Steelers – Tölzer Löwen
Bietigheim Steelers
6:3
Tölzer Löwen

Spielbericht

Im dritten Heimspiel binnen sechs Tagen waren in der EgeTrans Arena die Tölzer Löwen zu Gast im Ellental. Für den amtierenden Meister aus Bietigheim galt es zurück in die Erfolgsspur zu kommen. Die Voraussetzungen waren jedoch nicht die besten, den mit Tyler McNeely, Shawn Weller und Fabjon Kuqi waren drei Spieler nicht im Aufgebot. Auch von den Kooperationspartnern war niemand zur Unterstützung ins Schwabenland angereist. Im Tor der Steelers begann heute erneut Ilya Sharipov.

Die Anfangsminuten waren von einem hohen Tempo geprägt und in der dritten Minute rettete Ilya Sharipov mit einer Glanztat gegen Johannes Sedlmayr. Im Gegenzug spielte Freddy Cabana einen Traumpass auf Marcus Sommerfeld, der Ben Meisner im Tor der Gäste keine Chance ließ und zum 1:0 traf! Die Tölzer spielten weiter munter nach vorne und erneut war es der Steelers-Schlussmann, der stark gegen Andreas Pauli parierte. Die erste Strafe des Spiels sprachen die beiden Hauptschiedsrichter Roland Aumüller und Dominik Erdle in der siebten Minute aus. Es traf Bastian Steingroß wegen Behinderung. In diesem Überzahlspiel kamen die „Buam“ durch einen harten und platzierten Schuss ihres Goldhelms Kyle Beach zum 1:1-Ausgleich. Doch die Hausherren ließen sich dadurch nicht beirren und spielten weiter nach vorne. In der 14. Minute wurde der Einsatz belohnt. Matt McKnight bearbeitete seinen Gegenspieler so, dass dieser die Scheibe an Marcus Sommerfeld verlor. Dieser reagierte blitzschnell und setzte Alex Preibisch in Szene, der Stürmer drosch den Puck humorlos mit der Rückhand in den Winkel und sorgte für die zweite Führung des Abends. Kurz darauf gab es die erste Strafe gegen die Gäste, raus musste Yannick Drews. Es dauerte nur 26 Sekunden ehe es wieder im Tölzer Tor klingelte. Nach Schuss von Willie Corrin stand Freddy Cabana goldrichtig und netzte zum 3:1 ein! Die Schwaben drängten noch vor der ersten Sirene auf den vierten Treffer und bekamen 24 Sekunden vor Schluss noch ein Powerplay zugesprochen, da Kapitän Philipp Schlager wegen Stockschlags hinausgestellt wurde. An der 3:1-Führung nach 20 Minuten änderte sich nichts mehr.

In Unterzahl hatten die Löwen durch Johannes Sedlmayr und Kyle Beach zwei gute Möglichkeiten zu Beginn des Mitteldrittels, doch Ilya Sharipov hielt glänzend. Das restliche Powerplay brachte diesmal nichts ein. Die Tölzer machten weiter Druck und kamen zu guten Chancen. Mitten in diese Phase hinein hatte der wieder bockstarke Alex Preibisch zweimal das vierte Tor für sein Team auf der Kelle. In der 28. Minute gab es die zweite Strafe gegen Philipp Schlager und Überzahl für Bietigheim. Die Scheibe lief hervorragend durch die grünen Reihen, lediglich Ben Meisner verhinderte den Einschlag der Scheibe und es blieb beim 3:1. Kaum komplett verhinderte Ilya Sharipov den zweiten Gegentreffer gegen Johannes Sedlmayr. Die Zweikämpfe wurden von beiden Mannschaften nun verbissener und intensiver geführt, das Tempo war weiter hoch. Dennis Swinnen hatte nach starker Einzelleistung eine gute Möglichkeit, scheiterte aber an Ben Meisner. Auf der anderen Seite nutzte in der 38. Minute Manuel Edfelder einen Abpraller zum 3:2-Anschlusstreffer. Dies war zeitgleich der Zwischenstand, mit dem es in das Schlussdrittel ging.

Nach einem Zusammenprall kurz vor Ende des zweiten Drittels blieb Ilya Sharipov in der Kabine und Silo Martinovic nahm den Platz zwischen den Pfosten ein. Die wieder um jeden Zentimeter Eis kämpfende Reihe um Dennis Swinnen, Norman Hauner und Yannick Wenzel sorgten für viel Alarm im Drittel der „Buam“, lediglich ein Treffer blieb ihnen verwehrt – doch nicht mehr lange! Dennis Swinnen stoß dann den Bock um! In der 48. Minute traf die Nummer 77 nach Pass von Norman Hauner mit einem Schuss ins lange Eck zum 4:2 – der erste Saisontreffer des Neuzugangs. 10 Minuten vor dem Ende musste der Tölzer Yannick Drews wegen Spielverzögerung für zwei Minuten raus. In diesem Powerplay gab es dann nochmal Strafe gegen Kyle Beach, der Benjamin Zientek provozierte und eine mitgab, warum dann auch das „Opfer“ mit auf die Strafbank musste, bleibt ein Geheimnis. Einen interessierte das recht wenig, nämlich Matt McKnight. Der Goldhelm nahm nach Pass vom starken Max Lukes Anlauf und zimmerte den Puck zum 5:2 in die Maschen! 6:50 Minuten vor Schluss traf es dann René Schoofs wegen Stockschlags und er nahmen Benjamin Zientek Platz. Eine Sekunde vor Ablauf der Strafe trafen die Gäste durch Andreas Pauli zum 5:3. Norman Hauner konnte kurz darauf nach toller Kombination über Max Prommersberger und Dennis Swinnen nur durch einen Stockschlag gestoppt werden und es gab nochmal Powerplay. In diesem nutzte Freddy Cabana einen Aussetzer von Ben Meisner zum 6:3, als der Goalie hinter dem Tor die Scheibe verlor. Dies war zeitgleich der Endstand.

Die Steelers können wieder gewinnen und gehen so mit einem sehr positiven Ergebnis im Rücken am Sonntag ins Derby gegen Heilbronn.

Patrick Jonza