STEELERS – Dresdner Eislöwen
Bietigheim Steelers
6:3
Dresdner Eislöwen

Spielbericht

Powerplay-Festival im Ellental – Steelers triumphieren gegen Dresden mit 6:3

Am gestrigen Abend stand in der EgeTrans Arena die Begegnung mit dem Tabellenachten aus Dresden auf dem Spielplan. In den verbleibenden zehn Spieltagen geht es in die entscheidende Phase im Hinblick auf die Playoffs/-down und bei den geringen Punktabständen ist noch vieles möglich – es bleibt auf jeden Fall bis zum Schluss spannend. Die Eislöwen von Trainer Brad Gratton nach einem schwierigen Beginn und nach einigen Veränderungen wieder auf einem guten Weg zu mehr Konstanz. Die Steelers wollten mit einem Sieg die Hauptrundenbilanz gegen Dresden ausgleichen und somit auch die wiedererstarkte Festung Ellental verteidigen. Im Team von Coach Hugo Boisvert fehlten hierzu Freddy Cabana und Silo Martinovic, Fabjon Kuqi und Robert Kneisler sind in Sonthofen und von unserem Kooperationspartner standen erneut Eric Stephan und Pascal Grosse im Aufgebot. Begonnen wurde mit Ilya Sharipov zwischen den Pfosten und als Backup stand erstmals aus eigenem Nachwuchs Anton Palmer auf dem Spielbericht.

Vor Beginn der Partie wurde an Gerd Reincke, welcher am Montag verstarb, gedacht. Anschließend ging es vor den 2.274 Zuschauern auf dem Eisoval recht schnell zur Sache und die erste gute Möglichkeit ging an die Hausherren, aber Norman Hauner verzog nur knapp. Nur eine halbe Minute später hatte Ilya Sharipov Glück, als Sebastian Zauner nur den Pfosten traf. Nach gerade mal neun gespielten Minuten wurden die ersten Strafen ausgesprochen: Jordan Knackstedt und Stefan Della Rovere sowie Benjamin Zientek nahmen auf dem Sünderbänkchen Platz. Die Schwaben in Überzahl schnell in der Aufstellung und nach 42 Sekunden bediente Bastian Steingroß mit einem genauen Pass Tyler McNeely und der verwandelte zielsicher mit einem Direktschuss zum 1:0. Die Steelers mit etwas mehr Spielanteilen, aber die Sachsen immer wieder brandgefährlich vor dem Tor der Bietigheimer und so konnte Timo Walther einen Abpraller zum 1:1 Ausgleich einnetzen. Nur etwa eine Minute später drehten die Gäste das Spiel und in Überzahl traf Harrison Reed zur 2:1 Führung der Dresdner. Dann folgten die letzten 103 Sekunden des ersten Drittels. Zunächst ging Christian Billich nach einem hohen Stock in die Box und nur 6 Sekunden später folgte ihm Nick Huard wegen Halten des Stocks. Die Schwaben erneut schnell in der Aufstellung und 39 Sekunden vor Drittelende vollendete Norman Hauner nach Zuspiel von Matt McKnight zum verdienten 2:2. Nach dem Bully die Steelers in Puckbesitz und kurz nach der roten Linie nahm Norman Hauner maß und überraschte Marco Eisenhut  mit einem satten Handgelenkschuss, welcher 1 Sekunde vor der Pausensirene zur 3:2 Führung im Tor der Dresdner einschlug. Die Schiedsrichter Nicole Hertrich und Tony Engelmann gaben den Treffer jedoch erst nach der Sichtung der Videoaufzeichnung.

Im Mittelabschnitt kamen die Gäste zunächst mit etwas mehr Druck aus der Kabine konnten aber die Defensive der Ellentaler nicht knacken. Das Spiel verlagerte sich wieder mehr in das Drittel der Eislöwen und es gab eine weitere Strafe gegen Steve Hanusch wegen Hakens. Bei einer Spielzeit von 26:26 traf unsere Nr. 26 Bastian Steingroß, der einen Pass von Matt McKnight direkt zum 4:2 verwandelte. Von da ab die Steelers mit hohem Druck nach vorne, gewannen viele Zweikämpfe, und erspielten sich hochkarätige Chancen bzw. schnürten die Eislöwen in ihrem Drittel ein. Einzig ein Tor wollte nicht fallen und hierfür konnten sich die Dresdner bei ihrem Goalie bedanken. Bei angezeigter Strafe gegen Steven Rupprich wegen unnötiger Härte ging es in die zweite Pause.

Der Schlussabschnitt begann mit Überzahl für die Hausherren und nach gerademal 16 Sekunden klingelte es im Kasten von Marco Eisenhut, als Tyler McNeely nach Zuspiel von Shawn Weller zur verdienten 5:2 Führung verwandelte. Aber auch dieser Treffer wurde erst nach der Sichtung der Videoaufzeichnung anerkannt. Kurz darauf  holte sich Benjamin Zientek mit einem schnellen Antritt die Scheibe hinter dem Gästetor und spielte einen präzisen Pass auf Matt McKnight, der aber konnte mit seinem Schlagschuss Marco Eisenhut nicht überwinden. Besser lief es dann in der 46. Spielminute und nach einem Zuspiel von Willie Corrin nagelte Marcus Sommerfeld das Spielgerät ins lange Eck zum 6:2. Die Dresdner nun wieder mit besserer Ordnung und mehr Bemühungen im Spielaufbau, aber die Steelers sicher  in der Defensive und der Rest war meist sichere Beute des starken Ilya Sharipov. Trotzdem konnte Steven Rupprich nach einem schnellen Spielzug noch zum 6:3 verkürzen (58.). Die letzten beiden Minuten wieder die Ellentaler im Vormarsch, aber sowohl Marcus Sommerfeld, wie auch Max Lukes und Dennis Swinnen scheiterten an Marco Eisenhut.

Durch ein überragendes Powerplay und einer sehr guten Mannschaftsleistung konnte am gestrigen Abend ein verdienter Sieg eingefahren werden.

Spieler des Abends wurde bei den Eislöwen Harrison Reed und bei den Steelers  Norman Hauner.

Am Sonntag reisen die Steelers nach Kassel – Spielbeginn gegen die Huskies ist um 18.30 Uhr.

Ralf Endres