Keine 48 Stunden nach der Auswärtsniederlage in Landshut, ging es mit dem Heimspiel gegen Dresden weiter. Zu diesem kehrte Fabjon Kuqi in den Kader zurück. Calvin Pokorny, sowie Max Renner, C.J. Stretch und Benjamin Zientek, fielen aus. Im Tor startete Cody Brenner, Leon Doubrawa fungierte heute als Backup. Die Mannschaft beschenkte ihren Trainer mit zwei Punkten zum Geburtstag.

Im Nachholspiel des 7. Spieltages waren keine zwei Minuten gespielt, da erhielt Steelers-Kapitän Niki Goc wegen eines Stockschlags von den Hauptschiedsrichtern Stephan Bauer und Raphael Kapzan die erste Strafe. Die Schwaben spielten ein starkes Unterzahl und ließen nichts zu. Dennoch waren es die Gäste, die in der sehr intensiven Anfangsphase die größere Anzahl an Torabschlüssen hatte. Einer dieser führte in der achten Minute zur Führung. Jordan Knackstedt bediente Alex Dotzler, der frei vor Cody Brenner zum 0:1 aus Sicht der Schwaben traf. Im kurz darauffolgenden ersten Überzahlspiel der Steelers spielten diese zwar druckvoll aber ohne Erfolg. Bietigheim kam besser ins Spiel aber Dresden war zu jederzeit gefährlich. In der 14. Spielminute bewahrte Cody Brenner sein Team gegen Roope Ranta mit einer super Tat vor dem zweiten Gegentreffer. Als sich Elvijs Biezais auf den Weg in Richtung Cody Brenner machte, soll er von Max Prommersberger regelwidrig angegangen worden sein und es gab Penalty – eine sehr harte Entscheidung. Der „Gefoulte“ lief an und scheiterte an Cody Brenner. Besser machte es der Eislöwen-Stürmer in aller letzter Sekunde, als er mit der Sirene zum 2:0 für sein Team traf. Ein bitterer Nackenschlag, den man mit in die Kabine nehmen musste.

Der Mittelabschnitt begann mit einer guten Chance für Norman Hauner, doch die Scheibe wollte nicht rein. Praktisch im Gegenzug wurde gegen den Stürmer ein Foul gepfiffen, so dass es in Unterzahl weiterging. Wie gefährlich die Steelers in solchen Situationen sind bewiesen sie nur 27 Sekunden später. Tim Schüle schickte Riley Sheen auf die Reise, der querlegte zu Matt McKnight. Sein Schuss war für Nick Jordan Vieregge nicht zu halten – 1:2. Beide Teams begegneten sich nun auf Augenhöhe und sie kamen zu guten Möglichkeiten. Zwischen der 31. und 36. Minute mussten insgesamt drei Eislöwen-Spieler auf die Strafbank, so dass die Schwaben zeitweise sogar mit zwei Mann mehr spielen durften. Doch auch in diesen Situationen konnte man kein Kapital rausschlagen und hatte einmal Glück, dass Cody Brenner stark gegen Nick Huard hielt. Bietigheim blieb jedoch am Drücker aber an Nick Jordan Vieregge fanden sie keinen Weg vorbei.

Dies war auch in den Anfangsminuten des Schlussdrittels der Fall. Robert Kneisler hatte in diesem nach tollem Zuspiel von Robin Just die dickste Möglichkeit. Da Vlad Filin in der 44. Minute sein zweites Foul beging, gab es erneut Powerplay für die Steelers. Diesmal klappte es auch mit dem Treffer, den Riley Sheen nahm Maß und traf zum verdienten 2:2-Ausgleich. Der bereits 22. Saisontreffer des Kanadiers. Keine zwei Minuten später musste der nächste Eislöwe in die Kühlbox, diesmal war es Toni Ritter. Die Ellentaler knüpften an dem guten Powerplay von eben an und René Schoofs fälschte einen Schuss von Norman Hauner unhaltbar zum 3:2 ab. Die Steelers drehten die Partie, mussten aber in der 49. Spielminute selbst mit einem Mann weniger auskommen. Dies nutzte der ehemalige Bietigheimer Dennis Swinnen aus und markierte den schnellen Ausgleich – 3:3. Das Spiel war wieder komplett offen und nahm an Tempo zu. Beide Teams gingen in der Schlussphase auf die drei Punkte. 18 Sekunden vor der Sirene foulte Thomas Supis Riley Sheen hinter dem Tor und musste den Rest der regulären Spielzeit von der Strafbank aus zuschauen. Es ging in die Verlängerung. In dieser durften die Steelers freilich weiter im Powerplay agieren und kamen nach einer Passstafette über Brett Breitkreuz und Riley Sheen durch Matt McKnight zum 4:3-Siegtreffer.

Durch die zwei Punkte klettern die Steelers erstmal wieder auf Platz zwei, die die Löwen aus Bad Tölz erst morgen spielen. Am Dienstag geht es um 19:30 Uhr zuhause mit dem Derby gegen Heilbronn weiter. Schaut euch das Spiel live bei Sprade.TV an!

Bild: Timo Raiser / DEL2