STEELERS – Eispiraten Crimmitschau
Bietigheim Steelers
6:3
Eispiraten Crimmitschau

Spielbericht

Zum 30-jährigen Jubiläum der Steelers gastierten die Eispiraten Crimmitschau im Ellental. Die Schwaben liefen in eigens angefertigten Jubiläumstrikots an. Beide Mannschaften trennten vor dem Spiel lediglich ein Punkt in der Tabelle, die Vorzeichen für ein spannendes Spiel waren somit gegeben. Beim Team von Trainer Hugo Boisvert fehlten weiterhin Shawn Weller, Freddy Cabana und Ilya Sharipov. Fabjon Kuqi war ebenfalls nicht im Aufgebot. Im Tor startete wie beim Sieg in Kaufbeuren Silo Martinovic.

Es dauerte lediglich 10 Sekunden, ehe Dennis Swinnen die erste Chance des Spiels vor den 2.589 Zuschauern hatte, er scheiterte jedoch an Brett Kilar im Tor der Gäste. Im Gegenzug traf dann der ETC. Andre Schietzold schoss, Benni Hüfner blockte, doch der Puck landete vor Patrick McNally, der zur Führung in der ersten Minute einschoss. Die Hauptschiedsrichter Dominik Erdle und Eugen Schmidt stellten nur wenige Sekunden später Marcus Sommerfeld wegen Beinstellens runter. Dies war halb so wild, denn Patrick Klöpper musste wegen Behinderung nur 15 Sekunden später ebenfalls raus. Kaum war Marcus Sommerfeld wieder mit von der Partie, spielte Matt McKnight Alex Preibisch frei und dieser traf in der vierten Minute zum 1:1-Ausgleich. Die Schwaben machten weiter Druck, doch die Eispiraten hielten gut dagegen und es entwickelte sich ein temporeiches und gutes Spiel. In der 11. Minute verpasste Marcus Sommerfeld nach Traumpass von Matt McKnight die Führung nur knapp, wie Benjamin Zientek eine Minute später. 6:13 Minuten vor der ersten Sirene das erste „richtige“ Powerplay für die Steelers, da Christian Hilbrich auf die Strafbank durfte. 59 Sekunden später gesellte sich Vincent Schlenker zu seinem Kollegen, so dass es mit doppelter Überzahl weiterging. Hugo Boisvert nahm daraufhin seine Auszeit. Den Platz nutzten die Steelers zur Führung – Matt McKnight auf Marcus Sommerfeld, der weiter auf Norman Hauner und es stand 2:1! Die nächste Strafe gegen die Eispiraten folgte nur zwei Minuten später und es gab erneut Powerplay für Bietigheim. Auch dieses wurde genutzt, denn Benjamin Zientek fälschte einen Schuss von Bastian Steingroß unhaltbar zum 3:1 ab! Mit der Schlusssirene gab es nochmals eine Strafe gegen den ETC, aus der sich eine kleinere Rangelei bildete. Bei den Gästen gab es 2+2+2 Strafminuten gegen Julian Talbot. Matt „McFight“ bekam eine kleine Strafe wegen unnötiger Härte.

Das zweite Drittel begann mit vier Minuten Powerplay für die Steelers und das lief bisher überragend, doch nicht dieses Mal. Die Eispiraten verteidigten gut und überstanden diese heikle Situation unbeschadet. Die nächste Strafe gegen die Gäste gab es dann in der 28. Minute, es traf Patrick Klöpper wegen unkorrektem Körperangriffs. Druck der Schwaben war da, doch Bret Kilar im Tor hielt diesem stand. Das Tempo blieb weiter hoch, da auch die Westsachsen mit ihren Angriffen stets gefährlich blieben. Doch in der 33. Minuten schlug der amtierende Meister wieder zu. Alex Preibisch ließ die Scheibe für Matt McKnight liegen, der Goldhelm ließ Bret Kilar keine Chance und traf zum 4:1 in den Winkel. Doch die Gäste steckten nicht auf und spielten weiter munter nach vorne. Dies wurde in der 36. Minute durch den 2:4-Anschlusstreffer von André Schietzold belohnt. Die Eispiraten rochen Lunte, doch auf Silo war stets Verlass, wenn er gebraucht wurde. In der Schlussminute des zweiten Abschnitts rettete Bret Kilar herausragend gegen Matt McKnight und Alex Preibisch. So ging es mit der 4:2-Führung in den Schlussabschnitt.

Das letzte Drittel begann mit einer Strafe gegen Matt McKnight wegen Crosschecks. Die Westsachsen drängten auf das dritte Tor, doch das Penaltykilling funktionierte gut. Kaum waren die Schwaben komplett, ließ Benjamin Zientek seinen Gegenspieler alt aussehen, blieb vor Bret Kilar eiskalt und markierte mit seinem zweiten Treffer des Abends das 5:2 in der 44. Minute. Der ETC ließ die Köpfe jedoch nicht hängen und drängte weiter nach vorne, dort stand Silo Martinovic im Tor aber sicher. Doch auch die Schwaben hatten noch einige gute Möglichkeiten, so scheiterte Yannick Wenzel an einer starken Fußabwehr von Bret Kilar in der 52. Minute. Ein erneutes Powerplay für Bietigheim gab es kurz darauf. Der Pirat Rob Flick bekam eine kleine Strafe, damit war er nicht einverstanden und bekam nochmals zwei Minuten obendrauf – vier Minuten Überzahl für die Steelers. Doch das Tor machten die Gäste nach 22 Sekunden, es traf Dominic Walsh zum 5:3. Die Schwaben hatten Chancen, doch nutzten konnten sie keine davon. Zwei Minuten vor dem Ende nahm Kim Collins seinen Goalie vom Eis und Dennis Swinnen bekam eine Strafe wegen Beinstellens. Es war nochmal richtig Musik in der Partie! Doch 47 Sekunden vor Schluss schoss Bastian Steingroß aus der eigenen Zone die Scheibe ins verwaiste Tor der Eispiraten und traf zum 6:3. Mit der Schlusssirene trafen die Gäste noch ins Tor der Steelers, doch nach Studium des Videobeweises wurde der Treffer nicht anerkannt, da die Scheibe erst nach der Sirene die Torlinie überschritten hat. So blieb es beim verdienten 6:3-Heimsieg.

Die Steelers verabschieden sich somit mit zwei Siegen in die Deutschlandcup-Pause. Ein ereignisreicher Eishockeytag im Ellental ging somit mit tollem Sport erfolgreich zu Ende. Allen Organisatoren, den Spielern und allen Helfern vielen Dank für diesen tollen Tag.

Patrick Jonza