STEELERS – Deggendorfer SC
Bietigheim Steelers
4:5
Deggendorfer SC

Spielbericht

Am heutigen dritten Advent empfingen die Steelers den Aufsteiger aus Deggendorf. Nach der Niederlage vom vergangenen Freitag wollten die Schwaben die ersten Punkte des Wochenendes einfahren. Dies musste das Team von Hugo Boisvert ohne Fabjon Kuqi, Robert Kneisler, Max Prommersberger und Yannick Wenzel angehen. Im Tor begann heute Abend Silo Martinovic. Die Steelers spielten heute erstmals in den diesjährigen Weihnachtstrikots.

Das Spiel vor den 2.289 Zuschauern begann mit einer guten Schusschance durch Marcus Sommerfeld, der das Ziel nur knapp verfehlte. Nach 107 Sekunden machten es die Gäste genauer, denn mit dem ersten Torschuss überwand Robin Deuschl Silo Martinovic. Sein Schuss schlug unhaltbar im Winkel ein – 0:1. In der sechsten Minute wollte sich Mathias Müller Dennis Swinnen schnappen, der sich jedoch nicht provozieren ließ. Der Deggendorfer Verteidiger bekam wegen übertriebener Härte eine kleine Strafe. Die Schwaben spielten die Überzahl gut, der Ausgleich gelang aber nicht. Kaum war der DSC komplett, sprachen die Hauptschiedsrichter Florian Fauerbach und Christoffer Hurtig die nächste Strafe aus, diesmal traf es Freddy Cabana wegen Ellbogenchecks. Auch die Niederbayern spielten druckvoll, doch die Defensive hielt diesem Stand. So richtig Fünf gegen Fünf wollte kein Team spielen, denn in der 11. Minute gab es die zweite Strafe gegen Deggendorf, es traf Curtis Leinweber wegen Hakens. Die Scheibe lief sehr gut aber Willie Corrin hatte Pech, dass sein Schuss nur den Pfosten traf. Die Steelers drängten auf den Ausgleich, doch eine Strafe gegen Niki Goc bremste den Vorwärtsdrang. Als 28 Sekunden später Bastian Steingroß wegen Spielverzögerung ebenfalls hinausmusste, wurde es noch schwerer. Die doppelte Überzahl nutzten die Gäste und kamen durch einen Schlagschuss von Alex Roach in der 16. Minute zum zweiten Treffer – 0:2. Kurz darauf hatte Shawn Weller nach tollem Pass von Norman Hauner den Anschlusstreffer auf der Kelle, doch Jason Bacashihua hielt stark. Vorne kein Glück und hinten Pech, denn im Gegenzug traf Christoph Kiefersauer zum 0:3. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts gab es nochmal Strafen gegen beide Teams – Shawn Weller wegen Bandenchecks und René Röthke wegen Spielverzögerung. Mit dem Drei-Tore-Rückstand ging es in die erste Pause.

1:29 Minuten ging es mit Vier gegen Vier im zweiten Drittel weiter und Ilya Sharipov löste Silo Martinovic im Tor ab. Norman Hauner und Niki Goc hatten in den ersten Sekunden zwei dicke Möglichkeiten, doch Jason Bacashihua hielt beide Mal gut. Ilya Sharipov hatte gegen René Röthke die erste Bewährungstat zu leisten und meisterte diese in der 22. Minute. Auch in der Folgezeit hielt er stark. In der 25. Minute musste Niki Goc wegen Spielverzögerung für zwei Minuten raus. In Unterzahl hatte Tyler McNeely den ersten Treffer kurz vor Augen, doch erneut war Bacashihua Endstation. Eine Schrecksekunde gab es in der 27. Minute, als Alex Roach von einem Puck im Gesicht getroffen wurde und in die Kabine musste – gute Besserung an dieser Stelle. Im Anschluss packte Bacashihua einen Big Save gegen Shawn Weller aus. Die Chancen waren da, nur die Scheibe wollte nicht rein – noch nicht! In der 30. Minuten bewies Benjamin Zientek eine tolle Übersicht und bediente Norman Hauner, der zum 1:3 traf! Die Ellentaler machten weiter Druck und bekamen in der 36. Minute ein Powerplay zugesprochen. Wie zuvor auch, erspielte man sich gute Möglichkeiten die leider nicht von Erfolg gekrönt waren. Im letzten Drittel musste man nochmals alles geben, um das Ding zu drehen.

Die Schwaben drückten weiter aufs Gas, doch die Gäste verteidigten geschickt, ließen wenig zu und waren bei Kontern gefährlich. Richtig gefährlich wurde es in der 44.Minute als ein hinter dem Tor missglückter Pass Ilya Sharipov selbst in Schwierigkeiten brachte, doch mit einer starken Aktion bügelte er diesen selbst wieder aus. Dies ermöglichte in 47. Minute Shawn Weller auf Vorlage von Norman Hauner und Tyler McNeely den 2:3-Anschlusstreffer zu erzielen – die Steelers waren wieder bei der Musik! Direkt im Anschluss traf Benjamin Zientek mit seinem Schuss leider nur die Latte. Elfeinhalb Minuten vor dem Ende erwischte es Marcus Sommerfeld wegen eines harten Checks an René Röthke, er musste zwei Minuten runter. Im anschließenden kleinen Fight ging auch der Deggendorfer Curtis Leinweber für zwei Minuten runter. Bei Vier gegen Vier hatte Norman Hauner zwei starke Aktionen, doch er scheiterte genauso wie Bastian Steingroß an Jason Bacashihua. Alex Preibisch musste wegen eines vermeintlichen Kniechecks 80 Sekunden später ebenfalls runter und der Platz auf dem Eis wurde mehr. Dies nutzten die Gäste aus und Kyle Gibbons traf zum 2:4. Benjamin Zientek konnte beinahe den direkten Anschluss wiederherstellen, doch wieder war beim DSC-Goalie Endstation. Sechs Minuten vor Schluss gab es für 1:24 Minuten eine doppelte Überzahl für Bietigheim. Doch es war wie verhext, knapp vorbei, Pfosten oder Bacashihua hielt – ein Treffer wollte nicht fallen. Zwei Minuten vor Schluss zog Hugo Boisvert seinen Goalie vom Eis und der DSC bekam kurz darauf eine Strafe – 1:49 Minuten lang nochmal Überzahl. 1:16 waren noch auf der Uhr, da war die Scheibe im Netz, das Tor erzielte Shawn Weller! Und es kam noch besser, denn 20 Sekunden vor dem Schluss spielten die Steelers die Defensive der Niederbayern auf dem Bierdeckel schwindelig und Tyler McNeely traf zum vielumjubelten 4:4-Ausgleich! Drei Sekunden vor der Sirene gab es einen Zusammenprall von Josh Brittain und Freddy Cabana. Dieser war so heftig, dass der Steelers-Stürmer regungslos auf dem Eis liegen blieb. Josh Brittain durfte weiterspielen, Freddy Cabana wurde mit der Trage vom Eis gebracht – gute Besserung Freddy! Dann ging es ging in die Overtime.

In dieser hatte Alex Preibisch den Sieg auf dem Schläger, doch bei einem Konter traf Kyle Gibbons nach 54 Sekunden zum 4:5-Endstand. Die Steelers erkämpften sich nach dem Rückstand noch einen Punkt, doch am Wichtigsten ist, dass Freddy Cabana schnell wieder vollständig gesund wird!

Patrick Jonza