Ravensburg Towerstars – Bietigheim Steelers
Ravensburg Towerstars
2:3
Bietigheim Steelers

Zum „Baden-Württemberg-Duell“ reisten die Steelers heute nach Ravensburg. In der CHG-Arena traf die Mannschaft von Trainer Hugo Boisvert auf den amtierenden Meister der DEL2 – die Ravensburg Towerstars. Mit an Bord war wieder Stürmer Max Lukes, dagegen mussten die Ellentaler weiter auf Eric Stephan verzichten. Im Tor startete wie am Auftaktwochenende erneut Stephon Williams.

Eine kleine Umstellung nahm Hugo Boisvert bereits vor dem Spiel vor, denn er beorderte Norman Hauner zu Matt McKnight und Alexander Preibisch in den ersten Block. Benjamin Zientek stürmte an der Seite von Lukas Laub und Dennis Swinnen. Geleitet wurde die Partie von den Hauptschiedsrichtern Ulpi Sicorschi und Alfred Hascher. Von Beginn an hielten beide Teams das Tempo hoch, was jedoch fehlte waren klare Torchancen. Das erste mal richtig gefährlich wurde es, als Lukas Laub schoss, Olafr Schmidt konnte den Schuss in der sechsten Minute sicher fangen. Nach Schuss von Tim Schüle, verpasste Yannick Wenzel im Nachschuss nur wenig später die Führung. Diese fiel in der neunten Minute. Nach schnellem Umschaltspiel setzte Benjamin Zientek den mitgelaufenen Dennis Swinnen in Szene. Dieser ließ Olafr Schmidt keine Chance und traf zum 1:0! Nur 17 Sekunden später musste Robin Just wegen Beinstellens in die Kühlbox – Powerplay Bietigheim. Druck war da, es blieb aber beim 1:0. Auf der anderen Seite musste Torschütze Dennis Swinnen wegen einer angeblichen Behinderung für zwei Minuten raus. 45 Sekunden vor Ablauf der Strafe erhielt Goalie Stephon Williams wegen halten den Stocks ebenfalls zwei Minuten, die Alex Preibsich absaß. Mit zwei Mann weniger hielt man den Kasten sauber, doch mit einem Mann weniger kamen die Towerstars durch Jeff Hayes zum Ausgleich. Zuvor reklamierte Stephon Williams mehrmals wegen Maskentreffer beim Hauptschiedsrichter, dieser ließ jedoch weiterlaufen und so fiel der Ausgleich. Die Hausherren machten weiter Druck und hatten Pech, als ein wenig zu früh abgepfiffen wurde und somit ein Treffer aus dem Gewühl vor dem Tor nicht zählte. Die Steelers schüttelten sich kurz und hatten wenige Sekunden vor der ersten Sirene durch Max Prommersberger die Führung auf der Kelle, doch Olafr Schmidt parierte stark. Es blieb beim 1:1 nach 20 Minuten.

Nach nicht einmal zwei Minuten im Mittelabschnitt musste Jakub Svoboda wegen eines unkorrekten Körperangriffs gegen Stephon Williams auf die Strafbank. Ravensburg verteidigte gut und auch das zweite Powerplay blieb ohne Erfolg. Die Oberschwaben erhöhten die Schlagzahl und kamen zu guten Einschussmöglichkeiten. In die Karten spielte ihnen dabei eine Strafe gegen Alex Preibisch in der 27. Minute. Die Ellentaler hielten gut dagegen und es blieb beim Unentschieden. Nach exakt 31 Minuten hielt Stephon Williams stark im Eins gegen Eins gegen Max Kolb und 31 Sekunden später gegen Robin Just. Mitten in die Drangphase der Ravensburger enteilte Benjamin Zientek seinem Gegenspieler und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden – Überzahl für die Steelers, welches auch im dritten Anlauf ohne Erfolg blieb. 23 Sekunden vor der zweiten Sirene parierte Stephon Williams stark mit dem Stock, die Schiedsrichter sahen jedoch ein Foul des Keepers und er bekam erneut zwei Minute aufgebrummt, die Benjamin Zientek absaß. Durch diesen unverständlichen Pfiff mussten die Bietigheimer mit 84 Sekunden Unterzahl in den Schlussabschnitt starten.

Die Unterzahl konnte man schadlos überstehen und die Bietigheimer kamen wieder besser ins Spiel. Nach einem hohen Stock gegen Sören Sturm in der 25. Minute entwickelte sich eine Schlägerei zwischen Freddy Cabana und Calvin Pokorny. Beide erhielten 2+2+10 Strafminuten. Bei einem Konter schlug Benjamin Hüfner mit dem Stock gegen Robin Just und durfte sich für zwei Minuten zu Freddy Cabana begeben. Hier hielt Stephon Williams mit einigen Saves seine Vorderleute im Spiel. Kaum komplett musste erneut ein Bietigheimer runter, diesmal René Schoofs wegen eines späten Checks. Auch hier war Stephon Williams immer auf der Höhe und es ging mit dem 1:1 in die letzten neun Minuten. Diese begannen mit einer guten Chance für Brett Breitkreuz, der an Olafr Schmidt scheiterte. Sechseinhalb Minuten vor Schluss vereitelte Williams erneut eine Riesenchance der Towerstars. In der 55. Minute durften die Steelers zum vierten Powerplay antreten. Mit Ablauf der Strafe war es dann soweit – auf Pass von Chris Owens und Matt McKnight traf Tim Schüle zum 2:1! Das nennt man effektiv! 1:52 Minuten vor dem Ende ging Olafr Schmidt zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. In dieser Überzahl traf Sören Sturm durch Freund und Feind zum 2:2. Ravensburg drückte auf den Siegtreffer doch Stephon Williams hilet den Punkt fest, denn es ging nach 60 umkämpften und spannenden Minuten in die Overtime.

In dieser hatten beide Teams gute Einschussmöglichkeiten, doch beide Keeper zeigten wie schon den ganzen Abend eine tolle Leistung, so dass die Entscheidung im Penaltyschießen fallen musste. In der ersten Runde vergaben alle drei jeweiligen Schützen. Als vierter Steeler lief Benjamin Zientek an und traf. Stephon Williams hielt im Anschluss gegen Thomas Merl mit seinem vierten gehaltenen Penalty den Zusatzpunkt fest.

Danke an alle Fans für die tolle Unterstützung vor Ort. Wir sehen uns alle am Sonntag um 17:00 Uhr beim Heimspiel gegen Bayreuth, in das wir als Tabellenführer gehen.