Am 39. Spieltag der DEL2 führte die Steelers der Weg nach Crimmitschau. Nicht mit im Bus saßen neben den länger Verletzten C.J. und Benjamin Zientek, auch Benjamin Hüfner, Brett Breitkreuz, Robert Kneisler, Tim Schüle und Cody Brenner. Im Tor startete wie am Donnerstag Youngster Leon Doubrawa. Am Ende sollte wieder Max Prommersberger das Zünglein an der Waage sein.

Beide Mannschaften legten trotz großen Verletzungssorgen ein gutes Tempo vor. Für die Steelers verpasste Riley Sheen in der vierten Minute nur knapp die Führung. Robin Just, der in die Reihe zu Alex Preibisch und Norman Hauner rutschte, war nur wenige Augenblicke später ebenfalls kurz vor dem ersten Treffer des Spiels, doch Ilya Andryukhov hielt gut. Auf der anderen Seite rettete Leon Doubrawa stark gegen Petr Pohl. Die Schwaben hatten in den Anfangsminuten die Mehrzahl an Chancen, doch es blieb bei einem torlosen aber gutem Spiel. Die erste Strafe des Spiels sprachen die Hauptschiedsrichter Carsten Lenhart und Stephan Bauer in der 11. Minute gegen die Eispiraten aus. Der Druck der Steelers war immens, doch die Westsachsen hielten diesem stand. Bei einem Konter nach 15 Minuten hatten die Steelers Glück, das Lukas Vantuch auch leeren Tor vorbeischoss. Kurios und völlig aus dem Nichts fiel die Führung für die Eispiraten. Max Prommersberger und Leon Doubrawa waren sich uneins und Patrick Pohl nutzte dies aus und traf zum 0:1 aus Sicht der Steelers. Kurz vor der ersten Pause gab es nochmals eine Strafe gegen Crimmitschau, doch es blieb beim knappen Rückstand.

Im zweiten Durchgang war es Norman Hauner, der für sein Team die ersten Akzente setzte, doch auch er konnte den Ausgleich nicht erzielen. Die Eispiraten hatten in Person von Sam Vigneault binnen weniger Sekunden den zweiten Treffer auf der Kelle. Beim ersten Versuch war Leon Doubrawa zur Stelle, beim zweiten rettete die Latte. In der 27. Minuten war es dann aber soweit. Über Robin Just und Alex Preibisch landete der Puck bei Norman Hauner, der mit seinem Schuss zum 1:1 traf. Doch quasi im Gegenzug trafen die Westsachen zur erneuten Führung. Timo Gams traf per Schlagschuss zur zweiten Führung. Doch diese hatte nicht lange Bestand. Alex Preibisch schoss von weit außen in Richtung Tor und traf zum 2:2 ins kurze Eck! Es blieb wild auf dem Eis und nur vier Minuten später waren die Hausherren wieder a dran. Erneut war es Timo Gams, der aus dem Gewühl vor Leon Doubrawa zum 3:2 für seine Eispiraten traf. Die Steelers steckten dies jedoch gut weg und spieleten weiter nach vorne. Mitten in diesen Schwung traf Mathieu Lemay bei einem Konter zum 4:2 für Crimmitschau. Zwei Minuten vor der zweiten Sirene erwischte Norman Hauner seinen Gegenspieler unglücklich mit dem Schläger im Gesicht und erhielt dafür eine 2+2 Minuten Strafe. Hier war es Travis Ewanyk der in Überzhal zum 5:2 für die Eispiraten nach 40 Minuten traf.

Die Schwaben legten zu Beginn des Schlussabschnitts los wie die Feuerwehr. Erst traf Robin Just mit seinem zweiten Treffer des Abends nach 79 Sekunden zum 3:5 und nur kurz darauf war es Riley Sheen der das vierte Tor nachlieferte – die Steelers waren wieder im Spiel und machten weiter Druck. In der 47. Minute verzögerte der groß aufspielende Norman Hauner geschickt und setzte Robin Just in Szene, dieser traf per Direktabnahme zum 5:5-Ausgleich! Was für eine Aufholjagd der Ellentaler, die das Heft wieder in die Hand nahmen. Die Hausherren konnten sich in den Folgeminuten bei ihrem Goalie bedanken, dass es weiter beim Unentschieden blieb. Nachdem die Hauptschiedsrichter zwei klare Strafen gegen die Westsachsen nicht ahndeten, schickten sie Norman Hauner in der 52. Minute wegen Beinstellens hinaus. Dies nutzten die Eispiraten durch Sam Vigneault zum 6:5. Doch aufgeben war nicht – Alexander Preibsich fälschte einen Schuss von Norman Hauner unhaltbar zum 6:6 ab – noch knapp über vier Minuten waren da noch auf der Uhr. Die Spannung war zum Greifen und die Eispiraten machten gut Druck. Doch 41 Sekunden vor dem Ende schoss Max Prommersberger die Scheibe via Bogenlampe in Richtung Tor, der überraschte Ilya Andryukhov ließ diese durch die Hosenträger zum Endstand von 7:6 für Bietigheim passieren.

Erneut war es Max Prommersberger, der in der Schlussminute für den Siegtreffer seines Teams sorgte, die damit Platz 2 verteidigten. Die Reihe um Norman Hauner, Alex Preibsich und Robin Just spielte groß auf und sorgte für insgesamt fünf Treffer! Am Montag kommt es dann in Kassel zum Topspiel gegen das derzeitige Topteam der Liga.

Bild: Tommy Valdivia Castro / DEL2