Heilbronner Falken – STEELERS
Bietigheim Steelers
6:1
Heilbronner Falken

Spielbericht

Derbysieg – Starke Steelers gewinnen mit 6:1 gegen die Falken

Endlich wieder …Derbytime und mit 4.343 Zuschauern eine nahezu volle Hütte im Ellental ließen am heutigen Sonntag ein Duell mit Spitzenstimmung gegen unseren Nachbarn aus Heilbronn erwarten. Falken-Trainer Alexander Mellitzer wollte in der EgeTrans Arena auf jeden Fall punkten, um den Anschluss im dichten Mittelfeld nicht zu verlieren und erwartete in Bietigheim eine enge Kiste; verzichten musste er aber auf Alex Lambacher und Noureddine Bettahar. Die Steelers hatten bereits im ersten Spiel am Neckar drei Punkte bei der Heimfahrt im Gepäck und so sollte auch der nächste Derbydreier diesmal zuhause geholt werden. Im Team von Hugo Boisvert fehlten weiterhin Ilya Sharipov und Max Lukes – vom Kooperationspartner Nürnberg waren Florian Proske und Pascal Grosse wieder in der Aufstellung.

Aber auch Yannick Wenzel stand am heutigen Tag nicht zur Verfügung, da er bei unserem Kooperationspartner Nürnberg sein DEL-Debut gegen Wolfsburg gegeben hat und sich für dieses Vertrauen mit einem ganz starken Spiel bedankt hatte – herzlichen Glückwunsch Yannick für diese super Leistung.     

Spielbeginn bei grandioser Stimmung und sofort tauchte Justin Kirsch vor Silo auf, jedoch traf er das Spielgerät nicht richtig. Nur wenig später Matt McKnight von links und bediente Alex Preibisch, welcher im Slot nur knapp verpasste. So wechselte das Spielgeschehen von einer zur anderen Seite und es scheiterten Bastian Steingroß und Matt McKnight am Heilbronner Goalie Mirko Pantkowski. Beide Teams zunächst auf eine sichere Defensive bedacht und es war in den Angriffsdritteln schwierig die Scheibe in den eignen Reihen zu halten. Dann der Schock, als Brad Ross im Slot mit dem Rücken zum Tor an die Scheibe kam und mit der Rückhand zur 1:0 Führung für die Falken einschob, zu diesem Zeitpunkt waren fast vier Minuten gespielt. Die Hausherren brauchten kurze Zeit, um wieder zu ihrem Spiel zurück zu kehren, aber die Gäste aus dem Unterland konnten dies nicht wirklich zu ihrem Vorteil nutzen. Die beste Chance hatte noch Kyle Helms, welcher jedoch den sicheren Silo nicht überwinden konnte. Auf der Gegenseite spielte Shawn Weller einen genauen Pass auf Tyler McNeely und der zieht über rechts nach innen in den Slot und tunnelte Mirko Pantkowski zum längst verdienten Ausgleich – 2.55 Minuten standen auf der Uhr. Kurz vor der Schlusssirene vereitelte Silo mit einem  starken Save gegen Greg Gibson dessen gute Chance und so blieb es beim ausgeglichenen Spielstand zur ersten Pause.

Das Mitteldrittel sollte es in sich haben und erst einmal scheiterte Tyler McNeely nach wenigen Sekunden an Mirko Pantkowski. Eine hundertprozentige Torchance vergab aber auch Derek Damon, als die Scheibe frei im Slot lag und er diese nicht traf. Kurz darauf wurde es turbulent, erst bekam Pascal Grosse eine 2+10 Minuten Strafe wegen einem Check gegen den Kopf und gleichzeitig ging auch Greg Gibson nach Stockhalten in die Box. Nur wenige Sekunden gespielt zog Marcus Götz wegen Beistellen die nächste Strafe und folgte seinem Teamkollegen in die Box. Im Überzahlspiel bei 4 gegen 3 lief die Scheibe gut bei den Schwaben und Willie Corrin passte quer durch den Slot zu Matt McKnight, der unhaltbar zum 2:1 ins lange Eck (35.) traf. Im Anschluss die Falken etwas von der Rolle und nur 29 Sekunden der nächste Einschlag bei 4 gegen 4, als Norman Hauner sich alleine durch das Drittel der Falken schlängelte und per Handgelenkschuss trocken zum 3:1 erhöhte. Die Unterländer nun vollkommen ohne Konzept und mussten nach weiteren knapp 90 Sekunden den nächsten Nackenschlag hinnehmen. Nach einer guten Vorlage von Normen Hauner vollendete Tyler McNeely für Mirko Pantkowski unhaltbar zum 4:1 in den Winkel. Die Chance zum weiteren Treffer vergaben auf Bietigheimer Seite Benjamin Hüfner und Benjamin Zientek – Sieger blieb hier wieder Mirko Pantkowski. Ein Lebenszeichen der Heilbronner kam von Markus Eberhardt, der auch mit einem Hammer von der blauen Linie Silo nicht bezwingen konnte. Wieder stand Mirko Pantkowski im Mittelpunkt, als er von Freddy Cabana gepüft wurde. Anschließend musste bei den Gästen Derek Damon wegen einem Stockschlag pausieren. Die Schwaben mit einem sehr guten Überzahlspiel und die Scheibe lief schnell durch deren Reihe. So mussten die Bietigheimer Fans nicht lange warten, ehe Norman Hauner den freien Freddy Cabana bediente, welcher fast mühelos zum 5:1 erhöhen konnte (35.). Tim Bernhardt prüfte noch durch einen Drehschuss unseren aufmerksamen Silo und so es mit der 5:1-Führung in die nächste Pause.

Auch im Schlussdrittel die Steelers sofort wieder Herr auf der Eisfläche und es scheiterten Bastian Steingroß und Matt McKnight am Heilbronner Goalie. Nur wenig  später nach einer Kombination von Matt McKnight und Marcus Sommerfeld trudelte die Scheibe hoch in der Luft in Richtung Tor, ehe Patrick Kurz diese zur Seite wegschlagen konnte und so den erneuten Einschlag verhinderte. Etwas später machten es die Ellentaler besser, als erneut Tyler McNeely auf Zuspiel von Norman Hauner zu seinen Dreierpack zum 6:1 in der 46. Spielminute vollendete – die Bietigheimer Fans hierauf vollkommen aus dem Häuschen. Ein Aufbäumen der Falken war nicht zu erkennen und auch die mitgereisten Fans wurden immer ruhiger. Zwei weitere Lebenszeichen der Gäste gab es noch nach einem Alleingang durch Kevin Lavallee und von einem Hammer von Justin Kirsch von der blauen Linie, aber Silo parierte beide äußerst souverän. Auch nach einer Strafe von Max Prommersberger wegen einer Behinderung die Hausherren mit einem ganz starken Unterzahlspiel und so blieb es bis zur Sirene beim verdienten 6:1- DERBYSIEG der STEELERS.   

Die Schwaben gaben nach dem frühen Rückstand nicht auf und mit einer starken Teamleistung drehten sie das Spiel. Mit sechs Gegentoren, davon 3 von Tyler McNeely mussten die Gäste die kurze Rückreise an den Neckar antreten.   

Spieler des Abends wurde bei den Falken Brad Ross und bei den Steelers mit seinem Dreierpack Tyler McNeely.

Bereits am Dienstag geht es für die Steelers am Tag der Hilfsorganisationen weiter –  Spielbeginn in der EgeTrans Arena gegen die Tigers aus Bayreuth ist um 20.00 Uhr. 

Ralf Endres