STEELERS-ESV KAUFBEUREN
Bietigheim Steelers
4:2
ESV Kaufbeuren

Starke Steelers siegen verdient mit 4:2 gegen den ESV Kaufbeuren

Topgame am dritten Spieltag in der EgeTrans Arena. Das Team von Trainer Andreas Brockmann spielte eine starke letzte Saison und schied erst im Playoff-Halbfinale gegen den SC Riessersee aus. Auch in dieser Saison streben die Ostallgäuer wieder einen direkten Playoff-Platz an und werden ihre Ambitionen beim Spiel gegen den amtierenden DEL2-Meister verdeutlichen wollen. Die Steelers nach dem gelungenen 6-Punkte-Auftaktwochenende hingegen gewillt, ihre weiße Weste weiterhin sauber halten und sich auch für die torlose Niederlage im letzten Spiel der vergangenen Saison gegen die Joker zu revanchieren. Für diese Herausforderung konnte Hugo Boisvert auf seinen vollständigen Kader und auf Pascal Grosse vom Kooperationspartner Nürnberg zurückgreifen. Bei den Gästen fehlten Sebastian Osterloh und Steven Billich, mit im Boot dafür der Ingolstädter Simon Schütz.  

Nach dem Eröffnungsbully innerhalb von 20 Sekunden sowohl Ilya Sharipov wie auch Stefan Vajs mit Scheibenkontakt und nach 38 Sekunden prüfte Matt McKnight erstmals den Gästegoalie. Als Tyler McNeely wegen einem unkorrekten Körperangriff in der Box Platz genommen hatte, war es Freddy Cabana, welcher bei seiner Chance zum Shorthander an Stefan Vajs scheiterte. Nach fast 10 gespielten Minuten ging es schnell mit Freddy Cabana über rechts und den Rückhandschuss ließ Stefan Vajs zur Seite prallen – Max Lukes stand goldrichtig und bedankte sich mit dem Treffer zum 1:0. Nun traf es nach einem Beinstellen den Kaufbeurer Philipp de Paly und in der 12. Spielminute Marcus Sommerfeld mit Übersicht und einem Querpass zu Matt McKnight, der zum 2:0 vollendete. Als noch 5:06 Minuten auf der Uhr standen erneut eine Strafe, diesmal gegen Willie Corrin wegen Haltens. Nach nur 26 Sekunden Unterzahl zündete unser Speedy Alex Preibisch seinen Turbo und bediente Matt McKnight mustergültig – dieser ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte die Scheibe zum hochverdienten 3:0. Die Halle mit den 2134 Zuschauern bebte – nur die etwa 50 Fans der Gäste sichtlich geschockt. 69 Sekunden vor der Drittelpause scheiterte Max Lukes am starken Stefan Vajs und so blieb es beim 3:0 der Schwaben zur ersten Pause.

 

Im Mitteldrittel die Ostallgäuer zunächst mit mehr Zug zum Tor der Hausherren, aber die Defensive der Ellentaler sicher und Ilya Sharipov mit starken Saves. Das Spiel ging von einer auf die andere Seite, aber beide Torhüter absolut souverän und verhinderten gekonnt den Scheibeneinschlag. Mit zunehmender Spieldauer die Partie eigentlich sicher in der Hand der Ellentaler. Erst glänzte Ilya Sharipov mit einer starken Parade gegen Brandon Gracel und Shawn Weller scheiterte im Gegenzug mit einer hochkarätigen Chance an Stefan Vajs. Die letzten 93 Sekunden dieses Drittels sollten es in sich haben. Zunächst wurde der hohe Stock von Matt McKnight gegenüber Alexander Thiel nicht geahndet und weitergespielt. Bei der folgenden Unterbrechung gab es Diskussionen unter den Schiedsrichtern und es wurde eine 2+2 Strafe gegen Matt McKnight ausgesprochen. Hierauf folgte nun der Doppelschlag der Gäste: 32 Sekunden vor Drittelende verkürzte erst Sami Blomqvist zum 1:3 und 24 Sekunden später der weitere Treffer von Max Schmidle zum 2:3. Unter einem tosenden Pfeifkonzert wurden die verbleibenden 8 Sekunden gespielt bevor es zum zweiten Mal in die Kabine ging.

 

Der Schlussabschnitt beide Teams mit guten Aktionen, aber die starken Goalies verhinderten jeweils den Scheibeneinschlag. Es waren 4:25 Minuten gespielt, als Max Lukes nach einem Check auf der Eisfläche liegen blieb und zur weiteren Behandlung in die Kabine musste. Erneut gab es im Anschluss bei der nächsten Spielunterbrechung ein Diskussionsforum der Unparteiischen, jedoch wurde diesmal, sehr zum Unmut der Bietigheimer Fans, keine Strafe ausgesprochen. Die Steelers aber ließen sich hierdurch nicht beirren, betrieben ein konsequentes Forechecking und es scheiterten Dennis Swinnen, Alex Preibisch und Benjamin Zientek am starken Stefan Vajs. Es dauerte noch bis zur 54. Minute ehe Willie Corrin mit einen Zuckerpass Benjamin Zientek in Szene setzte. Nach einem grandiosen Stickhandling zauberte dann Benjamin Zientek das Spielgerät unhaltbar für Stefan Vajs zum 4:2 ins Kaufbeurer Tor. Nach dem Timeout 67 Sekunden vor dem Spielende nahm Andreas Brockmann seinen Torhüter für einen weiteren Spieler vom Eis, jedoch änderte sich im weiteren Verlauf nichts mehr am Torverhältnis und es blieb beim 4:2.

 

Der Siegeszug der Steelers nimmt Fahrt auf und die Schwaben überzeugten auf dem Eisoval über weite Strecken mit gutem Spiel, weshalb die wichtigen 3 Punkte auch verdient im Ellental bleiben.

 

Spieler des Abends wurde bei den Ostallgäuern Max Schmidle und bei den Steelers Willie Corrin.

 

Am Sonntag geht es für die Steelers nach Crimmitschau – Spielbeginn gegen die Eispiraten ist um 17.00 Uhr. 

 

Bericht: Ralf Endres