Dresdner Eislöwen – STEELERS
Dresdner Eislöwen
6:5
Bietigheim Steelers

Spielbericht

Steelers unterliegen an der Elbe

Der Spielplan führte die Steelers am heutigen Abend zu den bisher punktlosen Eislöwen nach Dresden. Die Partie vor 1.617 Zuschauer hatte von Beginn an die richtige Betriebstemperatur, Marcus Sommerfeld hatte kurz nach dem Eröffnungsbully die erste gute Chance für die Schwaben auf der Kelle, doch vorerst blieb es noch beim Spielstand von 0:0. Auf der Gegenseite musste Ilya Sharipov seine Qualitäten unter Beweis stellen, als Nick Huard plötzlich vor ihm auftauchte – der Steelers Schlussmann parierte akrobatisch gegen den kanadischen Stürmer im Team der Sachsen. Als Eislöwe Sebastian Zauner nach einem Beinstellen in der vierten Minute ein Bündnis mit der Strafbank einging, zogen die Mannen von Coach Hugo Boisvert ihr Powerplay auf. Willie Corrin war es, der die Hartgummischeibe von der rechten Seite vor das Tor von Marco Eisenhut brachte und für Tyler McNeely auflegte, Bietigheims 94er lies nach 4:31 Min. erstmals an diesem Abend das Tornetz zappeln, 1:0 für die Steelers! Doch das Team von Ex-Steeler Jochen Molling, der als Nachfolger von Franz Steer seit dieser Saison das Kommando hinter der Dresdner Bande hat, fand postwendend eine Antwort. Jordan Knackstedt, Topscorer der Elbstädter, erzielte exakt 45 Sekunden nach der Steelers Führung den Ausgleich zum 1:1. Im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnitts konnten sich die beiden Goalies nicht über fehlende Arbeit beschweren, die größte Aufgabe hatte Dresdens Eisenhut zu meistern, als er nach einem schönen Pass von Marcus Sommerfeld gegen den einschussbereiten Matt McKnight in höchster Not klären konnte – es blieb beim 1:1 nach 20 Minuten.

Das zweite Drittel begann dann mit einer Schrecksekunde für die Bietigheimer, Torschütze McNeely musste nach nur 20 Sekunden verletzt vom Eis. In der jetzt etwas hitziger geführten Partie kamen die Steelers in der 23. Minute zur zweiten Powerplay Möglichkeit, doch diesmal funktionierte das Penaltykilling der Sachsen, die zu jenem Saisonzeitpunkt bereits acht Unterzahltore kassierten. Shawn Weller war es dann, der aus spitzem Winkel mit Unterstützung eines Dresdner Schlittschuh seine Farben erneut in Führung schoss, 31 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt absolviert. Doch auch dieses Mal lies die Antwort der Hausherren nicht lange auf sich warten, erneut war es Goldhelm Jordan Knackstedt, der die Lücke fand und den an diesem Abend erneut starken Ilya Sharipov zum zweiten Mal überwinden konnte, 2:2 nach 34 gespielten Minuten. Gut 90 Sekunden vor Ertönen der zweiten Pausensirene musste Kapitän Nicolai Goc das Eis verlassen, die Schiedsrichter erkannten einen Kniecheck gegen Dennis Palka und belegten dieses Vergehen mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe. Doch nachdem zuvor schon der Dresdner Höller und wenige Augenblicke später erneut Zauner für jeweils zwei Minuten auf die Strafbank mussten, konnten die Steelers kurzzeitig Vier gegen Drei Powerplay spielen und sie nutzen die Möglichkeit! Marcus Sommerfeld nahm Maß und hämmerte den Puck zur dritten Bietigheimer Führung an diesem Abend in die Maschen – 2:3 hieß der Spielstand nach 40 Minuten.

Der Schlussabschnitt avancierte dann zu einem Schützenfest, bei dem die Hausherren mit einem Doppelschlag binnen 112 Sekunden die Partie drehten, Jordan Heywood und erneut Jordan Knackstedt mit seinem dritten Treffer an diesem Abend stellten auf 4:3. Doch der amtierende Meister der DEL2 lies sich davon nicht beirren, 48 Sekunden nach dem erstmaligen Rückstand am heutigen Abend glich Shawn Weller nach einem Konter auf Zuspiel von Alex Preibisch zum 4:4 aus. Nach dem vierten Treffer von Dresdens Knackstedt (50.) und dem insgesamt fünften Ausgleich in dieser Partie durch Willie Corrin auf Bietigheimer Seite war in der 53. Minute die Dekade an Toren erzielt. Den Schlusspunkt in einer spannenden, kurzweiligen, ausgeglichenen und torreichen Partie setzte Thomas Pielmeier, der mit dem Treffer zum 6:5 den Dresdner Eislöwen die ersten drei Punkte der laufenden Saison sicherte.

Das nächste Spiel für die Steelers steht am kommenden Sonntag um 17:00 Uhr auf dem Programm, dann begrüßt der Meister das Team der Kassel Huskies in der EgeTrans Arena.

Sebastian Marjan