Bayreuth Tigers
  • days
  • hours
  • minutes
Bietigheim Steelers Germany

Steelers verlieren den Krimi im Sahnpark mit 2:3 und kassieren erste Niederlage

Der vierte Spieltag bescherte den Steelers die Auswärtsfahrt zu den Eispiraten Crimmitschau nach Sachsen. Nach drei Siegen am Stück hatte das Team von Trainer Hugo Boisvert jede Menge Selbstvertrauen mit im Bus, der sicher und pünktlich im Sahnpark ankam. Neben Verteidiger Pascal Grosse war heute auch Stürmer Eugen Alanov vom Kooperationspartner aus Nürnberg mit dabei. Im Tor wurde wieder rotiert und Sinisa Martinovic erhielt an alter Wirkungsstätte seinen zweiten Einsatz der Saison.

Das Spiel vor den 1.535 Zuschauern, darunter ca. 50 aus Bietigheim, begann ohne den verletzten Toptorschützen der Eispiraten, Patrick Klöpper. Das Tempo war von Beginn an hoch und die Zweikämpfe wurden verbissen aber fair geführt. Einen Einstand nach Maß feierte beinahe Eugen Alanov, der nach toller Einzelleistung an Sebastian Albrecht im Tor der Sachsen scheiterte. Der Druck der Gäste nahm in der Folgezeit zu. Mitten in diese Phase musste Silo bei zwei Kontern sein ganzes Können gegen Patrick Pohl und Christoph Kabitzky zeigen. Die größeren Spielanteile in den ersten 10 Minuten hatten die Schwaben. Die erste Strafe des Spiels sprachen die Hauptschiedsrichter Roland Aumüller und Florian Feistl in der 12. Minute aus, es traf Benjamin Zientek wegen Stockschlags. Es dauerte gerade einmal 11 Sekunden, ehe Carl Hudson die Scheibe mit einem harten Schuss in den Winkel zimmerte – die Führung für die Hausherren. Der Spielverlauf dadurch ein wenig auf den Kopf gestellt. Shawn Weller und Benjamin Zientek hatten kurz darauf den Ausgleich auf der Kelle, doch Albrecht blieb beide Male Sieger. In der 15. Minute die verpassten Matt McKnight und Alex Preibisch die bis dato größte Möglichkeit auf einen Treffer, als beide nach einem Fehler der Piraten-Defensive das Gehäuse verpassten. Den verdienten Ausgleich erzielte in der 18. Minute erzielte Benjamin Zientek, der von Benjamin Hüfner überragend in Szene gesetzt wurde – ein Zaubertor und das 1:1. Den zweiten Treffer verpasste Tyler McNeely nach feinem Pass von Norman Hauner, so dass es mit dem Unentschieden in die erste Pause ging.

Zu Beginn des Mittelabschnitts hatten beide Teams die Chance auf das zweite Tor, doch Patrick McNally und Alex Preibisch verpassten knapp. Danach war es ein Spiel auf ein Tor, der Meister mit viel Druck, lediglich bei den Kontern musste man aufpassen, hatte dies jedoch im Griff. Ein super Save von Sebastian Albrecht nach klasse Kombination von Norman Hauner, Tyler McNeely und Shawn Weller verhinderte den eigentlich fälligen zweiten Treffer in der 28. Minute. Wenige Sekunden danach erhielten die Steelers die zweite Strafe gegen sich, es traf Willie Corrin wegen Stockchecks. Diesmal konnte man die zwei Minuten schadlos überstehen und erneut Anlauf in Richtung Tor der Hausherren nehmen. Wiederrum eine Strafe gegen die Ellentaler nahm den Schwung. Kapitän Niki Goc musste wegen Haltens in die Kühlbox. Einer Lampe gefiel diese Entscheidung überhaupt nicht und sie gab den Geist auf. Es war jedoch hell genug um weiterspielen zu können. Hier war es Silo Martinovic der zweimal stark hielt – es blieb beim 1:1. In der 37. Minute gab es das erste Powerplay für die Steelers, da Patrick Pohl wegen Stockschlags raus musste. Hier hatte Matt McKnight bei seinem Schuss Pech, er traf lediglich den Pfosten und Dennis Swinnen scheiterte am starken Albrecht im Tor. Kurz vor der zweiten Sirene wurde es nochmal hektisch vor Silo, der jedoch die Ruhe behielt. Mit der Schlusssirene erhielt Willie Corrin nochmals eine Strafe, so dass man mit einem Mann weniger in den Schlussabschnitt startete.

41 Sekunden waren gespielt, da musste auch Shawn Weller hinaus, zu Last gelegt wurde ihm ein Stockschlag. Da jedoch nur wenige Augenblicke der Eispirat Julian Talbot ebenfalls eine Strafe bekam, ging es mit viel Platz und Vier gegen Drei weiter. Hier war es Silo zu verdanken, dass man keinen zweiten Treffer schlucken musste – er hielt einfach stark. Beide Teams waren in der 44. Minute nur kurz komplett, denn wegen Hakens musste wieder ein Steeler raus – Max Lukes! Kaum war man komplett packte Silo den vielleicht bisherigen besten Save der Saison aus – mit der Kelle lenkte er die Scheibe noch über das Tor, obwohl er noch in der anderen Ecke war – was ein Ding! Das Strafzeiten-Festival ging indes munter weiter, denn Julian Talbot musste für Crimmitschau raus. Willie Corrin schnappte sich den Puck, fuhr ums Tor und bediente Marcus Sommerfeld. Dieser ließ aus kurzer Distanz nichts anbrennen und traf zum 2:1 für sein Team. Das ließen die Hausherren nicht auf sich sitzen und Christian Hilbrich hämmerte die Scheibe ansatzlos unter das Dach – 2:2. Seine dritte Strafe bekam dann Shawn Weller wegen eine vermeintlichen Haltens in der 49. Minute. 85 Sekunden später ging wieder ein Arm der Schiedsrichter hoch und Carl Hudson durfte auf die Strafbank, eine Strafe, die man auch nicht geben muss. Das Powerplay brachte nichts ein. In einem eigentlich fairen Spiel gab es die nächste Strafe prompt, erst wird Benjamin Hüfner gelegt, beim Aufstehen ließ dieser sein Bein stehen und sein Gegenspieler fiel hin – Strafe. Im Powerplay machte es Carl Hudson zu genau und vom Innenpfosten prallte die Scheibe zurück ins Spiel, die Steelers konnten durchatmen. Aber nur kurz! Kaum komplett war es Niki Goc, der den vorgewärmten Platz auf der Strafbank einnehmen durfte. Diesmal machte es Carl Hudson besser und traf zum 2:3 für die Eispiraten in der 55. Minute. Nach Studium des Videobeweises wegen Torraumabseits wurde das Tor auch anerkannt. Mit Wut im Bauch drängte man auf den Ausgleich. 1:23 Minuten vor dem Ende Strafe gegen die Eispiraten. Hugo Boisvert nahm seine Auszeit und kurz nach Bully Silo vom Eis. Mit Sechs gegen Vier startete man die Mission Ausgleich. Diese war nicht von Erfolg gekrönt und man musste die erste Saisonniederlage hinnehmen.

Am Freitag geht es in Dresden weiter, ehe am Sonntag den 30.09. um 17:00 Uhr die Kassel Huskies zu Gast in der EgeTrans Arena sind.

Patrick Jonza