STEELERS – Eislöwen
Bietigheim Steelers
2:3
Dresdner Eislöwen

Spielbericht

9:6 und 5:2 endeten die beiden bisher absolvierten Spiele der Viertelfinalserie zwischen den Bietigheim Steelers, jeweils ging das Heimteam als Sieger vom Eis. Heute Abend stand Spiel 3 der Serie in der EgeTrans Arena auf dem Plan. Steelers Coach Hugo Boisvert musste wie bereits am vergangenen Sonntag in Dresden auch dieses Mal auf Kapitän Niki Goc verzichten, im Tor erhielt heute Abend Silo Martinovic den Vorzug.

Keine Minute war gespielt, als René Schoofs mit einem Pass aus dem Eishockeylehrbuch Alex Preibisch mustergültig in Szene setzt, doch am Ende sollte Marco Eisenhut im Tor der Eislöwen etwas gegen das 1:0 haben und vereitelte die Chance in größter Not! Im Gegenzug kamen auch die Eislöwen zum ersten Abschluss, allerdings war dabei der Faktor Gefahr für das von Silo Martinovic gehütete Tor nicht ganz so groß. In der siebten Minute hatte Pascal Grosse, der erstmals in den Playoffs mit von der Partie war, eine gute Möglichkeit mit einem Schuss von der blauen Linie, doch auch hier war Eisenhut im Tor der Gäste zur Stelle. Zwei Minuten später ergab sich erstmals an diesem Abend ein Powerplay, bei bereits Vier gegen Vier musste Norman Hauner als zweiter Steelers Spieler vom Eis, doch das Penaltykilling der Hausherren funktionierte. Kaum war das Team von Coach Hugo Boisvert wieder komplett, bediente Dennis Swinnen seinen Nebenmann Marcus Sommerfeld, der aus kürzester Distanz ebenfalls am bis dahin bärenstarken Dresdener Schlussmann scheiterte. In der 15. Minute passierte es dann wie so oft im Sport, wenn man die Möglichkeiten Vorne nicht macht, bekommt man sie Hinten – Christian Billich traf zum 0:1.

Zu Beginn des 2. Drittels ereilte die Steelers dann die kalte Dusche. Mit der ersten Szene der Eislöwen vor dem Bietigheimer Tor im zweiten Abschnitt schlug Steelers-Schreck Jordan Knackstedt zu, 0:2 in der 25.Minute. Drei Minuten später ahndeten die Unparteiischen eine Behinderung von Willie Corrin, der deshalb für zwei Minuten auf die Strafbank musste, wieder einmal mussten aber konnten sich auch die Schwaben auf ihr Unterzahlspiel verlassen. Gute Chancen und ein Pfostenschuss hatte die Steelers dann ihrerseits wenige Minuten später bei eigenem Powerplay – ein Treffer wollte jedoch einfach nicht gelingen! In der 34. Minute dann Schrecksekunde für die Steelers und Alex Preibisch nach einem Foul das keiner im Eishockey sehen will – Konsequenz 2 + 10 Strafe gegen Timo Walther. Nach der foulbedingten Pause war Benjamin Zientek unmittelbar auf voller Betriebstemperatur und ließ sich selbst von zwei Dresdner Verteidigern bei angezeigter Strafe gegen die Gäste nicht aufhalten und ließ die Steelers Fans unter den 3.129 anwesenden Zuschauern in der EgeTrans Arena erstmals jubeln, 1:2 nach 34 Minuten. In der Folge wurde die Partie schärfer geführt und es kam immer wieder zu Nickligkeiten, die mehr oder minder allesamt durch das Hauptschiedsrichter-Duo als gesunde Härte eingestuft wurde.

Die erste Möglichkeit im Schlussabschnitt zum Ausgleich für die Steelers hatte Willie Corrin nach schöner Einzelleistung, doch am Ende stand erneut Marco Eisenhut richtig. Zwischen der 45. und 50. Spielminute konnten die Steelers vor allem durch die Reihe mit Alex Preibisch, Benjamin Zientek und McKnight kurzeitig Druck auf das Gästetor ausüben, der Ausgleichstreffer wollte jedoch nicht gelingen. Besser machten es die Gäste von der Elbe in der 53. Minute, Tom Knobloch netzte praktisch aus dem Nichts zum 1:3 ein! Zwei Minuten vor Ertönen der Schlusssirene erhöhte Ex-Steeler Dennis Palka gar auf 1:4. Hugo Boisvert setzte zum Ende alles auf eine Karte und zog die obligatorische Option, den Goalie gegen einen sechsten Feldspieler zu tauschen. Kurz vor Ende erzielte Dennis Palka dann per ENG den Endstand zum 1:5!

Das nächste Heimspiel der Steelers findet am kommenden Dienstag um 20:00 Uhr statt!

Sebastian Marjan