Zur Generalprobe auf die am nächsten Freitag beginnenden Saison waren aus der DEL die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg zu Gast. Das Team von Trainer Hugo Boisvert wurde von Neal Samanski und Davis Koch aus Iserlohn verstärkt. Eric Stephan, Robert Kneisler und Fabjon Kuqi wurden am heutigen Abend geschont. Im Tor der Ellentaler startete Stephon Williams.

Die Franken machten vor den 2.109 Zuschauern von Beginn an Druck und nach 61 Sekunden hielt Stephon Williams einen verdeckten Schuss von Oliver Mebus sicher. Nürnberg hielt das Tempo hoch und in der vierten Minute traf Andreas Eder den Pfosten und kurz darauf Patrick Reimer die Latte – Glück für die Schwaben. Eine Riesentat vollbrachte Stephon Williams in der 11. Minute gegen Brandon Buck und hielt so das 0:0. Die erste große Chance der Hausherren hatte René Schoofs, der nach gutem Pass von Yannick Wenzel an Jonas Langmann im Tigers-Tor scheiterte. Die erste Strafe des Spiels sprachen die Schiedsrichter Razvan Gavrilas und Patrick Gogulla in der 17. Minute aus. Es traf den Franken Moritz Wirth wegen Beinstellens. In Unterzahl schlugen die Ice Tigers jedoch eiskalt zu. Einen Steelers-Querpass schnappte sich Will Acton und ließ Stephon Williams keine Chance und traf zum 0:1. Kaum wieder komplett, musste Oliver Mebus wegen Stockschlags in die Kühlbox. Doch im ersten Abschnitt passierte nichts mehr und es ging mit dem knappen Rückstand in die Kabine.

Zu Beginn des zweiten Drittels standen noch 54 Sekunden Powerplay für Bietigheim auf der Uhr. In diesen lief die Scheibe gut, der Ausgleich fiel aber nicht. Im Anschluss waren die Franken wieder am Zug, doch Stephon Williams parierte den Alleingang von Daniel Fischbuch Weltklasse. Nach 26 Minuten gab es die erste Strafe gegen Bietigheim, Max Prommersberger stellte seinem Gegenspieler ein Bein und musste raus. Die Defensive machte ihren Job gut und es blieb beim 0:1. Das dritte Bietigheimer Powerplay zur Mitte des Spiels brachte den Ausgleich. Lukas Laub und Brett Breitkreuz machten viel Alarm, Chris Owens stand am langen Pfosten goldrichtig und netzte zum 1:1 ein. Im Zusammenspiel mit Dennis Swinnen verpasste Norman Hauner im Anschluss nur knapp die Führung – Jonas Langmann parierte stark. Der Treffer tat dem Steelers-Spiel sichtlich gut und man ließ Gegner und Puck gut laufen. 5:20 Minuten vor der zweiten Pause bekamen sich Chad Bassen und Benjamin Hüfner in die Haare, der fränkische Verursacher musste daraufhin für zwei Minuten auf die Strafbank. In dem starken Überzahlspiel der Schwaben gab es eine weitere Strafe gegen Nürnberg, Brandon Buck bekam 2+2 Strafminuten wegen hohen Stocks. 46 Sekunden spielten die Ellentaler mit zwei Mann mehr. Was bei doppelter Überzahl nicht funktionierte, klappte bei der einfachen. Benjamin Hüfner und Norman Hauner setzten Freddy Cabana sehenswert in Szene und dieser traf zum 2:1 – ein toll rausgespieltes Tor. 28 Sekunden vor der Pause Unterzahl Bietigheim wegen zu vielen Feldspielern auf dem Eis, doch es blieb beim 2:1 nach 40 Minuten.

Diesmal starteten die Gäste mit Powerplay ins Drittel und 12 Sekunden vor Ablauf der Strafe erwischte es noch Matt McKnight wegen Beinstellens. Wie Stephon Williams kurz vor Ablauf der Strafe gegen Brandon Buck die Scheibe hielt, weiß er wohl selber nicht – es war einfach überragend und es blieb beim 2:1. Die Franken drängten in der Folgezeit auf den Ausgleich und die Steelers setzten mit Kontern Nadelstiche – es war ein gutes und spannendes Spiel. 8:29 Minuten vor Schluss gab es nochmals Powerplay für Bietigheim, Brett Breitkreuz hatte den dritten Treffer auf der Kelle, doch gelingen wollte dieser nicht. Dafür aber in der 55. Minute. Max Lukes leitete den Puck auf Chris Owens weiter, dieser spielte auf Alex Preibisch und dieser schloss eiskalt gegen die Laufrichtung von Jonas Langmann zum 3:1 ab! Die Ice Tigers steckten nicht auf und kamen 153 Sekunden vor Schluss durch Brett Festerling zum Anschlusstreffer – nur noch 3:2. Jonas Langmann verließ 93 Sekunden vor dem Ende seinen Kasten zugunsten des sechsten Feldspielers. Freddy Cabana nahm aus der eigenen Zone Maß und traf zum 4:2. Ein zweiter Versuch mit sechs Feldspielern blieb erneut erfolglos, so dass am Ende die Steelers nach einer tollen Leistung mit 4:2 gegen den DEL-Vertreter gewannen.