Das Topspiel des 30. Spieltags der DEL2 fand in Oberbayern statt. Die drittplatzierten Tölzer Löwen empfingen den Zweiten aus Bietigheim. Beide Teams plagen Verletzungssorgen, so dass beide Trainer lediglich 13 Feldspieler und zwei Goalies aufbieten konnten. Da sich im Warmup Cody Brenner verletzte, sprang Leon Doubrawa ein. Jimmy Hertel, der ebenfalls mit dabei war, nahm auf der Bank Platz. Nach dem Check vom Freitag war Benjamin Hüfner heute nicht mehr im Line-Up.

Beide Teams begegneten sich zu Beginn auf Augenhöhe, ehe es in der vierten Minute erstmals klingelte. Nach gewonnenem Bully von Mario Lamoureux war es Niklas Heinzinger, der mit einem satten Schuss das 1:0 für die Löwen erzielte. Leon Doubrawa war die Sicht versperrt, so dass er keine Abwehrmöglichkeiten hatte. Da Fabjon Kuqi in der eigenen Zone die Scheibe über die Bande spielte, blieb den Hauptschiedsrichtern Markus Schütz und Ruben Kapzan nichts anderes übrig, als den Youngster auf die Strafbank zu schicken. In Unterzahl hatten die Schwaben die besseren Möglichkeiten und konnte die Strafe killen. Überhaupt schüttelten die Schwaben den Rückstand gut ab und kamen durch Riley Sheen, Brett Breitkreuz und Fabjon Kuqi zu guten Chancen, doch Max Franzreb im Tor der Löwen hielt die Führung für sein Team fest. In der 12. Minute verpasste Norman Hauner nach guter Vorarbeit von Brett Breitkreuz nur knapp das Gehäuse – der Ausgleich wäre zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient gewesen. Diesen verpasste man bei einer knapp zwei Minuten andauernden doppelten Überzahl. Trotz Dauerdrucks, fand man keine Lücke. Dies gab den Löwen Auftrieb und die Schwaben hatten beim Lattentreffer von Marco Pfleger erst Glück und bei der Chance von Mario Lamoureux dann einen starken Leon Doubrawa zwischen den Pfosten. 16 Sekunde vor der ersten Pause war der junge Schlussmann jedoch machtlos. Gegen Lubor Dibelka konnte er noch überragend klären, doch Marco Pfleger staubte zum 0:2-Pausenrückstand aus Sicht der Steelers ab.

Der Mittelabschnitt begann suboptimal für Bietigheim. Max French packte nach nur 17 Sekunden den Hammer aus und traf zum 3:0 für Bad Tölz. Trotz dieses Rückstands spielten die Steelers weiter gut nach vorne und beschäftigten Max Franzreb im Tor. In der 31. Minute musste der Schlussmann der „Buam“ nach einem feinen Konter gegen Riley Sheen sein ganzes Können zeigen. Nach gut der Hälfte der Spielzeit konnte man sagen, dass der Unterschied die Chancenverwertung war, die zugunsten der Löwen ausfiel. Bestes Beispiel das 0:4. Mitten in der Druckphase der Schwaben erzielte Max French seinen zweiten Treffer in der 34. Minute. Auch danach ließ man nicht die Köpfe hängen und kam zum ersten Tor. Tim Schüle bediente Norman Hauner, dieser nahm Maß und traf ins kurze Eck zum 4:1 nur 92 Sekunden später. 23 Sekunden vor der zweiten Pause kassierte Kenney Morrison noch eine Strafe, so dass man in den Schlussabschnitt mit einem Mann mehr ging.

Der Druck zu Beginn des dritten Drittels war natürlich da, doch dieser war nicht zwingend genug. Man bleib seiner Linie weiter treu und ging auf Treffer Nummer zwei. Dieser gelang in der 47. Minute. Fabjon Kuqi ließ die Scheibe clever liegen, so dass Calvin Pokorny mit einem Schuss ins lange Eck zum 2:4 traf. Leider brachte ein weiteres Powerplay nicht den wichtigen dritten Treffer sieben Minuten vor Schluss. Auch im Anschluss spielten fast ausschließlich die Steelers, doch egal ob Norman Hauner, Yannick Wenzel oder Brett Breitkreuz, die Scheibe wollte nicht über die Linie. Bildlich für den Verlauf der Partie war die Entscheidung zum 2:5 aus Sicht der Steelers. Erst geht vorne die Scheibe nicht rein und gut 200 Sekunden vor dem Ende treffen die „Buam“ durch Manuel Edfelder zum Endstand.

Nach vier Spielen mit zehn Punkten, bleiben die Schwaben erstmals wieder ohne Zähler. Man hat dennoch toll gekämpft und kann den Heimweg erhobenen Hauptes antreten. Beide Mannschaften tauschen die Plätze, so dass die Steelers nun Platz drei der Tabelle belegen. Am kommenden Freitag geht es mit dem Heimspiel gegen Löwen Frankfurt weiter -wie immer live bei Sprade.TV.

Bild: Martin Vogel / DEL2