STEELERS – EHC Freiburg
Bietigheim Steelers
2:4
EHC Freiburg

Spielbericht

Bittere 2:4 Niederlage der Steelers gegen Freiburg

Am Tag der Firmen kam es im Ellental zum baden-württembergischen Duell gegen den EHC Freiburg. Das Team von Trainer Leos Sulak steht derzeit auf Tabellenplatz 9 und konnte im letzten Spiel trotz 6 erzielter Auswärtstore lediglich einen Punkt aus Heilbronn mitnehmen. Die Breisgauer wollten es diesmal besser machen und den amtierenden Meister ärgern; im Kader der Gäste fehlte der verletzte Daniel Maly. Die Schwaben am vergangenen Spieltag mit voller Punktzahl in Weisswasser und auch am heutigen Abend sollte es wieder ein Dreier werden. Im Kader von Hugo Boisvert fehlten weiterhin Shawn Weller, Freddy Cabana, Ilya Sharipov sowie Fabjon Kuqi – von unseren Kooperationspartnern konnte keine Unterstützung an die Enz entsandt werden.

In der EgeTrans Arena sorgten die 3255 Zuschauer gleich für eine sehr gute Stimmung und beide Teams sofort mit Zug zum Tor. Florian Proske nach 45 Sekunden mit einer guten Aktion und auf der anderen Seite musste sich auch Jimmy Hertel gegen Tyler McNeely bzw. wenig später gegen Nici Goc strecken, um einen Rückstand seiner Farben zu verhindern. Die Schlagzahl auf dem Eis nahm zu, aber die Defensivabteilungen sicher. Dies änderte sich erstmals nach fast sechs Minuten, als Nikolas Linsenmaier über die Mitte kam und die Scheibe nach einem Handgelenkschuss unter den Schonern von Florian Proske zur Führung der Wölfe über die Linie rutschte. Die Steelers weiterhin spielerisch mit viel Aufwand, mehr Spielanteilen und vielen Möglichkeiten, aber mit Pech im Abschluss. Die Wölfe  immer brandgefährlich bei ihren Gegenzügen und etwa fünf Minuten vor der Pausensirene die Ellentaler mit Glück, als die Scheibe für einen kurzen Moment frei im Torraum lag und nur wenig später der Pfosten für Florian Proske rettete. Aber auch Jimmy Hertel hatte Glück, als Norman Hauner an der Latte scheiterte. Die Schwaben mit weiterhin viel Aufwand und wenig Ertrag, so auch Alex Preibisch, der  nach gutem Zuspiel von Marcus Sommerfeld den starken Jimmy Hertel nicht überwinden konnte. So ging es mit dem Spielstand von 0:1 in die Kabine.

Im Mittelabschnitt die Hausherren sofort wieder im Angriffsmodus und Matt McKnight, wie auch Bastian Steingroß verfehlten nur knapp das Tor der Badener. Die Bemühungen wurden schließlich in der 22. Spielminute belohnt, nachdem Norman Hauer die Scheibe in den langen Winkel des Gästetors zum längst verdienten Ausgleich beförderte. Kurz darauf die Steelers in Überzahl, da Christian Neuert nach einem Bandencheck zuschauen musste. Die Scheibe lief schnell in den Reihen der Ellentäler und der Druck hoch in dieser Phase, aber der Torerfolg blieb aus. Beide Goalies konnten sich nicht über mangelnde Arbeit beschweren. Florian Proske blieb jeweils Sieger gegen Nikolas Linsenmaier und Marvin Neher und auf der anderen Seite verhinderte Jimmy Hertel einen Puckeinschlag gegen Marcus Sommerfeld und Norman Hauner. Kurz vor der zweiten Pausensirene hatte Norman Hauner nochmals den Führungstreffer auf der Kelle, aber erneut war Endstation bei Jimmy Hertel und es blieb beim 1:1.

Auch im Schlussdrittel knüpften die Hausherren an die gute Spielweise der vorausgegangenen Spielabschnitte an. Nach 69 Sekunden war es im Torraum der Steelers äußerst unübersichtlich. Nach der Sichtung des Videobeweises entschieden die Schiedsrichter Marcus Brill und Sascha Westrich, dass es in dieser Situation keinen Treffer der Gäste gegeben hat. In der 47. Spielminute wurde dann erneut der Videobeweis konsultiert und entschieden, dass Tyler McNeely das Spielgerät nicht ins Freiburger Tor befördert hat. Die Schwaben weiterhin mit hoher Schlagzahl im Vorwärtsgang, es fehlte einzig das Glück im Abschluss. Dieses aber hatte Jannik Herm, er zimmerte von der blauen Linie die Scheibe unhaltbar ins lange Eck zur 2:1 Führung (50.). Fortuna war weiter bei den Gästen, denn gut vier Minuten später war es Christian Neuert, der zum 3:1 für die Wölfe erhöhte. Als noch 2:36 Minuten auf der Uhr standen nahm Hugo Boisvert eine Auszeit und ersetzte anschließend Florian Proske durch einen weiteren Feldspieler. Nachdem die Breisgauer hier nur den Pfosten trafen vollstreckte Matt McKnight 105 Sekunden vor der Schlusssirene zum 2:3. Anschließend trafen die Gäste zunächst erneut nur den Pfosten des verwaisen Bietigheimer Tores und erst im zweiten Anlauf erzielte Nikolas Linsenmaier das Tor zum 4:2. In den verbleibenden 65 Sekunden konnten die Schwaben kein weiteres Tor mehr erzielen.    

Die Steelers konnten eine gute Leistung mit vielen Möglichkeiten nicht mit Toren krönen und müssen deshalb eine Niederlage hinnehmen.

Spieler des Abends wurde bei den Freiburgern Jimmy Hertel und bei den Steelers Norman Hauner.

Am Sonntag geht es für die Steelers zum Aufsteiger nach Deggendorf – Bully ist um 18.30 Uhr. 

Ralf Endres