Ravensburg Towerstars – STEELERS
Ravensburg Towerstars
2:4
Bietigheim Steelers

Spielbericht

Am heutigen Freitag ging es für den Steelers-Tross zum „El Schwábico“ nach Ravensburg. Die Mannschaft von Trainer Hugo Boisvert musste beim Tabellenführer weiter auf Tyler McNeely verzichten. Im Tor startete Ilya Sharipov.

Die Anfangsphase vor den 2.869 Zuschauern in der CHG Arena war sehr ausgeglichen und beide Teams waren darauf bedacht, nicht den ersten Fehler zu machen. Auch eine zweiminütige Vier gegen Vier Situation, als Marcus Sommerfeld und Mathieu Pompei von den beiden Hauptschiedsrichtern Bastian Haupt und Martin Holzer in die Kühlbox verbannt wurden, ließen beide Mannschaften ungenutzt. Es wurde zwar das ein oder andere Mal vor den Toren von Ilya Sharipov bei den Steelers und Michael Boehm bei den Towerstars gefährlich, doch zwingende Aktionen waren nicht dabei. Die erste richtig gefährliche Aktion führte zur Führung der Gäste. Eine Co-Produktion der beiden ehemaligen Ravensburger Norman Hauner und Freddy Cabana brachte das 1:0 für Bietigheim. Norman Hauner setzte Freddy Cabana in Szene und dieser traf frei vor Michael Boehm eiskalt zum 1:0. Der JUnbel in der siebten Minute bei den ca. 100 mitgereisten Steelers-Fans war riesig. Im Anschluss verpasste Matt McKnight knapp den Doppelschlag. Das erste Powerplay der Ellentaler brachte in der 11. Minute das 2:0. Willie Corrin schoss clever von der blauen Linie, so dass Benjamin Zientek den abprallenden Puck zum zweiten Treffer des Abends über die Linie bugsieren konnte. Ab der 14. Minute musste das Team von Hugo Boisvert drei heikle Minuten überstehen. Erst erwischte es Willie Corrin wegen eines Stockchecks, nach 63 Sekunden gesellte sich Niki Goc wegen Beinstellens dazu. Doch während der doppelten Unterzahl und auch danach verteidigten Ilya Sharipov und seine Vorderleute herausragend und überstanden diese schwierige Situation schadlos. Acht Sekunden vor der ersten Pausensirene ahndeten die Schiedsrichter einen Stockschlag des Ravensburger Topscorers Andreas Driendl und das zweite Drittel startete mit Powerplay für Bietigheim.

In diesem dauerte es ein wenig bis der Powerplay-Motor heiß lief, doch in der 22. Minute bediente Freddy Cabana mit einem Traumpass Shawn Weller, der zum 3:0 traf! Die folgenden Minuten gehörten voll und ganz den Gästen, doch die Towerstars konnten diese Druckphase gut überstehen und schalteten selbst um auf Angriff. Das 3:1 fiel dann, als Marcus Sommerfeld gerade erst wieder ein Bein von der Strafbank aus auf dem Eis hatte. Es traf quasi in Überzahl David Zucker nach Pass von Andreas Driendl. Die Hausherren drückten aufs Gas, bremsten sich jedoch wegen einer Strafe gegen Daniel Pfaffengut selbst wieder aus. Glück hier, dass trotz guter Chancen nicht der vierte Treffer für die Bietigheimer fiel. Eine Strafe gegen Norman Hauner in der 34. Minute sorgte wieder für Gefahr vor Ilya Sharipov, der aber zweimal überragend hielt. Dies ebnete den Weg zum 4:1. Dennis Swinnen tankte sich über die rechte Seite durch, im Fallen spielte er einen sagenhaften Pass in den Slot, wo René Schoofs goldrichtig stand und seinen ersten Saisontreffer erzielte – 4:1 für die Steelers! 22 Sekunden vor dem zweiten Pausentee gab es erneut einen herausragenden Save von Ilya Sharipov, der gegen Daniel Pfaffengut den Drei-Tore-Vorsprung in die Pause rettete.

Das Schlussdrittel war keine Minute alt, da bekam Max Prommersberger eine Strafe, doch die Steelers überstanden diese Unterzahl. Auch als Shawn Weller kurz darauf wegen Beinstellen runter musste überstand man den Druck der Towerstars dank guter Defensivleistung und einem starken Ilya Sharipov. Im Anschluss drängten die Oberschwaben auf den zweiten Treffer, doch die Ellentaler standen kompakt in der Defensive. Sechs Minuten vor dem Ende wurde es jedoch nochmals spannend, da Daniel Schwammberger mit einem Schuss in den Winkel zum 4:2 traf. Da Sören Sturm 2:38 Minuten im Mitteldrittel Willie Corrin zu Fall brachte, ebbte der Druck jedoch ab, da die Towerstars in Unterzahl agieren mussten. Michale Boehm verließ 30 Sekunden sein Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers, doch es änderte nichts mehr am ersten Sieg der Steelers gegen Ravensburg in der Hauptrunde.

Mit der Wertung aus dem Spiel gegen Bad Tölz und dem heutigen Sieg beim Tabellenführer kletterten die Steelers auf Platz 4 der Tabelle und müssen diesen am Sonntag im direkten Duell gegen Bad Nauheim in der EgeTrans Arena verteidigen.

Patrick Jonza