Heilbronner Falken – Steelers
Heilbronner Falken
3:5
Bietigheim Steelers

Spielbericht

Der heutige achte Spieltag der noch jungen DEL2 Saison führte das Team aus dem Ellental in die Kolbenschmidt Arena nach Heilbronn. Begleitet von gut 500 Fans galt es das erste Derby siegreich zu gestalten. An Motivation fehlte es den Steelers nach dem Sieg am Freitag gegen Bad Tölz sicher nicht, aber auch die Falken Ihrerseits mit einem guten Start in die Saison waren hoch motiviert. Das Trainergespann der Bietigheimer musste neben den Ausfällen von Shawn Weller und Tyler McNeely auch auf Ilya Sharipov verzichten. Als Backup stand Roman Steiger im Kader, zwischen den Pfosten startete Silo Martinovic.

Die erste Chance des Spiels gehörte den Hausherren in Person von Roope Ranta. Der Goldhelm der Unterländer scheiterte an Silo Martinovic. Für die Schwaben setzten Nikolai Goc und Marcus Sommerfeld das erste Ausrufezeichen. Der von Marcus Sommerfeld abgefälschte Schuss streifte knapp am Pfosten vorbei. Danach wieder die Kätchenstädter mit zwei guten Abschlüssen, Silo Martinovic jedoch gut aufgelegt mit starken Reaktionen. Auch Mirko Pantkowski auf der anderen Seite konnte sich über Gelegenheiten sich auszuzeichnen nicht beklagen. Nacheinander scheiterten Alex Preibisch, Dennis Swinnen und Freddy Cabana. In der siebten Spielminute dann die erste Strafe des Spiels gegen den Heilbronner Markus Eberhardt wegen Stockschlags. In einem flott vorgetragenen Powerplay konnten Marcus Sommerfeld doppelt und Willie Corrin die Chancen nicht nutzen. Im Anschluss an die Überzahlsituation nahmen die Schwaben das Heft des Geschehens mehr und mehr in die Hand. Kevin Lavallée prüfte noch mal Silo Martinovic mit einem verdeckten Schuss, dann schlugen die Steelers eiskalt zu. Norman Hauner mit viel Speed über rechts packte den Hammer aus und Mirko Pantkowski war erstmals geschlagen. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt knapp zwölf Minuten. Die große Möglichkeit auf den Ausgleich vergab Justin Kirsch aus dem Slot. Denkbar knapp flog das Spielgerät am Kasten der Gäste vorbei. In der 16. Spielminute dann Bully im Drittel der Hausherren. Die Scheibe gelangte vom Anspielpunkt zu Benny Hüfner der von rechts kommend durch die Rundung um das gegnerische Gehäuse fuhr und Matt McKnight im Slot mustergültig bediente. Der Goldhelm hatte keine Mühe zum zweiten Bietigheimer Treffer einzuschieben. Silo Martinovic hatte in den folgenden Minuten etwas mehr zu tun, war aber nicht zu überwinden. Schlusspunkt unter das erste Drittel setzte ein Pfostenkracher von Yannick Wenzel. Mit der aus Bietigheimer Sicht verdienten Führung ging man in die erste Pause.

Abschnitt zwei begannen die Steelers druckvoll. Hatten Matt McKnight und Benny Zientek den dritten Treffer schon auf dem Schläger zündete unser „Preibo“ in der 24. Spielminute den Turbo. Unter Bedrängnis in der Vorwärtsbewegung spitzelte Matt McKnight erst zu Marcus Sommerfeld bevor dieser die Hartgummischeibe zu Alex Preibisch durchsteckte. Selbiger nahm Fahrt auf und erzielte Tor Nummer drei für Bietigheim. Die Gäste weiter Herr im Hause und Willie Corrin frei vor Mirko Pantkowski. Der Abschluss verfehlte jedoch sein Ziel. Der Trainer der Falken nahm darauf eine Auszeit um nochmals auf sein Team einzuwirken. Zu nah waren die Bietigheimer am vierten Treffer und die Heilbronner spielerisch völlig aus dem Takt. Gespielt waren 28 Minuten. In der gleichen Spielminute dann erneut Strafe gegen Heilbronn. Greg Gibson pausierte wegen Stockschlags für zwei Minuten, am Spielstand ändern sollte sich nichts. In der 31. Spielminute dann Strafe gegen Justin Kirsch wegen des gleichen Vergehens. Norman Hauner mit einem satten Schuss aus dem Handgelenk den Mirko Pantkowski parierte und Yannick Wenzel, auf Zuspiel von Benny Zientek, der knapp vorbeizog, hatten die größten Chancen auf Treffer Nummer vier. Dieser sollte dann gut vier Minuten vor der zweiten Sirene fallen. Max Lukes über links mit dem Schuss den der Heilbronner Goalie nur prallen lassen konnte. Auch der Nachschuss von Willie Corrin prallte ab, landete aber erneut vor dem Schläger des US-Boys. Im zweiten Anlauf konnte der offensiv starke Verteidiger dann auf 4:0 aus Sicht der Steelers erhöhen. Zwei Minuten später checkte Alex Preibisch Greg Gibson in die Bande worauf der Arm des Hauptschiedsrichters nach oben ging. Bei angezeigter Strafe tauschten die Beiden gerade genannten noch die körperlichen Visitenkarten, was Beiden eine 2 + 2 minütige Strafe einbrachte. Durch die Strafe für den Check zuvor die Hausherren dadurch mit einem Mann mehr auf dem Eis. Diesen Umstand nutzen die Falken nach gerade einmal 34 Sekunden im Powerplay gekonnt. Schnell lief die Scheibe durch die Reihen und Roope Ranta hatte am Ende keine Mühe auf 1:4 zu verkürzen. 14 Sekunden später lag die Scheibe im Slot vor dem Bietigheimer Kasten. Viel Verkehr herrschte und Freund und Feind versuchten an das Spielgerät zu kommen. Am Ende war es Tim Bernhardt der die Scheibe unter Kontrolle bringen und einnetzen konnte. Das 2:4 stellte dann auch den zweiten Pausenstand dar.

Der Schlussabschnitt begann mit Chancen auf beiden Seiten ohne jeweils zwingend zu agieren. In der 46. Spielminute dann Strafe gegen Marcus Sommerfeld wegen Beinstellens. Gut verteidigte die Box der Bietigheimer. Max Prommersberger kam an die Scheibe, spielte auf Marcus Sommerfeld und der sah das Alex Preibisch sich auf und davon machte. Turbo Preibo lies zwei Heilbronner wie Statisten stehen, verlud noch Mirko Pantkowski und krönte die tolle Aktion mit seinem zweiten Treffer am heutigen Abend. Im gleichen Unterzahlspiel hatten die Gäste noch eine Chance auf den zweiten Shorthander, Max Prommersberger jedoch brachte das Spielgerät beim Zwei auf Eins Konter nicht an Mirko Pantkowski vorbei. Knapp zehn Minuten waren noch auf der Uhr als Max Prommersberger den einschussbereiten Heilbronner nur durch ein Foul stoppen konnte. Auch in diesem Powerplay brauchten die Falken nur 30 Sekunden und Justin Kirsch verkürzte mit einem satten Schuss unter die Latte auf 3:5. Silo Martinovic in den weiteren Minuten unter Belagerung aber mit all seiner Ruhe und Klasse nicht mehr zu überwinden. Daran änderte auch der Einsatz eines sechsten Feldspielers anstelle von Mirko Pantkowski nichts. Dieser verließ zweieinhalb Minuten vor Ende der Partie seinen Kasten. Es blieb beim 3:5.

Verdient entführen die Steelers die drei Punkte aus Heilbronn. Weiter geht es für die Steelers am kommenden Freitag um 20.00 Uhr gegen die Roten Teufel aus Bad Nauheim.

Bernd Mast