ESV Kaufbeuren – STEELERS
ESV Kaufbeuren
3:4
Bietigheim Steelers

Spielbericht

Norman Hauner sichert den 4:3-Sieg nach Overtime im Topspiel gegen Kaufbeuren

Am heutigen Freitagabend führte der Weg der Steelers ins Allgäu, denn 15. Spieltag hatte die Partie zwischen dem ESV Kaufbeuren und dem amtierenden Meister der DEL2 auf dem Programm. Bei der Mannschaft des Trainers Hugo Boisvert fehlten mit Shawn Weller, Freddy Cabana und Ilya Sharipov weiter drei wichtige Akteure. Fabjon Kuqi war wieder mit an Bord und aus Nürnberg reiste Verteidiger Pascal Grosse an. Im Tor begann Silo Martinovic für die Schwaben.

Bereits nach 20 Sekunden hatte Norman Hauner vor den 3.100 Zuschauern die erste Chance des Spiels, verzog jedoch knapp. Auf der anderen Seite hielt Silo Martinovic stark gegen Jere Laaksonen. Die Schwaben hielten das Tempo weiter hoch und Stefan Vajs musste gegen Benjamin Zientek und René Schoofs hellwach sein. Die erste Strafe des Spiels gab es in der siebten Minute, es traf Max Lukes wegen Beinstellens. Die Joker spielten das Powerplay zwar druckvoll, doch es blieb beim torlosen Unentschieden – zumindest kurz, denn von der Strafbank kommend setzte Max Lukes Benjamin Zientek in Szene und der blieb vor Stefan Vajs eiskalt und traf zum 1:0! Die Stimmung bei den ca. 120 mitgereisten Fans war wiedermal bombastisch. Die zweite Strafe des Spiels kassierte in der 12. Minute wiederrum Max Lukes, der von den Hauptschiedsrichtern Vladislav Gossmann und Michael Klein hinausgestellt wurde. Doch auch hier funktionierte das Penaltykilling. Kaum waren der ESVK komplett rettete Silo bockstark gegen Florian Thomas. 5:35 Minuten vor der ersten Pause durften die Steelers Powerplay spielen, doch auch hier funktionierte das Penaltykilling besser als das Powerplay. Es blieb bei der knappen Führung nach 20 Minuten.

Der zweite Abschnitt begann mit einem guten Schuss von Sami Blomqvist, doch Silo hielt stark. Keine Minute später spielte Matt McKnight einen Traumpass auf Alex Preibisch, dieser vollstreckte eiskalt und traf zum 2:0 – toller Auftakt in das Mitteldrittel. Brendan Gracel scheiterte dann kurz darauf knapp an Silo, die bis dato beste Chance für die Hausherren. Doch den Ton gaben die Gäste an. Dies veranlasste Andreas Brockmann bereits in der 27. Minute seine Auszeit zu nehmen, doch richtig geändert hatte sich nicht viel – vorerst. Die Anzahl der Spieler änderte sich in der 29. Minute, da Pascal Grosse wegen Haltens in die Kühlbox musste. 12 Sekunden vor Ablauf der Strafe gesellte sich Max Prommersberger zu Pascal Grosse. 33 Sekunden vor Ende der zweiten Strafe nutzte Joe Lewis einen Abpraller im Slot und traf zum Anschlusstreffer – nur noch 2:1 für Bietigheim. Der Treffer gab den Joker Aufwind. Doch mitten in diese Phase musste Brendan Gracel wegen Stockschlags auf die Strafbank und es gab Powerplay für Bietigheim. Diese Gelegenheit blieb ungenutzt und man musste selber noch in Unterzahl ran, denn 1:19 Minuten vor der zweiten Musste erwischte Alex Preibisch wegen Hakens. Auch das zweite Powerplay des Mittelabschnitts nutzten die Joker und kamen durch eine schöne Einzelleistung von Jere Laaksonen zum 2:2-Ausgleich. Das Schlussdrittel sollte die endgültige Entscheidung bringen – sollte.

Der ESVK kam mit jeder Menge Druck aus der Kabine und drängte auf den dritten Treffer. Joseph Lewis scheiterte im Eins gegen Eins gegen den überragend haltenden Silo Martinovic. Dies veranlasste dann Hugo Boisvert seine Auszeit zu nehmen und seine Jungs nochmals einzustellen. Direkt nach dieser Auszeit war es Stefan Vajs, der super gegen Dennis Swinnen halten konnte. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt komplett offen, schnell und beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Das Momentum wechselte fast von Angriff zu Angriff die Seite. In der 52. Minute gab es Strafe gegen den ESVK, es traf Julian Eichinger wegen Beinstellens und die große Chance für die Steelers in Überzahl zum Tor zu kommen. Dies nutzten die Schwaben zur erneuten Führung! Norman Hauner steckte durch auf Matt McKnight und der Goldhelm traf ins lange Eck zum 3:2! Die Schlussminuten waren von jeder Menge Spannung geprägt. Niki Goc musste 4:47 Minuten vor dem Ende wegen Stockschlags auf die Strafbank. Die Joker schnürten die Schwaben ein und Goalgetter Sami Blomqvist traf zum 3:3. 67 Sekunden vor dem Ende nochmals Strafe gegen Kaufbeuren, Jere Laaksonen stellte Norman Hauner das Bein. Stefan Vajs rettete stark gegen Matt McKnight und sein Team in die Overtime! Die erste überhaupt für die Steelers in dieser Saison.

54 Sekunden Powerplay standen zu Beginn der Verlängerung auf der Uhr für die Schwaben, doch diese konnten leider nicht genutzt werden. In der 63. Minute fasste sich dann Norman Hauner ein Herz umkurvte seine Gegenspieler und traf per platziertem Schuss ins lange Eck zum vielumjubelten Siegtreffer für sein Team.

Am Sonntag geht es dann mit dem Legendenspiel um 14:00 Uhr in der Arena weiter, ehe um 17:00 Uhr die Steelers dann auf die Eispiraten Crimmitschau treffen.

Patrick Jonza