ESV Kaufbeuren – STEELERS
ESV Kaufbeuren
4:3
Bietigheim Steelers

Spielbericht

Knappe Niederlage im Allgäu – Steelers unterliegen Kaufbeuren mit 3:4

Am gestrigen Dienstag gastierten die Steelers beim Tabellenvierten aus Kaufbeuren und wollten mit einem Sieg den Abstand auf einen Punkt verringern – leider ist nichts daraus geworden.

Im Tor der Schwaben startete vor den 2.427 Zuschauern Silo Martinovic, der wie alle anderen auch ein gutes Spiel beider Teams zu Beginn sah. Bereits nach 28 Sekunden verhängten die beiden Hauptschiedsrichter Cori Müns und Ulpi Sicorschi eine Strafe gegen Eric Stephan. Das Penaltykilling der Ellentaler funktionierte gut und es blieb bei 0:0. Auch als Willie Corrin hinaus musste, stand die Defensive sicher und ließ nur wenig zu. Die Bietigheimer erhielten im ersten Abschnitt ebenfalls zwei Mal die Chance in Überzahl was zu reißen, doch beide Situationen wurden nicht von Erfolg gekrönt, so dass es nach 20 Minuten torlos blieb.

Der zweite Abschnitt begann mit einem Paukenschlag in der 22. Minute. Gegen Branden Gracel hielt Silo noch stark, doch als Lubomir Stach nachstocherte und Sami Blomqvist die Scheibe über die Linie drückte, war der Steelers-Schlussmann machtlos – 0:1 aus Gäste-Sicht. Im direkten Anschluss verpasste Yannick Wenzel den Ausgleich nur knapp und die Schwaben starteten eine Druckphase. Mitten in diese verwerte Max Schmidle bei einem der wenigen Angriffe der Hausherren einen Abpraller zum 0:2 in der 28. Minute. Als in der 35. Minute Branden Gracel auf der Strafbank für den ESVK saß, fiel ein Tor, jedoch nicht eins für die Steelers. Ossi Saarinen nutzte einen Scheibenverlust in der Vorwärtsbewegung aus und traf freistehend zum 0:3! Im selben Powerplay klingelte es dann doch noch hinter Stefan Vajs. Willie Corrin nahm von der blauen Linie Maß und traf zum 1:3. Die Schwaben nahmen erneut Anlauf und wurden auch durch eine Strafe gegen Max Prommersberger nicht gebremst. In Unterzahl schickte Alex Preibisch Matt McKnight auf die Reise und dieser blieb vor Stefan Vajs eiskalt und traf zum 2:3-Anschlusstreffer. Dies war zeitgleich der Zwischenstand nach 40 Minuten.

Der ESVK trat im Schlussdrittel wieder mutiger auf und Silo hielt mit Paraden gegen Stach und Gracel sein Team im Spiel. Matt McKnight verpasste den Ausgleich in der 47. Minute nur knapp. Zwei Minuten musste Dennis Swinnen einen harten Check schlucken, blieb benommen auf dem Eis und musste anschließend in die Kabine. Eine Strafe gegen die Allgäuer gab es nicht. Kurz darauf musste Benjamin Hüfner wegen eines weitaus seichteren Checks für zwei Minuten runter, was für komplettes Unverständnis auf der Bank sowie auf dem Eis bei den Ellentalern sorgte. In diesem Powerplay tankte sich Toptorjäger Sami Blomqvist durch und traf zum 4:2. 2:55 Minuten vor Schluss nahm Hugo Boisvert seine Auszeit und Silo vom Eis. Der Druck auf das Gehäuse von Vajs wurde höher. In die Karten spielte den Schwaben eine Strafe gegen Max Schäffler wegen hohen Stocks. Mit zwei Mann mehr gelang dem wieder stark aufspielenden Benjamin Zientek der 3:4-Anschlusstreffer. Der Ausgleich lag in der Luft und wenn man ein Foulspiel gegen Willie Corrin in der Schlussminute gepfiffen hätte, wäre dieser womöglich auch gefallen. Doch es sollte nicht sein – in einem tollen Spiel zweier starker Mannschaften behielten die Kaufbeurer am Ende die Oberhand.

Patrick Jonza