! Zwei Tore in 58 Sekunden – ein Auftakt nach Maß. Dresdens Trainer Bradley Gratton nahm daraufhin seine Auszeit. Das erste Powerplay für Bietigheim gab es in der 42. Minute, da Georgijs Pujacs ein hoher Stock unterlief. Ausnutzen konnte man die Überzahl nicht. Die Schwaben spielten im Anschluss souverän und hatten Ilya Sharipov einen starken Keeper, der wenn es darauf ankam zupackte. Marcus Sommerfeld hatte die Möglichkeit nach tollem Zuspiel auf 5:0 zu erhöhen, doch Marco Eisenhut hielt gut. 128 Sekunden vor dem Ende gab es eine Strafe gegen Benjamin Zientek wegen Hakens. Dies nahm Jordan Knackstedt zum Anlass auf sich Aufmerksam zu machen und mischte sich nch dem Pfiff ein. Benjamin Zientek bekam eine Strafe wegen Hakens und nochmal eine wegen übertriebener Härte. Knackstedt musste ebenfalls wegen übertriebener Härte raus. Am Endstand änderte sich nichts mehr, so dass die Steelers sich das Heimrecht zurückholten.

Am Dienstag geht es nun um 20:00 Uhr in der EgeTrans Arena mit Spiel 5 weiter. Hier benötigt es jeden Fan um sich mit einem Sieg den ersten Matchpuck zu sichern! Kommt in die Arena und lasst uns GEMEINSAM alles für den dritten Sieg geben!

Patrick Jonza