Das Nachholspiel vom 19. Spieltag stand heute auf dem Programm der Steelers. Dieses führte das Team von Trainer Daniel Naud zu den Löwen nach Frankfurt. Mit im Bus war Neuzugang Robin Just der nach fast vier Jahren in Ravensburg zurück nach Bietigheim kehrte. Im Tor gab es heute den Wechsel von Cody Brenner zu Jimmy Hertel als Starting-Goalie.

Robin Just war in diesem Spiel auch an der ersten gefährlichen Situation maßgeblich beteiligt. Er bediente Robert Kneisler, der aus spitzem Winkel knapp verpasste. Unser anderer Neuzugang besorgte in der vierten Minute die Führung. Evan Jasper schnappte sich in der eigenen Zone die Scheibe und ging auf und davon. Frei vor Bastian Kucis blieb er eiskalt und traf zum 1:0. Das erste Tor des Kanadiers im Steelers-Trikot. Der Ausgleich ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Den ersten Versuch der Löwen durch Alexej Dmitriev konnte Jimmy Hertel noch stark parieren, doch gegen den Nachschuss von Christian Kretschmann war er machtlos – 1:1. Unbeeindruckt davon, spielten die Schwaben weiter und kamen nur 51 Sekunden später zur erneuten Führung. Brett Breitkreuz traf mit seinem platzierten Schuss zum 2:1. Die beiden Hauptschiedsrichter Stephan Bauer und Michael Klein schickten als ersten Spieler des Spiels Max Prommersberger wegen übertriebener Härte in die Kühlbox. Den Treffer verpassten aber die Steelers in Unterzahl. Doch der dritte Treffer ließ nicht lange auf sich warten. Kaum waren die Ellentaler komplett, tankte sich Brett Breitkreuz technisch hochklassig durch die Löwen-Defensive und erhöhte in der zehnten Minute auf 3:1. Auftakt nach Maß der Steelers. In den Folgeminuten agierten die Schwaben weiter clever und aus einer organisierten Defensive heraus. Nach Scheibengewinn schaltete man blitzschnell um und brachte viele Scheiben zum Tor. Auch bei der zweiten Strafe gegen die Steelers (Fabian Ribnitzky musste raus), waren die Gäste gefährlicher und hatten durch Riley Sheen den vierten Treffer vor Augen, doch Bastian Kucis hielt stark. So ging es mit der Zwei-Tore-Führung in die erste Pause.

Gerade einmal 11 Sekunden waren gespielt, da schnellte der Arm der Hauptschiedsrichter erneut hoch und René Schoofs musste auf die Strafbank. Zwar spielten die Löwen nun etwas druckvoller, doch auch diesmal hielten die Steelers gut dagegen und hielten sich schadlos. Im Anschluss spielte man wieder gut nach vorne, konnte den vierten Stich aber nicht setzen. Dass man mit einem Topteam wie den Löwen immer rechnen muss, zeigten sie in der 26. Minute. Alexej Dmitriev scheiterte wie bereits im ersten Drittel erst an Jimmy Hertel, den Nachschuss setzte er aber diesmal selbst über die Linie – 3:2. Der ehemalige Steelers-Stürmer blieb weiter „on fire“ und traf bei Überzahl der Schwaben zum 3:3. Der erste Gegentreffer bei eigener Überzahl der Steelers in dieser Saison. Die Hessen machten weiter Druck und wollten das Momentum nutzen. Mitten in diese Phase pfiffen die Schiedsrichter die zweite Strafe gegen die Löwen. Diesmal ließen sich die Schwaben die Chance nicht nehmen und Matt McKnight bediente Evan Jasper, der mit dem 4:3 seinen Doppelpack schnürte. Da nach dem Tor der Frankfurter Adam Mitchell mit seinem Stock schlug, ging es wieder mit einem Powerplay der Bietigheimer weiter. Dieses blieb ohne Erfolg. Beide Teams spielten nun auf Augenhöhe. Als drei Minuten vor der zweiten Sirene Carter Proft wegen Beinstellens hinausmusste, erhöhte Matt McKnight nach Zuspiel von Riley Sheen und Tim Schüle auf 5:3. Die Specialteams waren weiter gefragt, denn Max Prommersberger musste 53 Sekunden vor Schluss wegen Haltens raus. Adam Mitchell nutzte dies und traf mit Hilfe des Schlittschuhs von Benjamin Hüfner zum Anschluss von 5:4 nach 40 Minuten. Für beide Teams hieß es jetzt nochmal durchschnaufen und mit voller Konzentration in den Schlussabschnitt.

Die Steelers starteten mit jeder Menge Schwung ins dritte Drittel. So ließ Treffer Nummer sechs nur kurz auf sich warten. Fabian Ribnitzky checkte Alexej Dmitriev fair und ermöglichte so den Konter. Alex Preibsich scheiterte noch an Bastian Kucis, doch Brett Breitkreuz staubte im Slot ab und erzielte in der 44. Minute mit seinem Hattrick das 6:4! Die Löwen drängten auf die erneut schnelle Antwort, bremsten sich durch eine Strafe gegen Leon Hüttl jedoch selbst aus. Chancen auf das siebte Tor waren da, doch fallen wollte dieser nicht. Zehn Minuten vor Schluss machten es die Hessen noch spannender, denn Stephen MacAulay traf zum 6:5 in den Winkel. Eine Strafe gegen Fabian Ribnitzky nur Sekunden später spielte den Löwen in die Karten, doch das Powerplay blieb ohne Erfolg. Der Druck der Hausherren nahm mit abnehmender Spielzeit immer mehr zu. Pech hatte Yannick Wenzel viereinhalb Minuten vor dem Ende, als er mit seinem Schuss an der Latte scheiterte. 85 Sekunden vor der Sirene ging Franz-David Fritzmeier auf alles und nahm seinen Goalie vom Eis. Dies nutzte Norman Hauner aus und traf zum Endstand von 7:5.

Am Ende ein verdienter Sieg der Steelers, die ihre Chancen vorne eiskalt nutzten. Brett Breitkreuz hält seine Topform mit einem Hattrick und konnte in den letzten drei Spielen fünf Treffer erzielen und vier vorlegen. Es war der dritte Sieg in Serie, mit dem die Schwaben Platz zwei verteidigen konnten. Am Donnerstag geht es bereits mit dem nächsten Auswärtsspiel in Landshut weiter. Auch das gibt es live bei Sprade.TV.

Bild: Dominik Pencz