STEELERS – Ravensburg Towerstars
Bietigheim Steelers
4:1
Ravensburg Towerstars

Spielbericht

Am Tag der Bietigheimer Zeitung war der Tabellenzweite aus Ravensburg zu Gast in der EgeTrans Arena. Das Team aus dem mittleren Schussental ist seit Anfang Februar unter neuer Führung, Rich Chernomaz trat die Nachfolge von Jiri Ehrenberger an. In der Endphase der Hauptrunde zählt für beide Teams jeder Punkt im Kampf um die beste Ausgangsposition für die anstehenden Playoffs. Zusätzlich beträgt der Abstand der 6 Top-Teams in der Tabelle nur 7 Punkte, was für jede Menge Spannung in der restlichen Hauptrunde sorgt. Die Steelers mit 3 Punkten Abstand zum vierten Platz und es war auch an der Zeit, die Hauptrundenbilanz gegen die Oberschwaben auszugleichen bzw. die erfolgreiche Heimserie fortzusetzen. Coach Hugo Boisvert musste weiterhin auf Freddy Cabana  verzichten und von unserem Kooperationspartner Nürnberg stand Pascal Grosse im Aufgebot – begonnen wurde mit Ilya Sharipov im Tor. Am vergangenen Mittwoch kehrte Eric Stephan, nach acht Spielen bei uns, wieder nach Nürnberg zurück; wir wünschen ihm und den Ice Tigers viel Erfolg im Kampf um die Playoff-Plätze.

 

Nach dem Eröffnungsbully vor den 2.895 Zuschauern die Gastgeber im Vorwärtsgang und bereits nach 25 Sekunden prüfte Tyler McNeely den Keeper der Gäste Jonas Langmann. Im Gegenzug musste auch Ilya Sharipov einen schnellen Konter von Robbie Czarnik parieren. Es war von Beginn an Pfeffer im Spiel und die Hausherren aber mit sichtlich mehr Zug zum Tor der Oberschwaben. Sie standen besser am Mann und auch das Forechecking war effektiver. So auch in der sechsten Spielminute konnte Norman Hauner nach Zuspiel von Shawn Weller sowie Tyler McNeely sich mit der Scheibe relativ unbedrängt im Slot bewegen und mit einem platzierten Handgelenkschuss traf er zur 1:0-Führung. Der Druck der Steelers weiter auf hohem Niveau, aber Ilya Sharipov musste trotzdem immer auf der Hut sein und sicherte souverän die Scheibe in seinem Torraum. Jedoch erneut ein schneller Angriff durch Robin Just und dessen Schuss prallte am Schoner von Ilya Sharipov auf die Kelle Mathieu Pompei, der zum Ausgleich (16.) verwandelte. Gute drei Minuten vor der Pausensirene verpasste Marcus Sommerfeld aus der Drehung nur knapp das Tor von Jonas Langmann. Nur kurze Zeit später erhielt Daniel Schwamberger eine Auszeit wegen Beinstellen. Das Überzahlspiel der Schwaben nicht schlecht, aber es fehlte einfach der Torerfolg. Die Uhr zeigte noch 52,2 Sekunden, als die Towerstars gerade wieder komplett waren behielt Dennis Swinnen im Torraum den Überblick und beförderte die Scheibe zur verdienten 2:1-Führung ins Tor von Jonas Langmann beförderte. Dieser Treffer wurde durch die Referees Christoffer Hartik und Benjamin Hoppe erst nach der Sichtung der Videoaufzeichnung anerkannt. So ging es mit der knappen, aber verdienten Führung in die erste Pause.

 

Den Mittelabschnitt begangen die Steelers mit deutlich mehr Druck und Geschwindigkeit. Nachdem Benjamin Zientek aus einer sehr guten Position nur äußerst knapp verpasste schnürten die Hausherren die Towerstars in ihrem Drittel über mehrere Minuten regelrecht ein und trotz 5 gegen 5 wirkte es wie ein Powerplay der Steelers. Dies zeigte Wirkung und nach Vorarbeit von Max Lukes und Willie Corrin vollstreckte Marcus Sommerfeld unhaltbar für Jonas Langmann zum längst fälligen 3:1. Nur wenig später durfte Maximilian Kolb nach einem Haken in die Box. In Überzahl scheiterte Shawn Weller an Jonas Langmann. Als auch noch Kilian Keller wegen einem Beinstellen vom Eis musste folgte 41 Sekunden eine doppelte Überzahl, was Hugo Boisvert zunächst einmal für ein Timeout nutzte. Auch in diesem Powerplay lief die Scheibe gut, aber es fehlte erneut der zählbare Erfolg, da sowohl Shawn Weller wie auch Max Lukes den Ravensburger Goalie nicht überwinden konnten. Die Gäste wirkten gehemmt in ihren Aktionen und nach einen Fehler von Jonas Langmann passte Matt McKnight auf den freien Alex Preibisch im Slot und der vollstreckte sicher zum 4:1. Erst in den letzten Minuten wurden die Gäste ein wenig agiler, aber Ilya Sharipov und seine Fanghand waren unbezwingbar bis zur zweiten Pausensirene.

 

Im Schlussabschnitt übernahmen die Gastgeber sofort wieder das Kommando auf dem Eis und waren immer einen Schritt schneller. In vielen Situationen wirkte es, als ob die Spieler der Towerstars dem Tempo der Ellentaler nicht folgen konnten. Es rollte fast 15 Minuten lang ein Angriff nach dem anderen auf das Ravensburger Gehäuse. Die Oberschwaben konnten sich bei ihrem Goalie Jonas Langmann bedanken, dass es in dieser Phase keine Tore gegeben hat. Erst als die Bietigheimer etwas vom Gas gingen, tauchten die Ravensburger vermehrt vor dem Tor von Ilya Sharipov auf, jedoch sollte bis zur Schlusssirene kein weiterer Treffer mehr fallen und die Begegnung endete mit einem verdienten 4:1-Sieg der Steelers.

 

Über weite Strecken des Spiels waren die Steelers die spielbestimmende Mannschaft und konnten ihren siebten Heimsieg in Folge feiern.

 

Spieler des Abends wurde bei den Towerstars Mathieu Pompei und bei den Steelers Max Lukes.

 

Am Sonntag reisen die Steelers in die Wetterau nach Bad Nauheim – Spielbeginn gegen die Roten Teufel ist um 18.30 Uhr.

 

Ralf Endres