Am heutigen Sonntagabend stand für die Steelers das weiteste Auswärtsspiel der Saison auf dem Plan, es ging nach Weißwasser zu den Lausitzer Füchsen. Wie am Freitag auch fehlte beim Team von Trainer Hugo Boisvert Kapitän Niki Goc, Eric Stephan und Fabian Ribnitzky. Cody Brenner war wieder Teil des Kaders, genauso wie aus Iserlohn Tim Fleischer.

Vor den 2.225 Zuschauern begann das Spiel optimal für die Schwaben, denn in der zweiten Minute traf Norman Hauner mit einem satten Schuss zum 1:0 – kurios, den abschließenden Pass zum Treffer spielte er sich selber zu. Der Jubel bei den ca. 30 mitgereisten Steelers-Fans natürlich groß. Die Antwort der Füchse ließ jedoch nicht lange auf sich warten, Jordan George traf nur 94 Sekunden später ins lange Eck zum 1:1. Kurz darauf sprachen die Hauptschiedsrichter Markus Schütz und Stefan Vogl die erste Strafe aus, die Füchse mussten in Unterzahl ran. Trotz gutem Druck blieb es beim Unentschieden. Die Bietigheimer waren in den ersten zehn Minuten das aktivere Team und zogen dadurch die nächste Strafe, Thomas Reichel musste wegen Hakens raus. Auch hier lief die Scheibe gefällig, ein Treffer gelang erneut nicht. In der 12. Minute musste René Schoofs wegen Beinstellens runter, in Unterzahl hatte man die große Chance zur erneuten Führung, doch man vergab knapp. Kaum komplett, musste Benjamin Zientek wegen Hakens runter. Bei einem Konter war es Füchse-Goalie Mac Carruth, der stark gegen Alex Preibisch halten konnte. Die Schwaben in Unterzahl offensiv gefährlich als die Sachsen in Überzahl. Warum es vier Minuten vor dem Ende die dritte Strafe in Serie gegen die Ellentaler gab, bleibt ein Schiedsrichtergeheimnis. Max Prommersberger musste wegen Hakens trotzdem auf sie Strafbank. Mit Ablauf der Strafe kam es zu einem großen Tumult vor Stephon Williams, der jederzeit die Übersicht behielt. In den Schlussminuten verpasste Brett Breitkreuz den zweiten Treffer nur knapp und es bleib beim 1:1 nach dem ersten Drittel.

Die erste nennenswerte Aktion im zweiten Abschnitt markierte in der 23. Minute gleichzeitig den 2:1-Führungtreffer. Youngster Robert Kneisler stand nach dem Schuss von Tim Fleischer goldrichtig und schoss zur Führung ein – das erste DEL2-Tor vom 18-jährigen! Die Schwaben drängten in den Folgeminuten auf den dritten Treffer und Mac Carruth stand gut unter Beschuss. Wegen Torhüterbehinderung durfte in der 28. Minute Darcy Murphy in die Kühlbox. Auch eine Strafe im Anschluss ließ man ungenutzt und kassierte, als René Schoofs auf der Bank saß, in Unterzahl den 2:2-Ausgleich. Ein Treffer, ein wenig aus dem Nichts in der 34.Minute aber in Treffer. Torschütze erneut Jordan George. Unschön wurde es in 35. Minute, als Clarke Breitkreuz sehr spät Benjamin Zientek checkte. Für den Steeler ging es erstmal in die Kabine, für den Fuchs lediglich zwei Minuten – unverständlich! Der Druck der Ellentaler nahm von Minute zu Minute, doch der dritte Treffer wollte nicht fallen. 1:18 Minuten vor der zweiten Pause erwischte es Tim Schüle wegen Hakens und dieses Powerplay nutzten die Hausherren durch Darcy Murphy zum 2:3 aus Sicht der Schwaben. Dies war das Zwischenergebnis nach 40 Minuten.

Zu Beginn des letzten Abschnitts war Benjamin Zientek wieder mit von der Partie. Beide Mannschaften begannen mit guten Möglichkeiten, beide Goalies aber stets auf der Höhe des Geschehens. Die Schwaben drängten auf den Ausgleich, die Füchse taten alles um diesen zu verhindern, vor allem Mac Carruth im Tor erwischte einen starken Tag. Kurios wurde es in der 32. Minute. Matt McKnight wurde im eigenen Drittel zu Fall gebracht, Alex Preibisch zog einfach mal ab und die Scheibe sprang Mac Carruth aus der Fanghand. Nach Studium des Videobeweises wurde auf kein Tor entschieden. Bietigheim rannte weiter an und ließ sich auch durch eine Strafe gegen Matt McKnight nicht aufhalten. Eric Mik foulte in der 57. Minuten Norman Hauner und es gab nochmal Powerplay für die Steelers. Eine Sekunde später die nächste Strafe gegen die Füchse und doppelte Überzahl Bietigheim. Hugo Boisvert ging volles Risiko und zog auch noch Stephon Williams zugunsten des sechsten Feldspielers. Doch Mac Carruth wuchs über sich hinaus und hielt den Sieg für sein Team fest!

Leider konnte nichts Zählbares mit nach Bietigheim genommen werden. Manchmal ist es eben so, dass auch mal das bessere Team am Ende verliert. Am Freitag geht es um 20:00 Uhr mit dem Heimspiel gegen Bad Tölz weiter.

Bild: Thomas Heide