Die Enztalkurve in der EgeTrans Arena war weiter schön geschmückt, ein Banner zu Ehren vom Spieler mit der Nummer 5 hing bereit – was diesem Jubiläum aber am meisten fehlte, war die Anwesenheit von euch Fans! Denn am heutigen Abend feierte René Schoofs sein 1000. Spiel im Trikot der Steelers. Vor dem Spiel wurde Mr. Bietigheim dafür auf dem Eis geehrt. Zu diesem besonderen Anlass durfte René ein extra angefertigtes Trikot mit der Nummer 1000 tragen. Leider wurde es nichts mit einem Sieg, doch es gab zumindest einen verdienten Punkt.

Geschäftsführer Volker Schoch ehrte den 36-jährigen René Schoofs auf dem Eis und per Videobotschaft zollten ehemalige Weggefährten des Schwaben ihren Respekt über diese Leistung. Von der Ausrüsterfirma Schanner gab es obendrauf einen goldenen Schläger mit der 1000 drauf und der gesamte Betreuerstab der Ellentaler hatte T-Shirts mit der Zahl des Abends auf der Brust.

Dann konnte das sportliche des Abends beginnen, denn schließlich stand der 29. Spieltag der DEL2 auf dem Programm. Und dieser begann optimal für die Steelers. Bereits nach 45 Sekunden führte man mit 1:0. Fabian Ribnitzky schoss von der blauen Linie, Brett Breitkreuz stand goldrichtig und fälschte unhaltbar für Ben Meisner zur Führung ab. Es entwickelte sich eine temporeiche Begegnung mit Chancen für beide Teams. Bei den Wölfen hatte zweimal Andreé Hult den Ausgleich auf dem Schläger, doch Cody Brenner im Tor der Schwaben hielt stark. Auch eine Strafe gegen Fabjon Kuqi konnte man gut überstehen, obwohl der Druck der Breisgauer zunahm. In der 12. Minute hatte nach Zuspiel von Riley Sheen der wiedergenesene Matt McKnight die große Chance auf den zweiten Treffer, doch Ben Meisner hielt überragend. Die Wölfe erhöhten die Schlagzahl und hatten bei zwei Schüssen gegen das Torgestänge Pech. 64 Sekunden vor der ersten Pause war es aber soweit. Patrick Kurz traf mit einem trockenen Schuss zum 1:1-Ausgleich.

Da zwei Sekunden vor der ersten Sirene Alex Preibisch eine Strafe von den Schiedsrichtern Robert Paule (mit dem René Schoofs noch gemeinsam in Bietigheim spielte) und Sascha Westrich erhielt, starteten die Ellentaler in Unterzahl. Doch das Powerplay der Badener konnten sie killen. Nichts desto trotz hatten die Wölfe die besseren Chancen und Cody Brenner hielt sein Team im Spiel. Eine Strafe gegen Hagen Kaisler brachte Bietigheim wieder ins Spiel und zu Chancen. Das Powerplay wurde druckvoll gespielt, doch Ben Meisner war wie sein Gegenüber sehr gut aufgelegt. In diese gute Phase musste Fabian Ribnitzky wegen Hakens in die Kühlbox, doch auch hier hielt man dem Druck stand und überstand diese brenzlige Situation schadlos. Sieben Minuten vor der zweiten Pause beinahe die zweite Führung der Schwaben, doch Alex Preibisch scheiterte am überragend haltenden Ben Meisner. Im Anschluss an diese Szene erhielt Maxim Rausch eine Strafe und Bietigheim das zweite Powerplay. Dieses lief weniger schwungvoll und blieb ohne Erfolg. Eine Schrecksunde gab es in der 39. Minute, als Evan Mosley den Bietigheimer Verteidiger Benjamin Hüfner hart in die Bande checkte. Für beide war das Spiel vorbei – Mosley erhielt eine Spieldauerdisziplinarstrafe und Hüfner musste in der Kabine bleiben. Gute Besserung an dieser Stelle.

Die fünfminutige Überzahl killten die Wölfe stark und überstanden diese schadlos. Im letzten Abschnitt war das Tempo weiter hoch. Die Steelers hatten dabei sehr gute Möglichkeiten, Ben Meisner im Freiburger Gehäuse erwischte einen Sahnetag und machte sämtliche Einschussmöglichkeiten zunichte. Knappe sechs Minuten vor dem Ende hielt er aus kurzer Distanz erneut bockstark gegen Alex Preibisch. Auf der anderen Seite war Cody Brenner nicht weniger gut beschäftigt. Beiden Goalies war es zu verdanken, dass es in die Overtime ging. In dieser traf Jordan George nach 64 Sekunden zum Siegtreffer für Freiburg.

Leider wurde es nichts mit einem Sieg im 1000. Spiel für René Schoofs und sein Team. Dennoch kann man am Ende von einem gewonnenen Punkt sprechen, da man erneut trotz kurzer Bank eine tolle Leistung zeigte. Am Sonntag geht es weiter mit dem Auswärtsspiel gegen Bad Tölz.

Bild: Timo Raiser / DEL2