Löwen Frankfurt – STEELERS
Löwen Frankfurt
2:3
Bietigheim Steelers

Spielbericht

Nur ein Spiel gibt es am zweiten Adventswochenende für die Steelers und dies fand am heutigen Abend in der Eissporthalle am Bornheimer Hang in Frankfurt statt. Dort traf das Team von Hugo Boisvert auf den Tabellendritten, die Löwen Frankfurt. Bei den Schwaben war Yannick Wenzel nicht mit dabei, der in der DEL für Nürnberg spielte, sowie Max Prommersberger. Zu seinem Profi-Debüt kam Youngster Robert Kneisel. Im Tor startete Ilya Sharipov.

Die Schwaben begannen vor den 4.873 Zuschauern gut und hatten in der ersten Minute bereits eine gute Möglichkeit durch Norman Hauner, der am neuen Löwen-Goalie Ilya Andryukhov scheiterte. Kurz darauf erging es Dennis Swinnen wie dem Kollegen Hauner. Nach einem Konter kamen die Hausherren durch Marius Erk zur ersten Möglichkeit, doch der Youngster verzog. Gegen Matt Pistilli zeichnete sich dann Ilya Sharipov das erste Mal aus, er hielt den Schuss in der dritten Minute. Das Tempo des Spiels war von Beginn an hoch. Wegen Hakens schickten die Schiedsrichter Marc André Naust und Christian Oswald Carter Proft in die Kühlbox – Powerplay Bietigheim. Tyler McNeely und Norman Hauner hatten da die besten Chancen, doch ein Treffer gelang nicht. Die Schwaben gaben weiter Gas und der sehr agile Dennis Swinnen scheiterte zum zweiten Mal nur knapp. Die Schwaben spielten stark, hatten in der 12. Minuten jedoch ein wenig Glück, dass eine abgewehrte Scheibe von Ilya Sharipov gegen den Pfosten kullerte. Zwei Minuten später hielt der Steelers-Goalie super gegen Matt Pistilli und es blieb beim 0:0. Mit dem Pfosten im Bunde war Ilya Sharipov in der 15. Minute, der für ihn rettete, davor fand der bis dato beste Wechsel der Hausherren statt. 3:10 Minuten vor dem Ende des ersten Abschnitts gab es die zweite Strafe gegen die Löwen, es traf Marius Erk wegen Stockschlags. Die Hessen verteidigten gut und überstanden diese Situation schadlos. Bevor es den ersten Pausentee gab, wurde Shawn Weller 30 Sekunden vor der Sirene in die Kühlbox geschickt. Am torlosen Unentschieden nach 20 Minuten änderte dies nichts.

90 Sekunden Unterzahl galt es für die Steelers zu Beginn des zweiten Abschnitts noch zu überstehen und das gelang dank eines tollen und effektiven Penaltykillings. Kaum war man komplett scheiterte Norman Hauner an der Brust von Ilya Andryukhov. Der Ilya auf der anderen Seite hielt dann mit einem super Save gegen Adam Mitchell die Null in der 23. Minute fest. Kurz darauf traf zwar Matt Pistilli ins Tor, doch der Hauptschiedsrichter hatte die Partie schon vorher abgepfiffen und der Treffer zählte nicht. Bei angezeigter Strafe in der 25. Minute gegen die Löwen schlugen die Schwaben mit sechs Mann zu – auf Vorlage von Matt McKnight und Norman Hauner traf Shawn Weller per Direktabnahme zum 1:0 und ließ die ca. 150 Steelers-Fans jubeln! Eine Strafe gegen Freddy Cabana überstand man im Anschluss ohne Gegentreffer. Doch in der 31. Minute ließ man Antti Kerälä zu viel Platz und der Finne überwand freistehend Ilya Sharipov zum 1:1-Ausgleich. Doch die Schwaben spielten weiter mutig nach vorne und nach einem Schuss von Matt McKnight stand Alex Preibisch im Slot goldrichtig und drückte den Rebound über die Linie – die 2:1-Führung in der 33. Minute und das 100. Steelers-Saisontor. Tyler McNeely hatten wenige Sekunden später den dritten Treffer auf der Kelle, doch Ilya Andryukhov machte die Tür zu. Die Löwen drückten in den Schlussminuten des zweiten Drittels aufs Tempo, doch Bietigheim verteidigte geschickt und konnte bei Kontern Nadelstiche setzen.  Doch es blieb beim 2:1 für die Ellentaler nach 40 Minuten.

Der Schlussabschnitt war exakt 90 Sekunden alt, da traf der Frankfurter Goldhelm Adam Mitchell aus dem Slot heraus zum zweiten Ausgleich des Abends – 2:2. Die Partie war nun wieder völlig offen und auf Augenhöhe. Beide Mannschaften verteidigten stark und ließen wenige klare Aktionen des Gegners zu. Zur Mitte des dritten Drittels nahm der Druck der Löwen zu, doch spätestens beim starken Ilya Sharipov war Schluss. Mitten in diese Phase hinein hatte Alex Preibisch nach tollem Pass von Marcus Sommerfeld die Möglichkeit auf die dritte Führung, doch Ilya Andryukhov hielt gut. In der 53. Minute musste Tim Schüle wegen Stockschlags auf die Strafbank. In stärksten Powerplay des Abends fasste sich Norman Hauner ein Herz und zimmerte die Scheibe ins kurze Eck zum 3:2 für sein Team in die Maschen! Die Uhr lief erbarmungslos runter und für die Schwaben. Nach einem Icing nahm Löwen-Trainer Matti Tiilikainen bereits 2:32 Minuten vor Schluss seinen Torwart vom Eis. Shawn Weller verpasste die Entscheidung dann nur knapp, doch es sollte dennoch reichen! Nach einem tollen und starken Auftritt der gesamten Mannschaft nehmen die Steelers alle drei Punkte mit ins Ellental und können sich am zweiten Adventssonntag ausruhen und auf die kommenden Aufgaben vorbereiten.

Patrick Jonza