STEELERS – Dresdner Eislöwen
Bietigheim Steelers
3:4
Dresdner Eislöwen

Spielbericht

Am Aktionstag der Schulen stand in der EgeTrans Arena das Duell mit den Dresdner Eislöwen auf dem Spielplan. Das Team von Gästecoach Bradley Gratton rangierte  auf dem 12. Platz und beim Auftakt nach der Deutschlandcup-Pause konnten sich die Eislöwen zuhause lediglich einen Punkt im Sachsenduell sichern. Aus diesem Grunde wollten die Sachsen auf jeden Fall mit einem Dreier nach Hause fahren. Die Schwaben mit einem souveränen Auftritt in Kassel und auch der heutige Abend stand im Zeichen einer Revanche für die knappe Niederlage in Spiel 1 an der Elbe. Im Kader von Hugo Boisvert fehlten hierzu Shawn Weller, Ilya Sharipov, Freddy Cabana und Max Lukes. Von unserem Kooperationspartner Nürnberg stand Florian Proske im Aufgebot.     

Ohne langes Abtasten ging es gleich zur Sache und nach einer guten Aktion von Dennis Swinnen nach knapp 30 Sekunden rettete für den bereits geschlagenen Marco Eisenhut der Pfosten. Die Dresdner sofort mit dem schnellen Gegenzug und Nici Goc durfte nach einem Crosscheck gleich mal pausieren. In Überzahl die Gäste schnell in der Aufstellung und die Uhr zeigte 18:27 als Steve Hanusch nach einer missglückten Abwehr mit einem Direktschuss unhaltbar für Silo zur Führung der Sachsen abschließen konnte. Nur wenig später eine gute Kombination der Hausherren, als Matt McKnight nach Zuspiel von Norman Hauner lediglich an Marco Eisenhut scheiterte. Im zweiten Unterzahlspiel wegen einer Bankstrafe die Schwaben sicher in der Defensive und so ließen sie den Eislöwen nahezu keine Möglichkeit für einen Abschluss. Nachdem bei den Gästen Steven Rupprich wegen einer Behinderung pausieren musste die Steelers legte Benjamin Zientek zurück auf Bastian Steingroß und der feuerte die Scheibe in Richtung Dresdner Tor, aber Marco Eisenhut behielt die Übersicht. Kaum wieder vollzählig die nächste Strafe gegen Georgis Pujacs wegen einem Crosscheck. Hier die Hausherren schnell in der Aufstellung und die 3777 Zuschauer jubelten kurz nach einem Hammer von Marcus Sommerfeld, der jedoch leider nur das Gestänge traf. Nur wenige Sekunden später traf es auch Alexander Höller wegen einem hohen Stock, aber die Überzahl ohne zahlbaren Erfolg, weshalb es bis zur Pausensirene beim Spielstand von 0:1 geblieben ist.

Der Titelverteidiger sofort mit Druck aus der Kabine und bereits nach 55 Sekunden im Mittelabschnitt erzielte Tyler McNeely den verdienten und viel umjubelten Ausgleich. Das Spiel weiterhin ausgeglichen und Tom Knobloch nutzte eine Unaufmerksamkeit der Bietigheimer Defensive, zog seitlich in Richtung Tor und überraschte Silo mit einem schnellen, flachen Abschluss zum neuen Spielstand von 1:2. Die Sachsen jetzt mit Aufwind, störten aggressiv und früh, was in einigen guten Chancen für die Eislöwen endete. Silo in dieser Phase auf dem Posten und immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Aber auch mit dem Glück des Tüchtigen, als nach einem Schuss von Jordan Heywood der Pfosten rettete oder auch mit einem starken Save, als plötzlich Rene Kramer allein vor ihm aufgetauchte. Erneut wurde eine Strafe gegen die Ellentäler ausgesprochen, es traf Marcus Sommerfeld wegen einem Stockschlag. Dieses Überzahlspiel konnten die Gäste in der 32. Spielminute nutzen und Harrison Reed vollstreckte zur 3:1 Führung für Silo unhaltbar in den Winkel. Im weiteren Spielverlauf scheiterte Norman Hauner zweimal an Marco Eisenhut und seiner sicheren Fanghand. 65 Sekunden vor der zweiten Drittelpause erneut eine Strafe gegen die Schwaben und Willie Corrin durfte wegen einem Stockschlag in die Box, aber am Spielstand änderte sich bis zur Pause nichts mehr.

Im letzten Drittel die Hausherren erneut mit dem besseren Start und nach 17 Sekunden ein Unterzahltor 2:3 von Preibo nach einem herrlichem Zuspiel von Matt McKnight. Jetzt die Steelers wesentlich besser im Spiel. Einen Schuss von Willie Corrin fälschte Tyler McNeely ab, aber bei Marco Eisenhut war mal wieder Endstation. Die Schwaben erhöhten den Druck, aber Marco Eisenhut hielt seinen Kasten sauber. Als noch 2:15 Minuten zu spielen waren, nahm Hugo Boisvert seine Auszeit und anschließend kam für Silo ein weiterer Feldspieler auf die Eisfläche. Der Druck weiterhin hoch und die Dresdner bekamen die Scheibe nicht mehr aus ihrem Drittel. Der Puck lief in den Reihen der Bietigheimer und 77 Sekunden vor der Schlusssirene endlich die Erlösung für die Fans, als Marcus Sommerfeld das Spielgerät vollkommen humorlos mit einem Onetimer zum Ausgleich in den Winkel nagelte. Die Zuschauer in der EgeTrans Arena vollkommen aus dem Häuschen und brachten die Stimmung auf ein sehr hohes Lautstärke-Level.

Da es in der regulären Spielzeit beim ausgeglichenen Spielstand geblieben ist, ging es in die Verlängerung – und die hatte es in sich. Durch beide Teams erfolgte ein offener, schneller Schlagabtausch und sowohl Silo wie auch Marco Eisenhut verhinderten mit sehr guten Reflexen mehrfach den Puckeinschlag. Erst in der 64. Spielminute konnte Jordan Knackstedt mit seinem Treffer den Zusatzpunkt für seine Farben sichern.              

Spieler des Abends wurde bei den Dresdnern Marco Eisenhut und bei den Steelers Norman Hauner.

Bereits am Dienstag geht es für die Steelers zum derzeitigen Tabellenführer nach Ravensburg – Spielbeginn gegen die Towerstars ist um 20.00 Uhr. 

Ralf Endres