STEELERS – Löwen Frankfurt
Bietigheim Steelers
4:3
Löwen Frankfurt

Spielbericht

Zum zweiten Topspiel des Wochenendes waren heute die Löwen Frankfurt zu Gast im Ellental. Beim Team von Trainer Hugo Boisvert gab Verteidiger Eric Stephan sein Debüt im Steelers-Trikot. Tyler McNeely war ebenso nicht mit dabei wie Freddy Cabana. Yannick Wenzel kehrte von seinem Einsatz in Nürnberg zurück, Pascal Grosse blieb bei den Ice Tigers. Youngster Robert Kneisler gehörte wieder zum Aufgebot und im Tor startete Ilya Sharipov.

Bereits nach 54 Sekunden hatten die Gäste vor den 3.004 Zuschauern durch Brett Breitkreuz eine gute Möglichkeit, doch Ilya Sharipov hielt stark. Doch auch die Hausherren spielten munter nach vorne und erzeugten viel Druck vor Ilya Andryukhov im Tor der Hessen. Matt McKnight hatte in der vierten Minute nach Pass von Alex Preibisch die beste Möglichkeit, doch er scheiterte genauso wie kurz darauf Yannick Wenzel. Bietigheim gab mächtig Gas, doch man musste bei den Kontern der Löwen immer auf der Hut sein. Doch es war kein Konter der zur Führung der Hessen in der 13.Minute führte, sondern ein Missverständnis in der Defensive der Schwaben. Mike Fischer traf frei zum 0:1 und brachte die ca. 150 hessischen Fans zum feiern. Doch direkt vom anschließenden Bully weg, machte sich Matt McKnight nach Pass von Willie Corrin auf den Weg und traf nur sieben Sekunden später zum 1:1. In einer mitgesunden Härte geführten Partie sprachen die Hauptschiedsrichter Florian Fauerbach und Sascha Westrich die erste Strafe erst 35 Sekunden vor der ersten Sirene aus – es traf den Löwen Dan Spang wegen hohen Stocks. Bis zur Pause änderte sich nichts am Ergebnis.

Mit 1:25 Minuten Powerplay für die Steelers startete der Mittelabschnitt. Die Scheibe lief gut, doch ein Treffer wollte nicht gelingen. Frankfurt erhöhte daraufhin die Schlagzahl, Ilya Sharipov und seine Vorderleute hielten gut dagegen und leider verpasste Alex Preibisch nach toller Vorarbeit von Matt McKnight die Führung in der 27. Minute. Mit viel Tempo ging es dann hoch und runter. Nach einem Foul von Shawn Weller wollte Max Faber den Steelers-Stürmer dann stellen, doch diese Angelegenheit entschied Shawn klar für sich. Beide erhielten für den Kampf 2+2+10 Strafminuten und Weller zusätzlich zwei Minuten für das vorangegangene Foul. Die Löwen somit zwei Minuten in Überzahl, doch die erste Chance hatte Alex Preibisch, der an Ilya Andryukhov scheiterte. Auch den Hessen gelang kein Treffer in Überzahl. In der 32.Minute war es Brett Breitkreuz, der im Slot zum 1:2 für Frankfurt traf, keine Chance für Ilya Sharipov. Wenig später durfte Dan Spang zum zweiten Mal auf der Strafbank Platznehmen, diesmal wegen Behinderung. Hier spielte Yannick Wenzel einen Traumpass durch die Box auf Dennis Swinnen, der per Direktabnahme zum 2:2 traf! Das war der Auftakt, denn nun fielen Tore wie reifen Kirschen. Nach Scheibengewinn im schwäbischen Drittel traf Carter Proft in der 36. Minute zum 2:3, nur 23 Sekunden später war es Benjamin Zientek der mit einem klasse Schuss zum 3:3 traf. Die Steelers drängten auf die erstmalige Führung, doch im zweiten Drittel gelang dies nicht mehr.

Bereits nach 22 Sekunden erwischte Alex Preibisch wegen Beinstellens und die Löwen erhielten ein Powerplay. In Unterzahl hatte der starke Benjamin Zientek die Chance auf einen Shorthander, doch Andryukhov war Endstation. Es blieb beim 3:3. Wie im zweiten Abschnitt auch, es ging mit hoher Intensität rauf und runter. Ein Überzahlspiel für die Steelers gab es in der 49. Minute, als Norman Hauner von Tim Schüle gefoult wurde, doch dieses brachte keinen Ertrag. Die Schlussminuten waren neben Tempo von jeder Menge Spannung geprägt. Ein Treffer wollte keiner Mannschaft mehr gelingen, so dass es in die Overtime ging. Eine nach 60 Minuten gerechte Punkteteilung – doch wer sicherte sich den Extrapunkt?

In der Verlängerung hatten die Löwen den besseren Start, doch Ilya Sharipov hielt sehr stark. In der zweiten Minute gab es Strafe gegen Brett Breitkreuz und Powerplay Bietigheim. Hugo Boisvert nahm seine Auszeit und stellte die Jungs ein. In diesem spielten Norman Hauner und Marcus Sommerfeld Matt McKnight frei und dieser traf zum vielumjubelten 4:3-Siegtreffer!

Patrick Jonza