Löwen Frankfurt – STEELERS
Löwen Frankfurt
5:4
Bietigheim Steelers

Spielbericht

Am heutigen „SuperSunday“ der DEL2 spielten die drittplatzierten Steelers beim Tabellenführer in Frankfurt. Der zweite aus Ravensburg gastierte beim Vierten in Weißwasser. Bei den Steelers kehrte Freddy Cabana nach langer Verletzung wieder in den Kader zurück, auch Ilya Sharipov war als Backup wieder dabei, im Tor startete Sinisa Martinovic. Max Lukes war heute nicht mit von der Partie.

Es waren keine 30 Sekunden gespielt, da schickten die beiden Hauptschiedsrichter Patrick Gogulla und Stefan Vogl Carter Proft wegen eines Stockschlags in die Kühlbox. In diesem Powerplay hatte Matt McKnight nach tollem Pass von Marcus Sommerfeld die große Chance zur Führung, doch Bastian Kucis im Tor der Löwen hielt stark. Es blieb beim 0:0. Auf der anderen Seite musste Alex Preibisch wegen Haltens in der sechsten Minute runter, doch auch hier wollte kein Treffer fallen. Als man nur wenige Augenblicke komplett war, ging es für Pascal Grosse wegen einer Spielverzögerung raus. In Unterzahl waren es Alex Preibisch und Matt McKnight, die einen starken Konter fuhren, doch wieder hielt Kucis gegen den Goldhelm der Schwaben stark. Der Rest war gutes Penaltykilling. In dem fairen Spiel gab es dennoch viele Strafen, die nächste erhielt Tim Schüle wegen Beinstellens, doch da auch Willie Corrin 51 Sekunden später wegen Hakens runter musste, war nicht viel mit Powerplay. Willie Corrin war es dann aber, der von der Strafbank kommend beinahe die Führung erzielte, doch seinen Alleingang parierte Bastian Kucis wieder stark. Als in der 17. Minute Freddy Cabana im gegnerischen Drittel hart gecheckt wurde, vollendeten die Löwen einen Konter zum =.1 aus Sicht der Steelers. Adam Mitchell bediente Carter Proft und dieser traf unhaltbar ins Tor. Nur 25 Sekunden stand es 0:2 – Dávid Skokan markierte per Direktschuss die doppelte Führung. Doch die Schwaben gaben nicht auf und kamen im Powerplay zum Anschlusstreffer. Matt McKnight überraschte Bastian Kucis im kurzen Eck und zimmerte die Scheibe zum 1:2 nach 20 Minuten unters Dach.

Der Mittelabschnitt begann mit Chancen für beide Teams, doch beide Torhüter hielten stark. In der 24. Minute setzten Shawn Weller und Tyler McNeely ihren Kollegen Norman Hauner in Szene. Der schnelle Stürmer tankte sich über außen durch und versenkte die Scheibe ins lange Eck zum 2:2. Der Treffer gab den Schwaben mehr Sicherheit und Max Prommersberger scheiterte mit seinem Schuss nur knapp an Bastian Kucis. In der 30. Minute tauchte wie aus dem Nichts Mike Fischer nach einem Querpass vor Silo auf, doch der Steelers-Schlussmann hielt bockstark. Doch nach dem anschließenden Bully führten die Hausherren erneut. Der Schuss von Max Faber flog an Freund und Feind vorbei zum 2:3 ins Netz. Keine Sicht und Chance für Silo. Wenige Augenblicke später musste René Schoofs wegen Haltens auf die Strafbank, doch das Penaltykilling der Ellentaler funktionierte gut. Wie gut die W-M-H-Reihe funktioniert zeigte sie in der 35. Minute. Tyler McNeely spielte Norman HAuner frei, sein Schuss sprang vom Innenpfosten direkt zu Shawn Weller (ein wenig Glück gehört dazu, muss man sich aber erarbeiten), der den erneuten Ausgleich erzielte. Da kurz darauf Silo Martinovic bravourös gegen Dávid Skokan hielt, blieb es beim 3:3 nach 40 Minuten.

Im Schlussdrittel war der Beginn erneut ausgeglichen, doch die qualitativ besseren Chancen hatten die Löwen, doch gegen Mathew Pistilli und Brett Breitkreuz hielt Silo klasse. Man seah beiden Teams an, dass niemand den ersten Fehler machen wollte. Doch es waren die Löwen, die ihn begannen. Norman Hauner erwischte Bastian Kucis auf dem falschen Fuß und schoss die Scheibe aus spitzem Winkel frech ins kurze Eck – 4:3 für Bietigheim. Die Hessen drückten daraufhin auf den Ausgleich, doch die Schwaben hielten gut dagegen. 2:25 Minuten vor dem Ende nahm Matti Tiilikainen seinen Goalie vom Eis – dies brachte den Erfolg. 109 Sekunden vor dem Ende war es Matthew Pistilli, der unhaltbar zum 4:4 einschoss. Das Topspiel ging in die Verlängerung, was nach 60 Minuten in Ordnung war.

Dort dauerte es lediglich 18 Sekunden, ehe Adam Mitchell zur Entscheidung traf. Einen Schuss konnte Silo Martinovic nicht festhalten und der Goldhelm drückte den Puck über die Linie.

Die Steelers bleiben durch den Punktgewinn auf Platz 3. Frankfurt bleibt Tabellenführer mit 92 Punkten, die Weißwasser auf Platz 2 ebenfalls haben. Die Ellentaler sind mit 90 Punkten Dritter, Ravensburg Vierter mit ebenfalls 90 Zählern. Bad Nauheim verlor in Heilbronn und ist mit der weitaus schlechteren Tordifferenz mit 87 Punkten Fünfter, einen Punkt vor Kaufbeuren, die Sechster sind.

Das letzte Wochenende der Hauptrunde verspricht also jede Menge Spannung! Unterstützt die Steelers im letzten Heimspiel der Hauptrunde am Freitag um 19:30 Uhr gegen Bayreuth!

Patrick Jonza