Ravensburg Towerstars – STEELERS
Ravensburg Towerstars
8:5
Bietigheim Steelers

Spielbericht

Zum Nachholspiel des 10. Spieltags führte der Weg der Steelers heute ins Oberschwäbische. Es kam zum Duell mit dem Tabellenführer – den Ravensburg Towerstars. Beim Team von Hugo Boisvert fehlten wie am Sonntag auch Max Lukes, Shawn Weller, Freddy Cabana und Ilya Sharipov. Im Tor startete heute Florian Proske vom Kooperationspartner aus Nürnberg. Von diesem war auch Verteidiger Pascal Grosse nach Ravensburg angereist.

Das von den Hauptschiedsrichtern Daniel Kannengießer und Martin Holzer geleitete Spiel begann mit einem guten Save von Florian Proske gegen Mathieu Pompei nach 40 Sekunden.  In der dritten Minute zielte Vincenz Mayer genauer und erzielte die Führung für die Hausherren. Die Steelers hatten im Anschluss in Person von Marcus Sommerfeld den Ausgleich auf der Kelle, doch sein Schuss wurde abgefälscht. Die Oberschwaben machten weiter Druck doch bei einem Konter schoss Tyler McNeely in der sechsten Minute knapp drüber. Ein Pfostentreffer von Julian Kornelli verhinderte den zweiten Gegentreffer der Ellentaler nach sieben Minuten. Das Tempo im Spiel im war von Beginn an hoch und an Torszenen mangelte es nicht, den Großteil verbuchten die Oberschwaben für sich. In der 13. Minute hatte Mayer die größte davon, Florian Proske hielt jedoch stark. Kurz darauf gab es die erste Strafe des Spiels, es traf Matt McKnight wegen Hakens. Der Druck der Towerstars war hoch, doch die Steelers verteidigten stark und überstanden die zwei Minuten schadlos. Es blieb beim knappen Rückstand nach 20 Minuten.

In der Pause schallte ein Feueralarm durch die Eishalle, die geräumt werden musste. Dies lief von 2.703 Zuschauern reibungslos von statten und als die Feuerwehr kurz darauf die Entwarnung gab, ging es ins zweite Drittel.

Die Ravensburger kamen mit viel Schwung aus der verlängerten Pause und Mathieu Pompei traf bereits nach 30 Sekunden zum 2:0. Die Steelers fingen sich jedoch schnell wieder und bekamen in der 25. Minute das erste Powerplay zugesprochen. Die Ellentaler schnürten die Hausherren ein und Matt McKnight und Marcus Sommerfeld hatten den ersten Treffer vor Augen, doch Jonas Langmann hielt zweimal gut. Als Tyler McNeely im Slot nachstochern wollte, erhielt er eine Strafe wegen Stockschlags und es ging 41 Sekunden mit vier gegen vier weiter. Von der Strafbank kommend hatten Tyler McNeely und Alex Preibisch eine gute Einschussmöglichkeit herausgespielt, doch wieder hielt Langmann. Doch keine Minute später klingelte es endlich! Auf Pass von Willie Corrin und Dennis Swinnen traf Tyler McNeely zum 1:2-Anschlusstreffer. Die Steelers drückten fortan aufs Gas, mussten bei den Gegenstößen der Towerstars jedoch höllisch aufpassen. Ein solcher führte in der 30. Minute zum 1:3, der Treffer fand nach Studium des Videobeweises auch Anerkennung. Torschütze war David Zucker. Eine Bankstrafe gegen Hausherren brachte das zweite Überzahlspiel für die Ellentaler. Auch hier waren Chancen da, zumindest bis 37 Sekunden vor dem Ende, denn zu diesem Zeitpunkt wurde Bastian Steingroß wegen Bandenchecks hinausgestellt. Doch in Unterzahl war es Max Prommersberger, der zum erneuten Anschlusstreffer traf – nur noch 2:3 aus Sicht der Steelers. 10 Sekunden vor Ablauf der Strafe gesellte sich Willie Corrin zu Bastian Steingroß auf die Strafbank. Kaum in Überzahl, kassierte Ravensburg ebenfalls eine kleine Strafe und wieder waren beide Teams einen weniger. Diesen Platz nutzte Olivier Hinse und traf per Alleingang zum 2:4. Nochmal einer weniger waren die Bietigheimer unmittelbar im Anschluss, da Tyler McNeely hinaus musste. Niki Goc schütze bei vier gegen vier seinen Goalie und erhielt ebenfalls eine Strafe. Knappe 30 Sekunden war man in doppelter Unterzahl. Doch da auch Vincenz Mayer raus musste ging es mal wieder mit jeweils einem Mann weniger weiter. Auch diesmal waren es die Hausherren, die zuschlugen. Einen Konter vollendete Daniel Pfaffengut zum 2:5. Eine weitere Strafe gegen die Towerstars brachte den Steelers 74 Sekunden vor der zweiten Sirene eine 15-sekündige doppelte Überzahl. 37 Sekunden vor Schluss nutzte Willie Corrin dies aus und traf zum 3:5. Da Kilian Keller nach dem Treffer den Schiedsrichter beleidigte, gab es erneut eine kleine Strafe gegen sein Team. Drei Sekunden vor der zweiten Pause schlossen die Towerstars einen Konter in Unterzahl durch David Zucker zum 3:6 ab – dies war auch der Zwischenstand nach den zweiten turbulenten 20 Minuten.

1:23 Minuten Powerplay waren zu Beginn des Schlussabschnitts für die Steelers noch auf der Uhr. 15 Sekunden vor Ablauf kam eine zweite Strafe gegen die Towerstars hinzu. Was Zählbares sprang leider nicht heraus. Auf der anderen Seite hatte der starke Florian Proske Glück, dass ein Schuss von Andreas Driendl gegen die Latte ging. In der 47. Minute gab es mal wieder Strafen gegen beide Teams. Beim EVR traf es David Zucker und Robbie Czarnik, bei den Steelers Dennis Swinnen – Powerplay Bietigheim, dies ohne Erfolg blieb. 11 Minuten vor dem Ende hatte Norman Hauner Pech, als sein Schuss von Innenpfosten zu Innenpfosten prallte und wieder raus. Besser lief es in der 51. Minute, Fabjon Kuqi spielte Benjamin Hüfner sehenswert frei, dieser leitete auf Benjamin Zientek weiter und es stand „nur“ noch 4:6. Die Steelers gaben nochmal alles und drängten auf den fünften Treffer und Norman Hauner war es, der 3:51 Minuten vor Schluss zum 5:6 traf! Es wurde nochmals richtig spannend und 1:50 vor Schluss nahm Hugo Boisvert Florian Proske vom Eis. Dies nutzten die Hausherren und trafen zum 5:7 durch Robin Just ins verwaiste Tor. Doch aufgeben ist nicht und man hatte den sechsten Treffer auf dem Schläger. Als Florian Proske das zweite Mal vom Eis ging, machte David Zucker endgültig den Deckel drauf und traf zum 5:8-Endstand.

Nie aufgesteckt und alles gegeben, doch leider sollte es nichts mit Punkten werden. DANKE an die mitgereisten Fans, die das Team überragend unterstützten. Am Freitag geht es mit dem Auswärtsspiel in Bad Tölz weiter, ehe am Sonntag das Derby gegen Heilbronn stattfindet.

Patrick Jonza