Morgen findet in der Heilbronner Kolbenschmidt Arena um 17:00 Uhr das erste Derby der Saison statt. Mitfiebern könnt ihr live bei Sprade.TV. Zur Buchung geht es hier: www.sprade.tv

„Jeder Pass, jeder Schuss, jeder Check! Alles für den Derbysieg!“ – das Banner hing bereits gestern beim tollen Heimsieg gegen Kassel in der Kurve und es ist auch das, was sich die Mannschaft für morgen vorgenommen hat. Alles soll sitzen, um am Ende den Derbysieg zu feiern. Doch leicht wird es nicht. Auch die Falken werden alles geben, um sich den Sieg zu holen.

Die Mannschaft von Trainer Michel Zeiter hat erst 15 Partien absolviert und dabei 16 Punkte geholt. Die Falken sind damit auf Platz 14 der Tabelle. Doch mit den sechs Spielen weniger, ist dieser Platz wenig aussagekräftig. Aus den fünf Spielen seit dem Jahreswechsel, holten die Unterländer 11 von möglichen 15 Punkten. Lediglich gestern in Dresden gab es nach vier Siegen die erste Niederlage 2021.

Clever Fit Top Scorer der Falken ist Dylan Wruck. Der Stürmer des Jahres aus der Vorsaison traf bisher sechsmal und legte 17 Treffer auf. Ansonsten müssen die Falken auf zahlreiche Akteure verzichten. Top Torjäger Stefan Della Rover (12 Tore in 14 Spielen) fällt verletzt aus. Auch Yannik Valenti und Davis Koch sind nicht mit dabei. Zwar hat man den in Rumänien geborenen und für die ungarische Nationalmannschaft spielberechtigten Aron Reisz nachverpflichtet, doch dem 25-jährigen gelang in seinen neun Spielen erst ein Assist. Eine weitere Nachverpflichtung ist der Kanadier Joshua Nicholls. Der 28-jährige spielte 2017 für sieben Spiele (vier Punkte) in der DEL in Straubing. Ansonsten bringt er viel Erfahrung aus der ECHL und der AHL mit. Zuletzt war er in China aktiv und spielte 20 Mal in der KHL und 19 Mal in der zweitklassigen VHL. Ob er aufgrund der Quarantänebestimmungen morgen zum Einsatz kommen wird, müssen wir abwarten. Ansonsten sind die Falken mit Matthew Neal, Tim Miller und Justin Kirsch, mit viel Erfahrung und Qualität ausgestattet. Simon Thiel, Lukas Ribarik, Pierre Preto und Michael Knaub komplettieren den Sturm, der bis auf Nicholls gestern gegen Dresden aufgeboten wurde. Im Schnitt erzielen die Heilbronner 3,2 Tore je Partie (48 in 15 Spielen).

In der Defensive muss man auf seinen Top Verteidiger Ian Brady verzichten. Doch Erfahrung ist dennoch vorhanden, denn Marcus Götz, Corey Mapes oder auch Brock Maschmeyer, spielen seit Jahren auf einem starken Niveau. Mit Jan Pavlu und Kevin Maginot (kann auch als Stürmer aufgeboten werden), hat man zwei weitere gute Defender im Kader, der von Philipp Preto komplettiert wird. 61 Gegentoren kassierte man bislang.

Im Tor bilden Matthias Nemec und Arno Tiefensee das Duo. Nummer eins ist der 30-jährige Nemec, der seit zehn Jahren in der zweiten Liga bzw. DEL2 aktiv ist. In seinen 11 Einsätzen kassierte er 3,91 Gegentore und fing 87,9% aller Schüsse. Der erst 18-jährige Arno Tiefensee spielte bei der U20 WM in Kanada für Deutschland zweimal. Allein das zeigt, welch Potential im Förderlizenzspieler der Adler Mannheim steckt. Viermal war er für Heilbronn aktiv und hielt 86,7% aller Schüsse und kassierte im Schnitt 3,74 Gegentreffer.

Bei den Specialteams merkt man das Fehlen von Spielern wie Brady, Della Rovere oder Valenti. Die Falken waren mit diesen Spielern im letzten Jahr das beste Team in Überzahl. Dennoch spielt man mit 20,5% Erfolgsquote ein gutes Powerplay. In Unterzahl ist man mit 75,9% ordentlich aber ausbaufähig unterwegs.

Obwohl die Falken erst 15 Spiele absolvierten, führen sie Strafzeiten-Statistik der Liga an. 281 Strafminuten sammelten die Unterländer. Matthew Neal (59 Minuten in 11 Spielen), Tim Miller (40 Minuten in 14 Spielen), Bryce Gervais (37 Minuten in 13 Spielen) und Michael Knaub (31 Minuten in acht Spielen) führen die Statistik an. Auch die Steelers sind keine Kinder von Traurigkeit und kommen auf 246 Strafminuten in 20 Spielen. Bei den Schwaben kassierte René Schoofs mit 39 Strafminuten in 20 Spielen die meisten. Dahinter folgen C.J. Stretch mit 30 Minuten und Riley Sheen mit 25. Der Kanadier begann jedoch erst ein Foul, welches mit einer Spieldauer geahndet wurde. Mit bereits acht Toren in Unterzahl erzielten die Steelers so viele, wie die „Gewinner“ dieser Statistik 2019/20 nach 52 Spielen (Frankfurt, Bayreuth und Heilbronn).

Freuen wir uns auf ein hoffentlich spannendes, attraktives und torreiches Derby, dass jederzeit fair gespielt wird. Drückt den Steelers live am Bildschirm die Daumen!